May 25, 2013

Abhängigkeit der Wirtschaft vom Internet wächst

  • Studie von IW und BITKOM: 50 Prozent aller Firmen stark vom Web abhängig
  • Internetaffine Unternehmen sind innovativer als Internetnachzügler
  • Intelligente Netze und Datenschutz stehen im Mittelpunkt des Nationalen IT-Gipfels

Die Geschäfte der Hälfte aller Unternehmen in Deutschland sind inzwischen stark vom Internet abhängig. Demgegenüber sind 18 Prozent noch komplett offline, für ein knappes Drittel (32 Prozent) spielt das Internet eine geringere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Hightech-Verbands BITKOM, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage, bei der die Geschäftsmodelle von rund 2.500 Firmen untersucht wurden. Danach investieren internetabhängige Unternehmen überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung, machen einen größeren Umsatzanteil mit Marktneuheiten und beschäftigen mehr Akademiker als andere Firmen. „Für die deutsche Wirtschaft ist das Web die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts: Es treibt die Konjunktur an und öffnet die Tür zu völlig neuen Geschäftsfeldern“, sagte Prof. Michael Hüther, Direktor des IW Köln.

„Die Untersuchung zeigt, wie stark das Internet inzwischen fast alle Wirtschaftsbereiche bestimmt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Damit das Web seine Potenziale für Wachstum und Beschäftigung voll entfalten könne, brauche es geeignete Rahmenbedingungen. Neben dem weiteren Breitbandausbau oder der Linderung des Fachkräftemangels zählen dazu rechtliche Voraussetzungen, z.B. beim Datenschutz oder im Urheberrecht. Aus Sicht des BITKOM sollten weitere Schritte unternommen werden. „Neben der Digitalisierung der Wirtschaft muss jetzt der Fokus auf die Modernisierung der Infrastruktur gelegt werden“, sagte Kempf im Vorfeld des Nationalen IT-Gipfels. Für den Aufbau Intelligenter Netze in den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Behörden müssten laut BITKOM in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 130 Milliarden Euro aktiviert werden.
Bei ihrer Untersuchung haben die IW-Forscher die Internetabhängigkeit der Geschäftsmodelle von Unternehmen anhand von neun Kriterien untersucht. Die Firmen haben dabei angegeben, wie stark das Internet u.a. die Beschaffung, ihre Einnahmen oder die Kundenansprache beeinflusst und wie stark das eigentliche Hauptprodukt davon abhängt. Mit diesem Ansatz kann erstmals die Bedeutung des Internets als Querschnittstechnologie über alle Branchen und Anwendungen hinweg erfasst werden. Danach sind die Geschäftsmodelle von 18 Prozent der deutschen Unternehmen stark oder sogar vollständig vom Internet abhängig („Digitale Vorreiter“). Für weitere 32 Prozent wird eine mittlere Abhängigkeit („Digitale Mitte“) festgestellt. Die andere Hälfte teilt sich auf in 32 Prozent („Digitale Nachzügler“), die schwach oder sehr schwach vom Internet abhängig sind und 18 Prozent, die das Internet gar nicht nutzen („Offliner“).

Im Vergleich der Digitalen Vorreiter mit den Digitalen Nachzüglern zeigen sich in Bezug auf ihre Innovationsfähigkeit deutliche Unterschiede. So entwickeln unter den Vorreitern 60 Prozent eigenständig Produkte, bei den Nachzüglern dagegen nur die Hälfte. Die Internetvorreiter erzielen 32 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten, bei den Nachzüglern sind es 18 Prozent. Und der Akademikeranteil liegt bei den Vorreitern bei 39 Prozent, bei den Nachzüglern bei 24 Prozent. Insgesamt repräsentieren die internetabhängigen Unternehmen (Digitale Vorreiter und Digitale Mitte) jeweils 46 Prozent des in Deutschland erwirtschafteten Umsatzes und der Beschäftigten.

