Bonn (ots) –

Die AfD droht, stärkste Kraft zu werden, wenn im September in Brandenburg, Sachsen und Thüringen gewählt wird. Journalisten müssen sich fragen: Sollte man mit rechtsextremen Politikern sprechen – und wenn ja, wie?

„Wenn wir das tun, müssen wir unbedingt die journalistische Gesprächshoheit behalten“, sagt dazu der Publizist, Jurist und Philosoph Michel Friedman im Titelinterview mit dem journalist. Das Magazin sprach mit Friedman über das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland. Friedman, dessen Eltern vom Unternehmer Oskar Schindler vor dem Nazi-Regime gerettet wurden, sagt: „Meine Kindheit war von der Angst vor Macht geprägt.“

Journalisten dürften nicht den Fehler machen, die Themenwünsche der AfD zu erfüllen, sonst tappten sie in die Falle, alles Migration zu verknüpfen. „Wir reden mit den Grünen zu Recht primär über die Umwelt, aber letztendlich über alle politischen Themen. Das muss auch mit der AfD geschehen, sonst triggern wir ausschließlich ihre Kernanliegen – die menschenverachtende Propaganda. Fragen wir also, was Herr Höcke oder Frau Weidel konkret zu Wirtschaft, Kulturpolitik, Pressefreiheit, Rechtstaatlichkeit oder Putin und seinem Angriffskrieg sagen.“

Kürzlich standen sich die Spitzenkandidaten von CDU und AfD in Thüringen, Mario Voigt und Björn Höcke, im TV-Studio von WELT gegenüber. Würde Friedman mit Höcke reden?

„Die Grundlage aller Gespräche ist die Anerkennung beider Seiten als vollwertige Gesprächspartner auf Augenhöhe. Wenn man Björn Höcke ernstnimmt, sieht er mich als ‚Untermensch‘ weit unter der seinen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der Mai-Ausgabe des journalists und online auf www.journalist.de. Der journalist ist mit einer Druckauflage von 27.000 Exemplaren (IVW) das größte und wichtigste Magazin für Journalist*innen in Deutschland. Herausgeber ist der Deutsche Journalisten-Verband, Verlag: Journalismus3000 GmbH.

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Quelle: Presseportal