Hannover (ots) –

Am gestrigen Abend kam es in einer Enno-Regionalbahn von Wolfsburg nach Hannover zu einer sexuellen Belästigung einer derzeit unbekannten Frau. Ein 27-jähriger Deutscher bedrängte die Frau körperlich und drückte sie dabei gegen eine Scheibe.

Beim Halt im Bahnhof Dollbergen verließ die Frau den Zug. Dank couragierten Mitreisenden wurde die Verfolgung des 27-Jährigen gestoppt und sein Aussteigen verhindert. Dieser wiederum belästigte auf der Weiterreise nach Hannover eine weitere Frau in demselben Zug. Wieder schritten Zeugen ein und informierten die Bundespolizei in Hannover. Bei Ankunft des Zuges warteten bereits Beamte auf dem Bahnsteig, stellten den Mann und alle beteiligten Personen fest. Bei den weiteren polizeilichen Maßnahmen leistete der 27-Jährige Widerstand und versuchte sich aus den Griffen der Beamten erfolglos zu befreien, so dass er gefesselt werden und zur Wache verbracht werden musste.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die belästigte Frau, welche den Zug in Dollbergen verlassen hatte, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511/30365-0 zu melden.

Die Bundespolizeiinspektion Hannover rät allen Reisenden:

   1) Falls Sie Opfer einer sexuellen Belästigung in der 
      Öffentlichkeit werden, machen Sie dem Täter deutlich, dass Sie 
      das nicht wollen. Sprechen Sie das Fehlverhalten klar und 
      deutlich an, so dass es auch umstehende Personen wahrnehmen und
      helfen können. Signalisieren Sie, dass es klare Grenzen gibt 
      und zudringliches Verhalten nicht toleriert wird.
   2) Wenden Sie sich im Zug an das Zugpersonal und suchen Sie sich 
      im Bedarfsfall Unterstützung und Hilfe von umstehenden 
      Personen.
   3) Rufen Sie die Bundespolizei unter 0800 - 6 888 000 an oder 
      wählen den polizeilichen Notruf unter 110.
   4) Werden Sie Zeuge einer sexuellen Belästigung, schauen Sie nicht
      weg. Zeigen Sie Zivilcourage, ohne sich dabei selbst in Gefahr 
      zu bringen. Sprechen Sie den Täter klar an und machen ihn auf 
      sein Fehlverhalten aufmerksam. Oft lässt der Täter von seinem 
      Opfer ab. Jede Hilfeleistung ist wichtig! Auch hier rät die 
      Bundespolizei umgehend das Zugpersonal und die Polizei zu 
      informieren.
   5) Wenden Sie sich an die Bundes- oder Landespolizei und zeigen 
      Sie die erfolgte sexuelle Belästigung an. Züge und 
      Hauptbahnhöfe sind oft mit Überwachungskameras ausgestattet. 
      Die Täter können durch eine anschließende Videoauswertung der 
      Aufzeichnungen auch im Nachgang oft noch ermittelt werden und 
      entsprechende strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Hannover
Robert Dvorak
Tel. 0174 610 5431
E-Mail: robert.dvorak@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
X @bpol_nord

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Hannover übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal