In der Werkstatt rate ich Kunden regelmäßig davon ab, alle paar Jahre ihre komplette Oberfläche umzuwerfen – „läuft doch“ ist oft das bessere Argument als „sieht moderner aus“. Und jetzt sitze ich hier und habe genau das mit Blogspan gemacht. Seit dieser Woche läuft die Seite in einem neuen Design. Ein paar Worte dazu, was sich ändert – und was bewusst gleich bleibt.
Was sich geändert hat
Der größte Unterschied steckt nicht in der Farbe, sondern in der Struktur. Die Startseite ist jetzt um die zwölf Ressorts herum gebaut: Jedes Thema bekommt einen eigenen Block mit Aufmacher und den letzten Meldungen, statt alles in einen endlosen Stream zu kippen. Dazu ein ruhigerer, dunklerer Grundton, der den Text in den Vordergrund rückt statt das Layout. Konkret neu sind unter anderem:
- Merkliste: Artikel mit einem Klick merken und später in Ruhe lesen.
- Newsticker: alle Meldungen chronologisch nach Tag sortiert, für alle, die nichts verpassen wollen.
- Themen-Übersicht: sämtliche Schlagwörter – aktuell über 500 – auf einer Seite.
- Lesezeit-Angabe an jedem Artikel, damit man vorher weiß, worauf man sich einlässt.
- Ressort-Startseite mit Aufmacher, „Im Fokus“ und einer Trending-Liste.
Was gleich bleibt
Die Linie ändert sich nicht. Blogspan ist seit 2006 ein unabhängiges IT-Magazin und bleibt es: dieselben Themen – Hardware, KI, Cloud und Sicherheit, Software und der ganze Rest, der über die Jahre in inzwischen 199 Beiträgen und zwölf Ressorts zusammengekommen ist. Newsletter und RSS-Feed gibt es weiterhin ohne Zwang, der Newsletter ohne Tracking und mit Ein-Klick-Abmeldung. Und wer einen Tipp oder eine Korrektur hat, schreibt weiter direkt an einen Menschen, nicht an ein Ticketsystem. Technisch läuft das Ganze wie gehabt auf eigener Infrastruktur bei der ProMedia24 in Osnabrück.
Wenn etwas hakt: bitte melden
Ein Relaunch bricht immer irgendwo etwas – das ist eine dieser Wahrheiten, die man nach zwanzig Jahren in der IT nicht mehr diskutiert, sondern von vornherein einplant. Wenn also ein Link ins Leere läuft, ein Bild quer steht oder auf dem Smartphone etwas verrutscht: bitte melden, am besten über die News-Tipp-Seite. Lieber einmal zu viel als ein halbes Jahr mit einem kaputten Detail leben, das außer mir keiner anspricht.
Gutes Magazin-Layout soll am Ende vor allem eins können: sich aus dem Weg räumen, damit der Text die Bühne hat. Wenn Ihnen das neue Design kaum auffällt und Sie einfach weiterlesen, hat es seinen Job gemacht.



