Beim Galaxy Z Fold dreht sich die Aufmerksamkeit meist um den großen Innen-Bildschirm und die Multitasking-Optionen — das äußere Klappgehäuse ist eher Mittel zum Zweck. Dass fünf Bluetooth-SIG-Einträge jetzt erstmals zwei Z-Fold-8-Modelle bestätigen, ist da die eigentlich interessante Meldung: Samsung scheint die Falt-Linie zu splitten. Ein breiteres Standard-Modell auf der einen Seite, ein schlankes „Ultra“ mit rund 4,1 mm Bauhöhe im aufgeklappten Zustand auf der anderen.
Was die Bluetooth-SIG-Einträge verraten
Fünf Modellvarianten — unterschiedliche Regionen und Frequenzbänder — wurden in der Bluetooth-SIG-Datenbank registriert, alle unter dem Galaxy Z Fold 8 Ultra. Aus den Einträgen selbst sind die technischen Details begrenzt; ergänzende Leaks nennen den Snapdragon 8 Elite Gen 5 als Prozessor, einen 5.000-mAh-Akku und eine Gehäusedicke von rund 4,1 mm im aufgeklappten Zustand. Offiziell bestätigt ist davon nichts — die SIG-Registrierung belegt die Existenz des Modells, nicht die Specs.
Die Formfaktor-Beschreibung der Leaker: „ähnliche Fußform wie das Galaxy Z Fold 7, aber mit Verbesserungen.“ Das Galaxy Z Fold 8 (ohne Zusatz) soll dagegen eine breitere, leicht andere Form annehmen. Zwei Varianten, zwei Zielgruppen, ein Modellname — das ist neu beim Fold.
Warum Samsung den „Ultra“-Zusatz beim Fold einführt
„Ultra“ ist bei Samsung seit Jahren das Premium-Tier der Galaxy-S-Reihe: Ein S25 Ultra liegt deutlich über dem normalen S25, sowohl im Preis als auch bei Kamera und Materialien. Den Zusatz jetzt beim Fold einzuführen, signalisiert mehr als eine Namensvergabe — es ist eine Segmentierungsstrategie. Die Falt-Konkurrenz ist gewachsen: Motorola, OnePlus, Huawei und Google haben funktionierende Alternativen auf dem Markt, Samsung kann nicht mehr davon ausgehen, dass allein der Name zieht.
Ein Slim-Fokus für das Ultra ergibt Sinn. 4,1 mm aufgeklappt ist ein Wert, den Samsung in der Kommunikation hervorheben kann — deutlich unterhalb der meisten aktuellen Falt-Konkurrenten. Dass das Ultra dabei formal an das Z Fold 7 anknüpft statt eine neue Form einzuführen, deutet darauf hin, dass das bestehende Slim-Konzept weiterentwickelt wird, während das Standard-Modell den breiteren Formfaktor übernimmt. Welche Variante dann als die „echte“ Falt-Flaggship gilt — das wird der Preis beantworten.
Einen offiziellen Launch-Termin oder Preis gibt es nach aktuellem Stand nicht; Galaxy Unpacked im Sommer 2026 wäre der naheliegende Rahmen. Ob Samsung das Ultra höher ansetzt als das Standardmodell oder als gleichwertige Alternative positioniert, ist die eigentliche Preisfrage — nicht die Formfaktor-Debatte.