Für alle befragten Unternehmen hat das Internet inzwischen große Bedeutung für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Jeweils 44 Prozent der Befragten geben an, dass das Internet einen großen Einfluss auf die Kundenpflege sowie auf die Kooperation mit anderen Unternehmen hat. 37 Prozent sagen, dass Internet beeinflusst stark die Kundenansprache und 29 Prozent nennen die Beschaffung. Immerhin 17 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, dass das Internet einen entscheidenden Einfluss auf ihr wichtigstes Produkt bzw. ihre wichtigste Dienstleistung hat.

Im Vorfeld des 6. Nationalen IT-Gipfels in München hat der BITKOM auf die zentrale Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien für Wachstum und Beschäftigung hingewiesen. Bei der Veranstaltung kommen rund 1.000 Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen. Neben Bundeskanzlerin Merkel nehmen Wirtschaftsminister Rösler, Innenminister Friedrich, Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und Gesundheitsminister Bahr teil. „Der IT-Gipfel und die damit verbundenen Projekte sind eine Erfolgsgeschichte“, sagte BITKOM-Präsident Kempf. So wurde im Rahmen des IT-Gipfels die Breitbandstrategie der Bundesregierung entwickelt, die einheitliche Behördenrufnummer 115 eingeführt oder ein IT-Beauftragter der Bundesregierung ernannt.

„Wir erwarten, dass vom Nationalen IT-Gipfel ein Signal für den beschleunigten Aufbau intelligenter Infrastrukturen ausgeht“, sagte Kempf. Eine breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist überzeugt, dass hier erheblicher Modernisierungsbedarf besteht. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des BITKOM sehen 83 Prozent der Bundesbürger einen großen oder sogar sehr großen Modernisierungsbedarf im Bildungssystem sowie je drei Viertel in der Energieversorgung und im Gesundheitswesen. Fast zwei Drittel der Deutschen sehen Erneuerungsbedarf im Verkehr und 60 Prozent in den öffentlichen Verwaltungen. Um der Komplexität dieser Aufgabe gerecht zu werden, regt der BITKOM die Einrichtung eines Nationalen Infrastrukturrats an. „Ein Infrastrukturrat bringt alle wichtigen Akteure aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft an einen Tisch und dient als zentrale Kommunikationsplattform bei der Planung und dem Aufbau intelligenter Netze“, sagte Kempf. Entscheidend sei, dass dabei die Bürger „mitgenommen“ werden.

Ein weiteres zentrales Gipfelthema sind die Aspekte Sicherheit und Vertrauen in der digitalen Welt. „Wir haben im vergangenen Jahr eine Reihe kritischer Ereignisse erlebt“, sagte Kempf. „Dazu zählen Hackerangriffe in großem Stil, von denen wir bei einigen nicht ausschließen, dass sie  staatlich gelenkt waren.“ In Deutschland erschütterte der sog. Staatstrojaner das Vertrauen in Schutz und Sicherheit digitaler Daten und  der Schutz personenbezogener Daten wird breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Soziale Online-Netzwerke stehen dabei zunehmend in der Kritik. „Im Rahmen des IT-Gipfels werden konkrete Projekte und Gesetzesinitiativen zur Verbesserung von Datenschutz und IT-Sicherheit angestoßen und umgesetzt“, sagte Kempf. In diesem Jahr zählen dazu Publikationen zur sicheren Nutzung sozialer Netzwerke, ein Leitfaden zum rechtskonformen Einsatz von Cloud Computing oder weitere Schritte bis zum Start der geplanten „Stiftung Datenschutz“. Kempf: „Die Stiftung Datenschutz ist ein wichtiges Instrument, um durch Prüf- und  Zertifizierungsverfahren die Transparenz im Internet zu verbessern.“

Spendenbereitschaft wächst

Spendenbereitschaft wächst

  • Zwei von drei Bundesbürgern geben Geld für einen guten Zweck
  • Jede fünfte Spende kommt per Internet oder Telefon

