Herford (ots) –

Diese unerlaubte Gleisüberquerung am Donnerstag (2. Mai) im Bahnhof Herford hätte schlimm für alle Beteiligten ausgehen können.

Unmittelbar bevor der ICE 556 von Berlin nach Koblenz gegen 17.30 Uhr den Bahnhof Herford mit etwa 140 km/h passierte, überquerte eine bislang unbekannte Person die Gleise. Der Triebfahrzeugführer führte eine Notbremsung durch. Der ICE kam erst hinter dem Bahnhof zum Stehen. Er musste in dieser Situation davon ausgehen, dass er einen Menschen überfahren hatte und löste die Rettungskette aus.
Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Polizei Herford und Bundespolizei machten sich auf die Suche nach einer verunfallten Person. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden. Eine von der Bundespolizei zeitgleich durchgeführte Auswertung der Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhof hatte ergeben, dass die männliche Person kurz vor dem Zug aus dem Gleis auf den Bahnsteig geklettert war. Augenscheinlich unverletzt hat er anschließend den Bahnhof verlassen. Wer Angaben zu der Person machen kann, wird gebeten, sich unter 0800 6 888 000 mit der Bundespolizei in Verbindung zu setzen.

Der Vorfall verursachte erhebliche Störungen im Bahnverkehr. So wurden sieben Züge umgeleitet, zwölf Züge fielen teilweise aus und 20 Züge erhielten Verspätungen von insgesamt zwölf Stunden. Glücklicherweise wurden bei der Notbremsung keine Fahrgäste verletzt. Der Triebfahrzeugführer musste vor Ort abgelöst werden.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei eindringlich vor dem unbefugten Betreten von Bahnanlagen. Züge nähern sich oft unbemerkt und mit hohen Geschwindigkeiten. Sie haben einen sehr langen Brems-weg und können nicht ausweichen. Der Sog von vorbeifahrenden Zügen kann so stark sein, dass Menschen oder Gegenstände ohne ausreichenden Abstand an den Zug angezogen werden. Betreten Sie niemals Bahnanlagen oder Gleise, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für die Gefahren.

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Quelle: Presseportal