Essen (ots) –

Gestern Morgen (28. April) waren Bundespolizisten aufgrund eines Angriffs auf einen Zugführer im Essener Hauptbahnhof im Einsatz. Der Verdächtige musste wenig später aus den Diensträumen geführt werden, da er nicht freiwillig ging.

Gegen 08:10 Uhr wurde die Bundespolizei im Hauptbahnhof Essen über eine körperliche Auseinandersetzung am Bahnsteig zu Gleis 11 informiert. Vor Ort trafen die Beamten auf den Triebfahrzeugführer, welcher angab kurz zuvor angegriffen worden zu sein. Der 29-Jährige habe sich auf dem Bahnsteig befunden und den Tatverdächtigen passiert. Dieser habe auf einer Bank augenscheinlich geschlafen. Plötzlich sei der guineische Staatsbürger aufgestanden und habe den Mann unvermittelt in Richtung des Kopfes geschlagen. Dabei hielt der Bahnmitarbeiter ein kurz zuvor erworbenes Heißgetränk in seiner Hand, welches sich durch den Schlag über seinen Oberkörper und den rechten Arm ergossen habe. Daraufhin habe der Recklinghäuser versucht sich der Situation zu entziehen. Doch der 24-Jährige sei ihm gefolgt und soll ihn erneut geschlagen und auch gestoßen haben. Als der Geschädigte mit der Verständigung der Polizei gedroht habe, sei der Mann nur aggressiver geworden.
Der Geschädigte brach seinen Dienst ab und suchte wenig später selbstständig die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.

Da der junge Mann aus Hattingen keine Ausweisdokumente mit sich führte, brachten die Beamten ihn zur Bundespolizeiwache. Ein Fingerabdruckscan bestätigte seine Identität schließlich zweifelsfrei. Ermittlungen ergaben, dass sich der Mann zudem unerlaubt im Bundesgebiet aufhält.

Als der 24-Jährige die Dienststelle verlassen konnte, kam er dieser Aufforderung jedoch nicht nach. Er ließ sich zu Boden fallen und weigerte sich aufzustehen. Die Uniformierten führten den Polizeibekannten schließlich aus der Wache.

Wenig später kontaktierte der Tatverdächtige die Polizeiwache in Hattingen und gab an, dass er einen Rettungswagen benötige, nachdem er durch Einsatzkräfte der Bundespolizei schwer verletzt worden sei.
Die Polizisten trafen auf den Anrufer an der Nordseite des Hauptbahnhofs. Dieser wies augenscheinlich keine Verletzungen auf. Warum er diese Behauptungen äußerte, verriet er den Uniformierten nicht.

Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Missbrauch von Notrufen, falscher Verdächtigung und wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ein.

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Quelle: Presseportal