Berlin (ots) –

Am Dienstagabend, 7. Mai 2024, versammelte Berlins größte Boulevard-Zeitung die Kreativ- und Kulturszene der Hauptstadt zur 30. Verleihung des B.Z.-Kulturpreises. Einen bronzenen Bären für ihre herausragende Leistung erhielten in diesem Jahr Zeitzeugin Margot Friedländer, Regisseur Wim Wenders, Schauspielerin Aylin Tezel, Theater-Regisseurin Yael Ronen, Comedy-Star Felix Lobrecht und Choreografin Constanza Macras. Durch den Abend führte wie bereits in den vergangenen Jahren die Schauspielerin und Sängerin Meret Becker. Rund 900 Gäste aus Politik, Kultur, Medien und Wirtschaft kamen zur feierlichen Kulturpreisverleihung im Theater am Potsdamer Platz.

Jan Schilde, Chefredakteur B.Z.: „Kultur braucht nicht nur Freiheit, sondern auch den Mut, sie zu verteidigen. Früher, heute und vor allem in der Zukunft. Mut verdient Würdigung und Auszeichnung, darum sind wir heute hier. Darum gibt es diesen Preis, diesen Kulturpreis der B.Z.“

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hob in seinem Grußwort für die B.Z. die Bedeutung der Kultur für die Hauptstadt hervor: „Wir spüren in unserer krisenbehafteten Gegenwart die Kraft der Kultur. Darum geben wir in Berlin als Stadt der Freiheit der Kunst und Kultur Platz, Schutz und Raum zur Entfaltung. Deshalb dürfen wir es niemals zulassen, dass Populisten und Extremisten unsere Werteordnung zerstören.“

Das Einzigartige an der B.Z.-Kulturpreis-Verleihung: Die Preisträger wurden zusätzlich zum bronzenen Bären mit einer individuell auf sie zugeschnittenen künstlerischen Darbietung geehrt.

So wurde die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer von der Sopanistin Lilit Davtyan am Flügel mit dem Song „Je veux Vivre“ musikalisch beschenkt. Die 102-jährige Preisträgerin appellierte an die Menschlichkeit: „Ich tue es für Euch und für die, die es nicht geschafft haben. Nicht nur für die sechs Millionen Juden, sondern auch für die, die man nicht als Menschen anerkannt hat. Es ist für Euch, für Eure Zukunft. Ich kann nur raten: Seid Menschen, Menschen würden das nicht tun.“

Für die Choreografin Constanza Macras performte Carmen Burguess lebendig und energetisch „le Mal de Jugar“. Schauspielerin Aylin Tezel feierte mit „Falling into Places“ ihr Regiedebüt: Die in dem Film dargestellte innige Verbindung zweier Seelen würdigte das Solistentraumpaar Iana Salenko und Marian Walter mit einer Darbietung des „Pas de Deux“ aus dem Ballett-Klassiker „Schwanensee“. Der Urberliner Stand-Up-Comedy-Star Felix Lobrecht wurde durch die Rapper NNOC, Haki, Bangs, Almani, Chapo und Danatic gefeiert, sie begeisterten auch das Publikum mit einer kraftvollen Rap-Performance zum Film „Sonne und Beton“. Schauspielstar Lindy Larsson sang zu Ehren von Preisträgerin Yael Ronen zusammen mit der Band „DAZU BZKP“ den Song „Touch me one more time“ sowie „Jekk Romani Gjepa“.

Ein bewegender Mantel der Filmgeschichte wehte über die Bühne des Theaters am Potsdamer Platz, als Filmregisseur Wim Wenders mit seinen bronzenen B.Z.-Bären geehrt wurde. Moderatorin Meret Becker kam mit dem Original-Mantel auf die Bühne, den ihr Stiefvater, der Schauspieler Otto Sander, in dem Film „Himmel über Berlin“ trug. Zu seinen Ehren trat „The Troggs“, eine Lieblingsband von Wim Wenders, mit „Wild Thing“ und „A Girl like you“ auf.

Wim Wenders betonte in seiner Danksagung, dass Kultur erst gemeinsam entsteht: „Kultur wird’s, wenn Sie da sind, wenn Sie etwas mit Offenheit und Aufmerksamkeit sehen. Wie die Darbietungen heute: wie das Ballett, wie die Musik, wie alles, was wir heute Abend gesehen haben, da passiert Kultur. Zwischen Leuten, die kreativ was herstellen und Leuten, die es sehen, die es wahrnehmen.“

Über den B.Z.-Kulturpreis

Berlins größte Boulevard-Zeitung vergibt den von Ernst Leonhardt gestalteten B.Z.-Kulturpreis mit dem bronzenen Bären seit 1992. Weitere Preisträger der vergangenen Jahre waren: Georg Baselitz, Christo und Jeanne-Claude, Jürgen Flimm, Lord Norman Foster, Nina Hagen, Henry Hübchen, Anselm Kiefer, Karl Lagerfeld, Daniel Libeskind, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Anne-Sophie Mutter, Anna Maria Mühe, Marius Müller-Westernhagen, Nena, Walter Plathe, Max Raabe, Marcel Reich-Ranicki, Matthias Schweighöfer, Wolfgang Tillmans, David Garrett, August Diehl und Nora Tschirner.

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