June 19, 2013

TV und Internet laufen oft parallel

  • Jeder zweite surft nebenher
  • Fernsehbildschirm an der Wand und Notebook auf den Knien

Berlin, 21. November 2011 – Beinahe die Hälfte der Fernsehzuschauer (48 Prozent) surft während des Fernsehens im Internet. Das hat eine Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. 23 Prozent der Befragten nutzen die beiden Medien sogar häufig parallel, 25 Prozent geben an, dies hin und wieder tun. „Mittlerweile ist es in vielen Wohnzimmern Standard, Internet und Fernsehen gleichzeitig zu benutzen. Meist geschieht das allerdings nicht mit dem Internetanschluss des Fernsehers, sondern durch verschiedene Geräte“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Ralph Haupter. „Fernsehbildschirm an der Wand und Notebook auf den Knien – so werden heute Medien genutzt.“

Vor allem auf mobilen Geräten wird zeitgleich zum Fernsehen gesurft. Das dazu am häufigsten genutzte Gerät ist mit 58 Prozent ein mobiles Notebook, gefolgt vom Desktop PC mit 46 Prozent. Auch das Mobiltelefon (sieben Prozent) und die kleinen Netbooks (sechs Prozent) kommen parallel zum Fernsehkonsum zum Einsatz. Erst ein Prozent der Befragten nutzt das Internet direkt mit einem onlinefähigen Fernsehgerät, so dass Fernsehbilder und Internetinhalte gleichzeitig auf dem Fernsehbildschirm angezeigt werden.

Auch wenn die Geräte meist noch getrennt sind, so geht es oft um dieselben Inhalte. User geben in Foren Live-Kommentare zu Fußballspielen ab, recherchieren bei Wikipedia oder imdb.com über den Film, den sie gerade schauen oder unterhalten sich mit Freunden via Chat oder Videotelefonie über das laufende Programm.

Die zunehmende Verschmelzung von Fernsehen und Internet spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen von internetfähigen Fernsehgeräten wider. Etwa vier Millionen Smart TVs wurden bisher in Deutschland verkauft. Diese hybriden Geräte können auf das heimatliche Netzwerk, und somit auch auf das Internet zugreifen. So lassen sich im Wohnzimmer lokal im Netzwerk abgelegte Mediendaten genauso abspielen, wie solche aus dem Internet, beispielsweise via Video on Demand.

Zur Methodik: Zu Grunde liegt eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK Retail and Technology.

Alle 6 Jahre ein neuer Fernseher

  • Austauschzyklus bei TV-Geräten hat sich beinahe halbiert
  • Trend zu größeren Bildschirmen, Connected TV, HDTV und 3D
  • Absatzrekord bei Flachbildfernsehern
  • Kunden geben im Schnitt 663 Euro für Flachbildfernseher aus

Fernsehgeräte werden immer häufiger ausgetauscht. In der Ära der Röhrenfernseher schafften die deutschen Haushalte etwa alle zehn  Jahre ein neues TV-Gerät an, jetzt knapp alle sechs Jahre. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der GfK Retail and Technology mit. „Innovationen wie HD-TV, 3D oder Internetanschluss beschleunigen den Austausch“, sagte Ralph Haupter vom BITKOM-Präsidium. Dazu kommen technische Verbesserungen bei der Bildqualität und Ausstattungsmerkmale wie LED-Technik oder Plasma-Displays der neuesten Generation. Sie ermöglichen besonders dünne Gehäuse und einen deutlich geringeren Energiebedarf. „Auch ein niedriger Stromverbrauch ist in Zeiten hoher Energiepreise zu einem wichtigen Argument für die Neuanschaffung geworden“, sagte Haupter. „Früher wurden die Geräte ausgetauscht, wenn sie kaputt waren. Heute schafft man einen Fernseher an, um neue Funktionen nutzen zu können oder einen größeren Bildschirm zu genießen.“Neun Millionen Flachbildfernseher wurden laut EITO 2010 verkauft, so viele wie noch nie. Für 2011 wird mit 9,5 Millionen verkauften Geräten ein erneuter Absatzrekord erwartet. Begünstigt wird dieser Absatzschub durch den derzeitigen Tiefstand bei den Preisen. Waren 2008 durchschnittlich 830 Euro für einen Flachbildfernseher zu zahlen, so sind es 2011 trotz besserer Qualität und zusätzlicher Funktionen nur noch 633 Euro, fast 25 Prozent weniger. Wegen der stetig sinkenden Preise wird der Umsatz mit dem Absatzwachstum nicht Schritt halten können.