Das Internet wird für Wohltätigkeitsorganisationen zu einem wichtigen Instrument, wenn es um Spenden geht. So spenden 10 Prozent der Bundesbürger mittlerweile über das Web. Vor einem Jahr waren es erst 7 Prozent, wie aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervorgeht. „Inzwischen bieten alle größeren Hilfsorganisationen die Möglichkeit, bequem per Internet Geld zu spenden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Auf den Webseiten sind elektronische Spendenformulare hinterlegt, die unterschiedliche Zahlungsweisen ermöglichen. [Read more...]

Download-Boom: Markt wächst auf 390 Millionen Euro

Download-Boom: Markt wächst auf 390 Millionen Euro

  • Anzahl der Dateien steigt um 43 Prozent auf 90 Millionen jährlich
  • BITKOM rechnet mit kräftigem Wachstum auch für 2011

DownloadsBerlin, 6. Dezember 2010 – Für Downloads auf stationäre und mobile PCs geben die Deutschen 2010 die Rekord-Summe von rund 390 Millionen Euro aus. Das sind nach einer Prognose des Hightech-Verbands BITKOM 49 Prozent mehr [Read more...]

Markt für E-Books wächst rasant

Markt für E-Books wächst rasant

  • Digitale Initiative Sparks bringt Buch- und Hightech-Branche zusammen
  • Fast drei Millionen Deutsche zeigen Interesse an E-Books

Fast drei Millionen Deutsche spielen mit dem Gedanken, sich dieses Jahr ein digitales Buch zu kaufen, wie der Webmonitor von BITKOM und Forsa ergab. Unter Schülern und Studenten hat bereits jeder Sechste Interesse. Digitale Bücher erleichtern die wissenschaftliche Arbeit, sind komfortabel und bieten zusätzliche Möglichkeiten wie z.B. die Textdarstellung in Großschrift. Wie in einem Word-Dokument kann nach Stichwörtern gesucht und können Zitatpassagen wiedergefunden werden. „Wir rechnen damit, dass nach Fachliteratur, Sachbüchern und Infotainment auch digital publizierte Belletristik für die Leser zunehmend interessant wird. Dies ist nicht zuletzt auf eine steigende Zahl verschiedener Lesegeräte wie Tablet-PCs zurückzuführen“, sagte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. Nach BITKOM-Berechnungen werden 2010 in Deutschland rund 500.000 Tablet-PCs verkauft.

Vor diesem Hintergrund kooperieren die Frankfurter Buchmesse und BITKOM ab sofort im Rahmen der digitalen Initiative „Frankfurt SPARKS“. Das gaben die Messeveranstalter und der Hightech-Verband auf der Vorschaupressekonferenz zur Buchmesse bekannt. „Für uns hat die Zusammen¬arbeit mit der Frankfurter Buchmesse große Bedeutung. Buch- und Hightech-Branche wachsen immer stärker zusammen. Mit dieser Kooperation schaffen wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. BITKOM bringt dabei sein umfassendes Knowhow aus den Bereichen Technologie und Internet ein“, so Rohleder. Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse ergänzte: „Die Frankfurter Buchmesse will Technologie und Inhalte – und die Menschen dahinter – zueinander bringen. Die Kooperation mit BITKOM ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Der Bedarf an Inhalten ist so groß wie nie – und die Frankfurter Buchmesse steht für Inhalte. Keine andere Messe bietet derartiges Know-how für den Rechteverkauf und die Produktion und Vermarktung von Content.“

