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Dell XPS 13 (2026): 699 Dollar, 120 Hz — und was Apple beim MacBook Neo weglässt

Zum gleichen Preis wie Apples MacBook Neo: Das neue Dell XPS 13 kommt mit 120-Hz-Display, DCI-P3-Farbraum, Touchscreen und beleuchteter Tastatur — und setzt damit auf Spec-Vorteile statt Preiskampf.

Dell XPS 13 (2026) in der Farbe Storm auf dunklem Hintergrund
Bild: Dell

Dell hat das XPS 13 neu aufgelegt — 699 Dollar Einstiegspreis, exakt auf Höhe von Apples MacBook Neo. Kein Zufall: Das neue Modell bietet an den Stellen mehr, an denen Apple beim Neo knausert. Der direkte Vergleich zeigt, wo Dell tatsächlich aufholt.

120 Hz, DCI-P3, zwei Anschlüsse — für denselben Preis

Das 13,4-Zoll-IPS-Panel löst mit 2.560 × 1.600 Pixeln auf, schafft 120 Hz mit VRR und deckt 100 Prozent DCI-P3 ab — dazu 500 nits Helligkeit, Gorilla Glass 3 und eine Anti-Glare-Beschichtung auf dem Touchscreen. All das serienmäßig. Das MacBook Neo kommt im Vergleich mit 60 Hz und sRGB-Farbraum, ohne Touchscreen und ohne Tastaturbeleuchtung.

An Anschlüssen liefert Dell zwei USB-C-Ports mit je 10 Gbit/s, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Einen 3,5-mm-Klinkenausgang gibt es nicht — Apple lässt ihn beim Neo ebenfalls weg. Das Gewicht liegt bei einem Kilogramm; laut Dell soll die Akkulaufzeit bis zu 17 Stunden Videowiedergabe erreichen, unabhängige Messungen stehen noch aus.

Studenten und Lehrkräfte zahlen in den USA ab 599 Dollar, alle anderen 699 Dollar. Deutsche Preise hat Dell bislang nicht kommuniziert.

Dell XPS 13 (2026) in den Farben Sky und Storm im Vergleich
Bild: Dell

Wildcat Lake im Basismodell, Panther Lake als Option — faktisch zwei Notebooks unter einem Namen

Das 699-Dollar-Modell läuft mit dem Intel Core 5 320 (Wildcat Lake): zwei USB-C-Ports mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2), 8 GB LPDDR5X und 512 GB PCIe-4.0-SSD. Wer mehr will, greift zum Core Ultra 7 355 (Panther Lake): stärkere GPU, Thunderbolt 4, bis zu 32 GB RAM und 1 TB SSD — lieferbar später im Sommer, ausschließlich in der Farbe Storm.

Das sind de facto zwei unterschiedlich positionierte Notebooks unter demselben Modellnamen. Wer vergleicht, muss genau hinschauen, welche Konfiguration gemeint ist — Thunderbolt 4 statt USB 3.2 Gen 2 bedeutet vor allem beim Docking und an externen Displays einen anderen Spielraum.

Das XPS 13 war lange das unkomplizierteste Argument für Windows im ultraportablen Segment — bevor Apples M-Chips die Messlatte bei Effizienz und Akkulaufzeit neu gesetzt haben. Jetzt versucht Dell es über konkrete Spec-Vorteile: besseres Display, mehr Anschlüsse, beleuchtete Tastatur, gleiches Geld. Das ist keine Innovation — das ist gezielte Reaktion auf bekannte Schwachstellen der Konkurrenz. Mehr als eine Spec-Ansage ist das vorerst nicht, aber die Ansage ist konkret.

◆ Über den Autor

Alexander Baumgärtner

Seit über 20 Jahren in der IT — mit allem, was dazugehört: abgestürzten Servern um zwei Uhr nachts, Migrationen, die laut Plan eine Stunde dauern sollten, und Kunden, die "schnell mal" eine neue Software brauchen. Hauptberuflich führe ich die ProMedia24, eine kleine IT-Firma in Wallenhorst bei Osnabrück. Auf Blogspan.net schreibe ich über IT-Themen, die mich interessieren oder wo ich glaube, dass jemand genauer hinschauen sollte: Server, Cloud, Sicherheit, KI, Hardware, gelegentlich auch Foto-Equipment oder Smarthome — wenn es technisch genug ist, landet es hier.Schreibstil: lieber konkret als geschwurbelt, gerne auch mal kritisch.