Hinweis zu den Datenquellen: Die Austauschzyklen basieren auf Schätzungen der GfK Retail and Technology. Das European Information Technology Observatory (www.eito.com) liefert aktuelle Marktdaten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH. Das EITO arbeitet mit den Marktforschungsinstituten IDC, IDATE und GfK zusammen.

Neues Energielabel für Fernsehgeräte kommt

  • GfK: Geräte verbrauchen im Schnitt 20 Prozent weniger als vor 2 Jahren
  • Unterschiede bis zu 50 Prozent zwischen Modellen gleicher Größe
  • Energie macht fast ein Drittel der Gesamtkosten eines TV-Geräts aus

Berlin, 11. Juli 2011 – Aktuelle TV-Geräte verbrauchen deutlich weniger Strom als ihre Vorgänger. Obwohl moderne Flachbildfernseher viele neue Funktionen haben, sind sie bei gleicher Bildschirmgröße sehr viel sparsamer als ältere Modelle oder herkömmliche Röhrengeräte. Durchschnittlich verbrauchten die 2010 in Deutschland verkauften TV-Geräte rund 20 Prozent weniger Strom als die Modelle aus dem Jahr 2008. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute auf Basis von Daten der GfK Retail and Technology mit. „Der Leistungsumfang und die Energieeffizienz neuer TV-Geräte sind enorm gestiegen“, sagt Ralph Haupter vom BITKOM-Präsidium. Vor allem moderne Technologien wie LED und moderne Plasma-Displays verbessern die Energieeffizienz.

Die Modelle des Jahres 2010 hatten laut GfK im Schnitt eine Leistungsaufnahme von 132 Watt und verbrauchten 192 Kilowattstunden (kw/h) Strom im Jahr. Unterstellt wurden dabei eine aktive Nutzung von vier Stunden und ein Standby-Betrieb von zwanzig Stunden am Tag. 2008 nahmen die verkauften Fernseher durchschnittlich 164 Watt auf und verbrauchten 240 kw/h im Jahr. Dieser Rückgang um ein Fünftel spart pro Gerät jährlich ungefähr 12 Euro an Stromkosten. Allerdings variiert der Energieverbrauch bei gleicher Bildschirmgröße und ähnlicher Ausstattung je nach Hersteller um bis zu 50 Prozent. „Da der Energieverbrauch etwa ein Drittel der gesamten Kosten des Fernsehers ausmacht, kann ein teureres und energieeffizienteres Modell über die gesamte Nutzungsdauer günstiger sein als ein vermeintliches Schnäppchen“, sagt Haupter.

Besonders stark gesunken ist der Energieverbrauch von großen Fernsehern mit Bildschirmdiagonalen von über 40 Zoll, also mehr als einem Meter. 40-Zoll-Geräte hatten 2008 im Schnitt eine Leistungsaufnahme von ungefähr 200 Watt, 2010 waren es 30 Prozent weniger. Weiterhin gilt jedoch die Faustregel: Je größer der Fernseher, desto höher der Stromverbrauch. Große Fernseher liegen im Trend: War 2006 noch fast jedes fünfte verkaufte Gerät mindestens 40 Zoll groß, war es 2010 schon jedes dritte. Der Absatz von Flachbildfernsehern ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen: 2011 werden voraussichtlich mit 9,5 Millionen Geräten drei Mal so viele verkauft wie 2006.

