Mannheim (ots) –

Samstagmorgen (4. Mai) hat sich ein 26-Jähriger am Mannheimer Hauptbahnhof selbst verletzt. Anschließend sprang er in den Gleisbereich und griff Bundespolizisten an. Die Auswertung der Videoüberwachungsanlage brachte noch mehr Straftaten zum Vorschein.

Gegen 7 Uhr erreichte die Bundespolizei die Information über eine oberkörperfreie Person am Hauptbahnhof, die sich selbst verletzt habe.
Die Beamten trafen den 26-jährigen algerischen Staatsangehörigen am Bahnsteig 1 an.
Der Mann hatte sich zuvor mittels eines scharfkantigen Steines selbst am entblößten Oberkörper verletzt und war blutverschmiert.

Nach Erkennen der Streife sprang der Mann unvermittelt in den Gleisbereich. Erst nach mehrmaliger Aufforderung der Beamten, den Gefahrenbereich zu verlassen, begab sich der 26-Jährige zurück auf den Bahnsteig. Dort setzte er sein aggressives Verhalten fort.
Aus diesem Grund brachten die Bundespolizisten den Tatverdächtigen zu Boden und legten ihm Handfesseln an.
Der Mann wehrte sich vehement gegen die polizeilichen Maßnahmen und versuchte mehrfach nach den Beamten zu treten.
Im weiteren Verlauf trat der 26-Jährige einem Beamten gegen den Unterarm und spuckte diesen an.
Es wurde niemand verletzt.

Eine Auswertung der Videoüberwachungsanlage ergab zudem, dass der Tatverdächtige zuvor am Bahnsteig 7 in den Gleisbereich stieg, um sich einen Schotterstein zu nehmen. Mit diesem fügte er sich im Anschluss die Verletzungen am Oberkörper zu.
Weiterhin warf er den Stein gegen eine Vitrine am Bahnsteig und trat gegen eine dort befindliche Glasscheibe. Im weiteren Verlauf warf er einen mitgeführten Kinderroller ins Gleis.

Aufgrund des psychischen Ausnahmezustands des Tatverdächtigen, wurde dieser in eine Spezialklinik verbracht.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

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Quelle: Presseportal