Bonn/Berlin (ots) –

Zum Tag gegen Lebensmittelverschwendung am 2. Mai wirft die Initiative Zu gut für die Tonne! einen Blick auf Familien. Denn: Für Familien mit Kindern ist es besonders herausfordernd, die verschiedenen und wechselnden Geschmäcker aller in die Menüplanung zu integrieren. So bleiben oft Lebensmittelreste übrig. Doch mit einfachen Tipps gelingt es, Reste zu reduzieren.

Für alle Kinder gilt

Regelmäßige Mahlzeiten und Esspausen helfen Kindern, ein natürliches Hungergefühl zu entwickeln und das Essen zu genießen. Ab dem Alter von einem Jahr wird empfohlen, sie in das Familienessen einzubeziehen. Das heißt: Ein Gericht für die ganze Familie zu kochen. Es spart Eltern Zeit und reduziert zudem die Essensreste, wenn alle das Gleiche essen. Einzelne Komponenten können bei Bedarf für die Kleinsten püriert werden.

Beim Kochen ist Vielfalt und Geduld entscheidend. Kinder müssen neue Lebensmittel bis zu 15-mal probieren, bevor sie diese akzeptieren. Sie lernen auch, indem sie Erwachsenen beim Essen zugucken. Eltern, die abwechslungsreich essen, dienen als Vorbild. Kleinere Portionen reduzieren generell den Druck und erleichtern das Ausprobieren neuer Speisen. Sollte ein Gericht nicht den Geschmack treffen, bleibt dann nur wenig übrig.

Doch auch kleine Reste lassen sich kreativ verwerten oder am nächsten Tag erneut genießen. Wichtig ist dabei, die Speisen passend zu kühlen. So kann beispielsweise übrig gebliebene Milch vom Abend noch für den Kaffee am nächsten Morgen verwendet werden. Gemüsereste lassen sich hervorragend in einer Gemüsepfanne, zu Püree oder einer Soße verarbeiten. Kreative Reste-Rezepte gibt’s in der Zu gut für die Tonne!-App. Diese ist kostenfrei im Google Play Store und im App Store verfügbar oder kann direkt im Browser genutzt oder auf der Website von Zu gut für die Tonne! heruntergeladen werden.

Sinnvoll für die Kleinsten

Kinder lernen am besten mit ihren Sinnen: sehen, riechen, schmecken, fühlen sowie durch Experimentieren und Geduld. Selbstständiges Essen, auch mit den Fingern, fördert die Entwicklung. Fingerfood und handliche Portionen wie zum Beispiel Gemüsesticks, ermöglichen es den Kleinsten, selbstbestimmt zu essen. Reste können Eltern den Kindern später als Snack anbieten.

Die Älteren einbinden

Geschmacksvorlieben entwickeln sich früh und begleiten Kinder oft bis ins Erwachsenenalter. Durch aktives Einbinden der Kinder in die Zubereitung und Gestaltung von Mahlzeiten fördern Eltern die Wertschätzung von Lebensmitteln. Dies kann langfristig einen Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung leisten. Einfache Aufgaben wie Gemüse waschen oder den Tisch decken ermöglichen Kindern, Verantwortung zu übernehmen.

Außerdem können Eltern zusammen mit ihrem Kind die Pausenbox für die Schule planen. Wenn sie ihre Kinder dazu animieren, die Reste wieder mitzubringen, können sie gemeinsam klären, was am nächsten Tag nicht mehr in die Brotdose soll.

Hintergrund

Zu gut für die Tonne!

Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette circa elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, sechseinhalb Millionen Tonnen davon allein in Privathaushalten. Dazu zählt auch Unvermeidbares wie z. B. Obst- und Nussschalen, Kaffeesatz und Knochen. Wie Verbraucher:innen die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt Zu gut für die Tonne! bereits seit 2012.

Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung rückt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) neben den privaten Haushalten auch die Sektoren Primärproduktion, Verarbeitung, Groß- und Einzelhandel sowie Außer-Haus-Verpflegung stärker in den Fokus. Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelabfälle in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette zu halbieren und Lebensmittelverluste zu reduzieren. Dazu ist das BMEL mit den Wirtschaftsbeteiligten im stetigen Austausch. Ein Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Handel und eine Zielvereinbarung für die Außer-Haus-Verpflegung wurden bereits abgeschlossen. Parallel prüft das BMEL gesetzliche Maßnahmen für die Erleichterung von Lebensmittelspenden und setzt sich auf EU-Ebene für gleiche Reduzierungsziele für Lebensmittelabfälle in allen Sektoren ein. Die Aktivitäten zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sind ein wichtiger Beitrag zur Ernährungsstrategie der Bundesregierung.

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Quelle: Presseportal