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AI Overviews Opt-out: Google räumt Websitebetreibern Kontrolle ein — und liefert erstmals Metriken

Google führt einen Opt-out-Schalter in der Search Console ein: Websites können sich aus AI Overviews und AI Mode ausblenden, ohne das reguläre Ranking zu verlieren. Gleichzeitig gibt es erstmals eigene Traffic-Metriken für KI-Suchergebnisse.

Tablet zeigt Google-Suchoberfläche im Browser

In den letzten Monaten beobachten viele Websitebetreiber denselben Trend: Klickzahlen sinken, obwohl die Seite weiterhin auf guten Positionen steht. AI Overviews und AI Mode liefern die Erklärung — Googles KI-Antwortboxen beantworten Suchanfragen direkt, bevor jemand auf ein Ergebnis klickt. Google reagiert jetzt mit einem Opt-out in der Search Console: Publisher können ihre Seiten aus diesen KI-Antworten herausnehmen.

Was der neue Schalter tut — und was er nicht tut

Über einen neuen Toggle in der Search Console können Publisher ihre Seiten aus AI Overviews, AI Mode und KI-Inhalten in Google Discover abmelden. Wer ihn umlegt, erhält nach Googles Angaben keine Traffic oder Impressionen aus diesen Quellen mehr — bleibt aber in den regulären Suchergebnissen sichtbar. Ranking-Signal ist das nicht, die Gemini-App greift diese Einstellung nicht ab.

Bei mehreren meiner Kunden — Betreiber von Fachseiten, Anleitungsportalen, Produktvergleichen — ist die Frage gerade brennend: Wer Content produziert, der in KI-Antworten vollständig wiedergegeben wird ohne dass jemand zur Quelle klickt, verliert doppelt. Den Klick und die Chance auf Markenbekanntheit. Ob das Opt-out dort mehr zurückbringt als das Verbleiben in KI-Ergebnissen, hängt stark davon ab, wie viele Links Google tatsächlich in KI-Antworten einbaut — mehr Links sind parallel angekündigt, und genau das könnte für diese Publisher relevanter sein als der Opt-out selbst.

Die Zahlen — und was das Opt-out wirklich bedeutet

AI Overviews zählen laut Google über 2,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer, AI Mode über eine Milliarde. Auf diesem Maßstab einen Opt-out einzuführen ist keine strategische Kurskorrektur — es ist ein Ventil, das Publisher-Kritik absorbiert, während der Ausbau der KI-Suche ungebremst weitergeht.

Interessanter als der Schalter selbst sind die neuen Search Console Metriken: erstmals sehen Websitebetreiber, wie viele Impressionen ihre Seiten in KI-Antworten erzeugen, welche Seiten konkret erscheinen und aus welchen Ländern der Traffic stammt. Für jeden, der bisher keine Zahlen dazu hatte, ist das echter Erkenntnisgewinn — eine Black Box weniger.

Zunächst startet das als Pilotprogramm für eine Teilmenge von Websitebetreibern im Vereinigten Königreich. Wann der globale Rollout kommt, hat Google offengelassen.

◆ Über den Autor

Alexander Baumgärtner

Seit über 20 Jahren in der IT — mit allem, was dazugehört: abgestürzten Servern um zwei Uhr nachts, Migrationen, die laut Plan eine Stunde dauern sollten, und Kunden, die "schnell mal" eine neue Software brauchen. Hauptberuflich führe ich die ProMedia24, eine kleine IT-Firma in Wallenhorst bei Osnabrück. Auf Blogspan.net schreibe ich über IT-Themen, die mich interessieren oder wo ich glaube, dass jemand genauer hinschauen sollte: Server, Cloud, Sicherheit, KI, Hardware, gelegentlich auch Foto-Equipment oder Smarthome — wenn es technisch genug ist, landet es hier. Schreibstil: lieber konkret als geschwurbelt, gerne auch mal kritisch.