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Google stellt Google Assistant auf Android Go ein: Gemini Go übernimmt

Google ersetzt den Google Assistant auf Android-Go-Geräten durch Gemini Go — das Update rollt ab dem 3. Juni 2026 über die Google-Go-App aus und bringt KI-Funktionen wie Kamera-Analyse und Bildschirm-Assistenz auf Einsteiger-Smartphones.

Smartphone mit KI-Assistent auf Android-Oberfläche

Google macht Schluss mit dem Google Assistant auf Android-Go-Geräten. Ab heute steht Gemini Go als Nachfolger bereit — für alle Geräte mit mindestens 2 GB RAM, die die Google-Go-App in Version 4.39 oder neuer installiert haben. Das ist nicht nur ein App-Tausch: Google schließt damit die letzte große Lücke in seiner Gemini-Konsolidierungsstrategie.

Was Gemini Go auf Android Go konkret bringt

Der neue Assistent bringt mehrere Funktionen mit, die der alte Google Assistant nicht kannte: Sprach- und Textgespräche, Kamera-Analyse, Kamera-basierte Echtzeit-Übersetzung, automatische Textzusammenfassungen und eine Screen-Assistance-Funktion, die den aktuellen Bildschirminhalt versteht und darauf reagieren kann. Alles zusammen unter dem Label „Gemini Go“ — Googles abgespeckter Ableger für Hardware, die nicht die vollen Modell-Ressourcen stemmt.

Technische Voraussetzungen: mindestens 2 GB RAM, Google-Go-App-Version 4.39 oder neuer, Android Go als Betriebssystem. Das Update kommt über eine normale Play-Store-Aktualisierung der Google-Go-App — kein System-Update nötig.

Dass Google die 2-GB-Hürde so klar kommuniziert, ist ungewöhnlich für ein Unternehmen, das sonst gerne „läuft auf allen Geräten“ verspricht. Hier zeigt sich, dass Gemini Go trotz Abspecken immer noch deutlich mehr Ressourcen braucht als der alte Assistant — und Google ehrlich genug ist, das nicht zu kaschieren.

Warum der Google Assistant jetzt auch auf dem letzten Segment verschwindet

Der Google Assistant wurde seit 2024 systematisch abgebaut. Auf Pixel-Geräten war Gemini Ende 2024 der Standard; auf regulären Android-Telefonen folgte die Umstellung im Laufe des Jahres 2025. Android Go war das letzte größere Segment, das noch auf den alten Assistenten gesetzt hatte — bedingt durch die schwächere Hardware, die mehr Optimierungsaufwand für Gemini bedeutete.

Google hatte den Schritt bereits im Dezember 2025 angekündigt. Die strategische Logik dahinter ist klar: Der Assistant war als Sprachsteuerung für eine Vor-KI-Ära konzipiert. Gemini ist das Nachfolge-Framework, das multimodale Eingaben verarbeiten kann und langfristig die einheitliche KI-Schicht über alle Android-Formfaktoren werden soll — vom Flagship bis zum 100-Euro-Einsteiger-Smartphone.

Google erwähnt das in seiner Kommunikation nicht explizit — aber wer den Assistant abschaltet, beendet auch die Pflege von zwei parallelen KI-Infrastrukturen. Das ist Konsolidierungsarbeit, keine Nutzerfreundlichkeit.

Für die Hunderte Millionen Android-Go-Nutzer weltweit ist Gemini Go ein echter Fortschritt gegenüber dem, was der alte Assistant zuletzt noch konnte. Die 2-GB-Anforderung schneidet ältere Einsteiger-Hardware heraus — für die bleibt offen, ob und wann auch der Assistant auf diesen Geräten eingestellt wird. Google wäre gut beraten, das transparent zu kommunizieren, bevor Nutzer es beim nächsten Neustart merken.

◆ Über den Autor

Alexander Baumgärtner

Seit über 20 Jahren in der IT — mit allem, was dazugehört: abgestürzten Servern um zwei Uhr nachts, Migrationen, die laut Plan eine Stunde dauern sollten, und Kunden, die "schnell mal" eine neue Software brauchen. Hauptberuflich führe ich die ProMedia24, eine kleine IT-Firma in Wallenhorst bei Osnabrück. Auf Blogspan.net schreibe ich über IT-Themen, die mich interessieren oder wo ich glaube, dass jemand genauer hinschauen sollte: Server, Cloud, Sicherheit, KI, Hardware, gelegentlich auch Foto-Equipment oder Smarthome — wenn es technisch genug ist, landet es hier. Schreibstil: lieber konkret als geschwurbelt, gerne auch mal kritisch.