Die Initiative Frankfurt SPARKS bringt die Macher und Vordenker aus Verlagswelt, Technologiebranche, Medien und Internetkultur zusammen, um gemeinsam tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Frankfurt SPARKS startet 2010 mit zwei neuen Projekten, den Frankfurt Hot Spots und Frankfurt StoryDrive. Die Hot Spots sind sechs innovative Plattformen, die speziell für Anbieter und Unternehmen in den Bereichen Technologie und Digital Content konzipiert wurden. Sie sind strategisch in verschiedenen Messehallen der Frankfurter Buchmesse platziert. Der Fokus der einzelnen Hot Spots liegt auf Publishing Services, Information Management und Education, Mobile, Devices und Literature & Special Interest. (www.hotspotfrankfurt.com)

Frankfurt StoryDrive sprengt die Grenzen zwischen den Erzählwelten: Mit Akteuren aus den Verlags-, Film-, Musik- und Gamesbranchen, mit Vertre-tern aus Technologie und Social Media, mit Cybercitizens und Kreativen trifft sich im Film & Media Forum der Frankfurter Buchmesse die Zukunft des Geschichtenerzählens. Konferenz, Handelsplatz für Medienrechte und crossmedialer Marktplatz: StoryDrive ist der Treffpunkt für die inter-nationale Medien- und Entertainmentwelt. (www.storydrivefrankfurt.com)

Weitere Informationen: www.buchmesse.de

Interesse an digitalen Büchern wächst rasant

Interesse an digitalen Büchern wächst rasant

  • Berg: „E-Books setzen sich zunächst in der Fachliteratur durch.“

2,9 Millionen Deutsche wollen sich in diesem Jahr ein digitales Buch kaufen. Das sind 700.000 zusätzliche Käufer gegenüber 2009 und entspricht einem Wachstum um 32 Prozent. Dies teilte der Hightech-Verband BITKOM zu Beginn der Leipziger Buchmesse mit. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM. „Digitale Bücher sind einfach praktisch. Man kann ganze Bibliotheken mitnehmen und trägt nur das Gewicht eines Lesegeräts“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Auf Reisen oder an Universitäten sind E-Books erste Wahl.“ [Read more...]

Download-Rekord: Markt wächst auf 250 Millionen Euro

Download-Rekord: Markt wächst auf 250 Millionen Euro

  • Anzahl der Dateien steigt um ein Viertel auf 60 Millionen
  • Durchschnittspreis für einzelnen Download sinkt auf 4,10 Euro

Download MarktBerlin, 30. November 2009 – Für Downloads auf ihre PCs geben die Deutschen 2009 erstmals rund 250 Millionen Euro aus. Das sind 18 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Ob Musik, Spiele, Videos, Hörbücher oder Software – noch nie waren die Angebote so beliebt. Die Anzahl bezahlter Downloads wird bis zum Jahresende [Read more...]

Markt für digitale Spiele wächst zweistellig

Markt für digitale Spiele wächst zweistellig

  • Games-Markt legt um 17 Prozent zu
  • Prognose für 2008 übertroffen

Berlin, 26. April 2009 - Der deutsche Markt für digitale Spiele wuchs 2008 um 16,9 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Die ursprüngliche Prognose wurde um 4 Prozentpunkte übertroffen. Damit wuchs der Games-Markt im dritten Jahr in Folge zweistellig. [Read more...]

Outsourcing wächst in der Krise

Outsourcing wächst in der Krise

  • Umsatz steigt 2009 voraussichtlich um 7,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro
  •  IT-Dienstleister melden schnellere Entscheidung der Kunden
  • Auslagerung von Leistungen führt zu Produktivitätsschub

Berlin, 22. Januar 2009  – Die Nachfrage nach Outsourcing verzeichnet derzeit ein starkes Wachstum. Der Umsatz mit IT- und Business-Process-Outsourcing wird in diesem Jahr in Deutschland voraussichtlich um 7,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigen. Das gab der Hightech-Verband BITKOM in Berlin bekannt. „In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation denken auch jene Unternehmen über die Auslagerung von Prozessen und Dienstleitungen nach, die Outsourcing bislang skeptisch gegenüberstanden“, sagt Martin Jetter, Präsidiumsmitglied des BITKOM. Von 2007 auf 2008 war der Umsatz in diesem Segment um voraussichtlich 7,4 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gestiegen. [Read more...]

