Hamburg (ots) –

Die deutschen Banken und Versicherer treiben innovative Brancheninitiativen voran. Die Idee und das Ziel: Privatkunden zu ermöglichen, Dokumente wie Versichererpost, Rechnungen, etc. digital ins Onlinebanking-Postfach geschickt zu bekommen, diese dort zu verwalten und im Falle einer Zahlungsanforderung auch sehr einfach bezahlen zu können. Die genossenschaftliche Finanzgruppe, die Deutsche Bank und die Postbank treiben die mögliche Zustellung von digitalen Zahlungsanforderungen in deren Online-Banking in eigenen Initiativen voran. Dieses standardisiert einzureichende Nachrichtenformat mit dem Namen Request to Pay ist ein wichtiger Schritt, um die hochsichere Infrastruktur der Kreditwirtschaft auch für neue Services zu nutzen und den Kundenservice weiter zu erhöhen.

Die in Bezug auf Kommunikationsinhalte und Kundenausrichtung breit aufgestellte Initiative der Versicherer mit verschiedensten Perpektiven für alle Beteiligten nutzt die von der Kreditwirtschaft aufgebauten Plattformen und Services und trägt den Namen DICOMPAY. DICOMPAY steht für Digitale Kommunikation und Bezahlen (Digital Communication and Payment). Erste ausgewählte Funktionalitäten werden bei allen Initiativen derzeit mit verschiedenen Beteiligten verprobt und vom Hamburger Software- und Beratungshaus PPI unterstützt.

Die von vier großen Versicherern gemeinsam vorangetriebene und angelaufene Verprobung von DICOMPAY soll im ersten Schritt die Option bieten, ausgewählte Zahlungsanforderungen digital direkt ins Online-Banking derer Kunden zu senden. Kunden können die Zahlungsanforderung dort prüfen, das Original-Dokument des Versicherers online abrufen und abspeichern, den angeforderten Betrag freigeben und im Online-Banking sehr einfach bezahlen. Kein Druck, kein Versand, kein Papier – alles digital, alles online, ohne neue APP und ohne neuen Account. Von diesem gezielt auf Kundenbedürfnisse und Kundenerwartungen ausgerichteten digitalen Prozess profitieren Versicherer und deren Kunden gleichermaßen.

Damit dieser Prozess ermöglicht wird, braucht es die neuen Request to Pay-Services der Kreditwirtschaft. Und genau daran arbeiten die genossenschafltiche Finanzgruppe, die Deutsche Bank und die Postbank. So hat die DZ BANK als erster Marktteilnehmer eine Verprobung dieses Nachrichtenformates und des Services bereits in einem breit angelegten Pilotprojekt mit einem großen Versicherer gestartet, um erste Erfahrungen sowohl im prozessualen und technischen Ablauf, wie auch in der Kundenakzeptanz zu sammeln. Dies mit dem Ziel, den Service Request to Pay flächendeckend für alle Institute der genossenschaftlichen Finanzgruppe in absehbarer Zeit verfügbar und damit einsatzfähig zu haben.

DICOMPAY nutzt genau dieses Nachrichtenformat und den Service Request to Pay, um die in der Verprobung dieser Initiative vorgesehene digitale Post der Versicherer in das Online-Banking zustellen zu können. Um die jeweilige Bank des einzelnen Kunden auch erreichen zu können, soll eine bei PPI schon heute vorhandene und mit der DZ BANK als strategischen Partner etablierte, bankneutrale Plattform mit Namen PAYCY genutzt werden. PAYCY steht für eine Erreichbarkeit von Banken und deren Online-Banking. Und dies unabhängig davon, ob ein SEPA-Request to Pay-Datenformat des European Payments Council (EPC) genutzt werden soll oder die Spezifikation der Berlin Group. Zudem können Banken über verschiedene technische Lösungen wie beispielsweise über eine API-Schnittstelle erreicht werden.

Im Spätsommer diesen Jahres soll die Testphase von DICOMPAY beginnen. Ab dann werden die beteiligten Versicherer ausgewählte Kunden für ausgewählte Verträge dazu einladen, sich beispielsweise über einen QR-Code für das neue Angebot anzumelden und dieses direkt zu nutzen. Nach erfolgreichem Abschluss einer bis Anfang 2025 vorgesehenen Testphase soll das Angebot für alle Versicherer und sukzessive für alle Kreditinstitute zur Verfügung stehen und damit in einen nahtlosen Regelbetrieb übergehen. Eine Ausdehnung der funktionalen Bandbreite und damit von möglichen Kommunikationsinhalten ist zudem im weiteren Verlauf geplant. Dies ist fachlich wie technisch über verschiedene Lösungsansätze vorstellbar, beispielsweise über die von der Kreditwirtschaft verfolgte Open Banking-Initiative „giroAPI“. Diese Initiative verfolgt das Ziel, von Seiten der Kreditwirtschaft verschiedene Services über standardisierte API-Schnittstellen zur Verfügung zu stellen, die über den Service Request to Pay hinausgehen und weitere Anforderungen von DICOMPAY abdecken könnten.

Es gibt also verschiedene Digitalisierungs-Initiativen, die derzeit verfolgt und verprobt werden. Dabei verbindet diese eine gleiche Zielsetzung: Den Aufbau einer nachhaltigen und sicheren digitalen Kommunikationsstrecke. Aus Kundensicht greifen diese Initiativen ineinander, sollen zukünftig neue Services, sichere sowie einfache Prozesse und damit ein besonderes Kundenerlebnis bieten.

PPI unterstützt diese Initiativen durch technische Lösungen wie PAYCY sowie im Rahmen einer Prozess- und Entwicklungspartnerschaft im Falle von DICOMPAY. Dies zusammen mit der GDV Dienstleistungs-GmbH, dem IT-Branchendienstleister der Versicherer.

„Die Zeiten der Papierordner voller Versicherungsunterlagen sind vorbei. Auch in der Versicherungswirtschaft wird digitale und nachhaltige Kommunikation der zukünftige Standard sein, gerade auch in Kombination mit Bezahlung und weiteren optionalen Services“, sagt Dr. Thorsten Völkel, Vorsitzender des Vorstands bei PPI und verantwortlich für Zahlungsverkehr.

Mit genau diesem Verständnis werden die laufenden Initiativen von vielen Stellen mit hohem Interesse sehr genau verfolgt. Und die unmittelbar daran beteiligten Unternehmen arbeiten intensiv daran, diese zum Erfolg zu führen.

Die PPI AG

Die PPI AG ist seit über 40 Jahren als Beratungs- und Softwarehaus erfolgreich für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister tätig. Als stabil wachsende Aktien-gesellschaft in Familienbesitz verknüpfen wir Fach- und Technologie-Know-how, um Projekte kompetent und unkompliziert umzusetzen. Im Zahlungsverkehr nehmen wir in Europa mit unseren Standardprodukten eine marktführende Stellung ein. Rund 800 Mitarbeiter konzentrieren sich dabei ganz auf den Erfolg unserer Kunden.

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Quelle: Presseportal