Wenden (ots) –

Ein Déjà-vu-Erlebnis hatten gestern Abend nicht nur die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wenden, sondern auch viele Anwohner in Ottfingen, Wenden und Gerlingen.

Der Wetterdienst hatte für Montag, den 06.05. ergiebige Regenfälle für die Gemeinde Wenden angekündigt. Dass diese jedoch so heftig ausfallen würden, damit hatte niemand gerechnet.
Bereits gegen 18 Uhr wurde der erste Alarm in der Ortschaft Wenden ausgelöst. Nichtmals eine Stunde später rückte die Feuerwehr in Hünsborn aus um sich ein Lagebild von der Überspülten Verbindungsstraße nach Altenhof zu machen. Unmittelbar darauf ging auch der erste Alarm für den Ortsteil Ottfingen ein. Schnell wurde klar, dass sich die Lage weiter zuspitzt, woraufhin Vollalarm für den Wendener Feuerwehr und die Einsatzleitung ausgelöst wurde. Die Einsatzschwerpunkte lagen, wie bereits beim Hochwasser 2021, in der Bachstraße in Ottfingen und in der Wendebachstraße in Wenden. Hinzu kamen jedoch weitere Einsatzstellen. Die Wallfahrtstraße als Verbindungsstraße zwischen Hünsborn und Altenhof, die Straße Breites Tor in Ottfingen sowie die Koblenzer Straße in Gerlingen. Da sowohl der Fluss Großmicke (Ottfingen) als auch der Wendebach (Wenden) im Verlauf in den Biggefluss (Gerlingen) münden, bereitete man sich an der Koblenzer Straße in Gerlingen frühzeitig auf die Wassermassen vor.

Durch die anhaltenden Regenfälle stiegen die Pegel jedoch so schnell an, dass die Feuerwehr allein mit ihren Pumpen an ihre Grenzen stieß. Aber auch die Gefährdung der Einsatzkräfte durch die steigenden Pegel führte schließlich dazu, dass Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit Spezialgerät aus den umliegenden Gemeinden und Kreisen angefordert werden mussten. Mit Hochleistungspumpen der Feuerwehr Olpe und des THW Bergneustadt konnte man, wenn auch nur langsam, gegen die Wassermassen vorgehen. Vorort machte sich auch Bürgermeister Bernd Clemens machte ein Bild der Lage.

Auch die Kreiseinsatzleitungen wurde einberufen um die Koordinierenden Einsatzkräfte in der Einsatzleitung in Wenden zu unterstützen.

Der gesamte Einsatz aller Kräfte vor Ort zog sich bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags. Im Anschluss galt es für alle eingesetzten Einsatzkräfte die Einsatzbereitschaft widerherzustellen.
Insgesamt waren Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit ca. 290 Einsatzkräften im Einsatz.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Organisationen und Firmen die zur Unterstützung ins Wendener Land gerufen wurden.

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