Berlin (ots) –

Es dauerte keine 24 Stunden, da meldete sich Franziska Giffey nach dem Angriff auf sie mit einem längeren Facebook-Posting. Aus dem Text klang deutlich das Entsetzen über das Geschehene. Die Bibliothek in Alt-Rudow sei ein besonderer Ort für sie, schrieb Giffey. Schon als Bildungsstadträtin und Bezirksbürgermeisterin habe sie sich dafür eingesetzt, dass die Bibliothek dort neu gebaut werden konnte.Der Ort steht sinnbildlich für das persönliche Engagement Giffeys. Der Anschlag erfolgte in einem Haus, das eigentlich für den Austausch der Menschen gedacht ist, das Kreativität und Freiheit fördern soll. Nun ist es ein Ort mit einer bitteren Geschichte. Ein 74-Jähriger hat mit einem harten Schlag alles verändert.

Die Gesellschaft als Ganzes muss sich dem Hass entgegenstellen. Egal welche politische Position wir einnehmen, wir müssen einander als Menschen respektieren und zuhören. So kann es nicht weitergehen. Unsere Gesellschaft braucht den Streit unterschiedlicher Positionen, Denk- und Handlungsweisen.Die eigentliche Stärke unserer Demokratie war immer, dass im Streit gegensätzlicher Ideen und Vorstellungen etwas Besseres entsteht. Egal ob wir über Atomausstieg, Rentenarmut oder innere Sicherheit reden – die Gesellschaft kann nur zu Lösungen für die vielen Herausforderungen kommen, wenn die besten Ideen darüber in einem Wettstreit stehen. Politik braucht dafür einen fortgesetzten kritischen Dialog. Hass, Anfeindungen und Ausgrenzungen machen uns blind für die Position des jeweils anderen.

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