Markt für Embedded-Systeme wächst zweistellig

Markt für Embedded-Systeme wächst zweistellig

  • BITKOM veröffentlicht Studie zur Bedeutung des Sektors
  • 290.000 Mitarbeiter bei Anbietern und Anwendern von Embedded-Systemen setzen rund 19 Milliarden Euro um
  • Strategische Bedeutung für Investitionsgüterindustrie

München, 11. November 2008 – Der Markt mit Embedded-Systemen wächst in Deutschland sehr dynamisch. Die Anbieter aus der IT-Branche erwarten für 2008 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. [Read more...]

Online-Werbemarkt wächst um 44 Prozent

Online-Werbemarkt wächst um 44 Prozent

  • Von Januar bis September Banner, Pop-Ups und Streaming Ads im Wert von 1,4 Milliarden Euro geschaltet
  • Marketingbudgets folgen Mediennutzung
  • Dienstleister investieren 88 Prozent mehr in Online-Werbung

Berlin, 27. Oktober 2008 – Der Online-Werbemarkt wächst weiter – trotz konjunktureller Unsicherheit und allgemein sinkender Werbeausgaben. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kletterten die Netto-Umsätze mit grafischer Online-Werbung in Deutschland auf 1,4 Milliarden Euro – [Read more...]

Spielemarkt wächst zweistellig

Spielemarkt wächst zweistellig

  • Games-Markt erreicht neue Rekorde
  • BITKOM erwartet 2,3 Milliarden Euro Umsatz für 2008

Berlin, 14. August 2008 – Der Computerspiele-Markt erreicht im 1. Halbjahr 2008 neue Rekordwerte. Insgesamt 1,05 Milliarden Euro setzte die Branche von Januar bis Juni mit Konsolen sowie Spielprogrammen für Konsolen und PCs um. Das ist ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007. Damals lagen die Umsätze noch bei 873 Millionen Euro. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit – wenige Tage vor Beginn der Spielemesse Games Convention. „Der Games-Markt konnte das Rekordniveau des Vorjahres noch einmal übertreffen, obwohl keine neuen Spielkonsolen vorgestellt wurden. Wir erleben ein strukturelles Wachstum, auch durch neue Käuferschichten“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. In den vergangenen Jahren sorgten stets neue Modelle für zusätzliches Käuferinteresse. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der BITKOM ein Plus von 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2007 lag der Wert noch bei 2,3 Milliarden Euro, 2006 bei 1,8 Milliarden.

„Der Games-Markt hat in Deutschland eine beachtliche Größe erreicht. Er ist heute mindestens so bedeutend wie andere Zweige der Unterhal-tungsbranche, etwa die Film- oder Musikindustrie. Mit einem Unter-schied: Der Games-Markt wächst rasant“, sagte Achim Berg. Allein die Zahl der verkauften Konsolen habe sich innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt.

Zur Methode: Basis für die Angaben und Prognosen sind Erhebungen der Marktforschungsinstitute GfK und Media Control für den BITKOM.

Markt für Spielkonsolen wächst 30 Prozent

Markt für Spielkonsolen wächst 30 Prozent

  •  Voraussichtlich 4,3 Millionen verkaufte Geräte in 2008
  •  Neue Spiele sprechen zusätzliche Zielgruppen an

Berlin, 10. August 2008 – Der Run auf Xbox, Playstation, Wii & Co. hält an: In den ersten sechs Monaten kauften die Deutschen 1,7 Millionen Spielkonsolen. Das sind 400.000 Geräte mehr als im Vorjahr und entspricht einem Plus von gut 30 Prozent. Parallel zu den steigenden Verkaufszahlen legte der Umsatz zu. Im ersten Halbjahr 2008 kletterten die Erlöse in Deutschland auf 356 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2007 lag dieser Wert erst bei 268 Millionen Euro. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit – wenige Tage vor Beginn der Spielemesse Games Convention in Leipzig. „Der Games-Markt hat die Spitzenwerte des Vorjahres noch einmal übertroffen. Die technisch hoch leistungsfähigen und bestens ausgestatteten Konsolen finden viele neue Anhänger“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.

Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der BITKOM neue Rekorde. Der Umsatz klettert dieses Jahr voraussichtlich um 6,3 Prozent auf 889 Millionen Euro (2007: 836 Millionen), der Geräteverkauf um 4,5 Prozent auf 4,3 Millionen Stück (2007: 4,1 Millionen). Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der verkauften Konsolen damit praktisch verdoppelt. 2003 verkauften die Hersteller lediglich 2,2 Millionen Exemplare.

Gründe für diese positive Entwicklung: Den Herstellern ist es gelungen, mit ihren leistungsstarken Multimediageräten neue Zielgruppen jenseits der jugendlichen Computer-Spieler anzusprechen. Geholfen hat dabei sicherlich die vielfältige Einsetzbarkeit der Geräte. Die Nutzer können damit nicht nur spielen. Die Konsolen eignen sich außerdem zum Musikhören, Filme in hoch auflösender Qualität anschauen und sie bieten Zugang zum Internet. Aber auch neue erfolgreiche Spielkonzepte wie Karaoke- und Quizspiele, mit denen besonders Frauen und ältere Menschen angesprochen werden, haben zu diesem Erfolg beigetragen. Ein weiterer Anreiz ist, dass die neu auf den Markt kommenden Spiele die technischen Möglichkeiten der Konsolen besser ausschöpfen und ganz neuartige Spielerlebnisse möglich machen. 

Zur Methodik: Grundlage für die Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens GfK für den BITKOM.

Download-Markt wächst weiter rasant

Download-Markt wächst weiter rasant

  • 12 Millionen Downloads im ersten Quartal 2008
  • Umsatz legt um ein Drittel zu
  • Stark steigendes Interesse bei älteren Menschen

Berlin, 12. Juni 2008 - Ob Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software: Der Markt für Downloads aus dem Internet wächst weiterhin rasant. Im ersten Quartal 2008 haben die Deutschen 12 Millionen Downloads im Wert von 52 Millionen Euro getätigt – ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders stark wächst das Interesse bei den Über-50-Jährigen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin mit. „Wir rechnen damit, dass sich der Boom in gleichem Tempo fortsetzt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Auch mit der Gesamtbilanz für 2007 können die Anbieter äußerst zufrieden sein: Sie steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2006 um 32 Prozent auf 173 Millionen Euro. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM. „Der Markt profitiert auch davon, dass schnelle Internetzugänge zum Standard werden“, erklärt Berg. „Damit gelingt das Herunterladen auch großer Dateien in wenigen Sekunden.“ Heute verfügt jeder zweite Haushalt über Breitband-Internet. Zudem werden Downloads billiger: Der Durchschnittspreis sank in den vergangenen zwei Jahren insgesamt um 13 Prozent auf 4,13 Euro.
 
Die Nachfrage geht dabei vor allem auf Männer zurück. Sie stehen derzeit für zwei Drittel aller legalen Downloads (63 Prozent im ersten Quartal 2008). Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersstruktur. 41 Prozent der Kunden sind weniger als 30 Jahre alt. Dennoch sind Downloads kein reines Jugendphänomen mehr. Mehr als ein Viertel aller Käufer (29 Prozent) ist heute 40 Jahre und älter. Wachstum gibt es insbesondere in der Gruppe der Über-50-Jährigen. Sie konnten ihren Anteil an allen Downloads auf 12 Prozent steigern. Vor einem Jahr waren es erst 8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent in dieser Altersgruppe.