Ob der Wunsch-Fernseher zu den sparsamen Modellen gehört, können Kunden an einem neuen Energielabel erkennen. Spätestens ab dem 30. November 2011 werden die TV-Geräte im Einzelhandel damit ausgeschildert. Auf dem Label sind die wichtigsten Informationen zur Energieeffizienz zu finden, ähnlich wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen. Angaben zum Strombedarf im eingeschalteten Zustand oder der Jahresverbrauch sind auf einen Blick zu erkennen. Zur schnellen Orientierung werden die Geräte in Kategorien eingeordnet: Die Bestnote ist ein „A“, die schlechteste Note ein „G“. Das Energielabel berücksichtigt auch den technischen Fortschritt und soll in den folgenden Jahren stetig angepasst werden. Haupter: „Der BITKOM begrüßt die Einführung des neuen Energielabels, denn es schafft Transparenz und hilft dem Kunden bei der Kaufentscheidung“.

Ein kostenloser Leitfaden zur Energiekennzeichnung bei Fernsehgeräten steht unter http://www.bitkom.org/de/themen/54806_68284.aspx zum Download bereit.

Deutschland Spitzenreiter in der Unterhaltungselektronik

  • Rekord-Absatz von Flachbildfernsehern erwartet
  • Verschmelzung von TV und Internet ist der Top-Trend 2011
  • Consumer Electronics Show startet in Las Vegas

Berlin, 6. Januar 2011 – Deutschland bleibt 2011 mit weitem Abstand der größte europäische Markt für digitale Unterhaltungselektronik. 12,5 Milliarden Euro werden hierzulande voraussichtlich mit Flachbildfernsehern, Digitalkameras, Spielkonsolen und Co. umgesetzt werden. Das entspricht fast dem Niveau des Super-Sportjahres 2010 von geschätzten 12,7 Milliarden Euro. Dabei entwickelt sich der deutsche Markt trotz des minimalen Rückgangs um 1,7 Prozent deutlich besser als in den meisten anderen europäischen Ländern. „Niemand gibt in der EU so viel Geld für Unterhaltungselektronik aus wie die Deutschen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Der EU-Markt insgesamt wird um rund 7 Prozent auf etwas mehr als 56 Milliarden Euro schrumpfen. Insbesondere in Frankreich, Spanien und Italien werden die Umsätze spürbar sinken. Das teilte der BITKOM anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) mit. Die weltweit größte Fachmesse zum Thema Unterhaltungselektronik startet heute in Las Vegas.

Basis der Zahlen sind aktuelle Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO. „In diesem Jahr stehen bei der Consumer Electronics die Verschmelzung von Internet und Fernsehen sowie die Heimvernetzung im Mittelpunkt. Vor allem in Deutschland wird die Abschaltung des analogen Satellitenempfangs im April 2012 zu einem Boom bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen führen“, sagte Scheer. „Viele Haushalte sind für einen digitalen TV-Empfang noch nicht ausgestattet und werden nun nachrüsten.“ Nach Schätzungen nutzt derzeit jeder fünfte Satelliten-Haushalt in Deutschland einen analogen Empfang.

Flachbildfernseher dominieren auch 2011 den EU-Markt für Consumer Electronics. Sie stehen für über die Hälfte der Umsätze. Allerdings gehen die Erlöse in diesem Segment um 4 Prozent auf 31 Milliarden Euro zurück. Die EU-Bürger werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 61 Millionen Flat-TVs kaufen, etwa eine halbe Million weniger als 2010. In Deutschland wird hingegen ein Rekord-Absatz von 9,8 Millionen Geräten erwartet. „Die TV-Innovationen des vergangenen Jahres wie Internet-TV, 3D und der HDTV-Einführung sorgen dafür, dass der Absatz von Flachbildfernsehern auch 2011 weiter steigt“, so Scheer. Dies sei umso bemerkenswerter, da 2010 mit den Olympischen Winterspielen und der Fußball-WM der Männer ein absolutes Sportjahr war – mit der entsprechend hohen Nachfrage nach Fernsehern. Scheer: „Die Preise für Flachbildfernseher werden 2011 nur geringfügig sinken.“

Das stärkste Umsatzwachstum in der EU wird es mit rund 41 Prozent bei den Blu-ray-Playern geben. Mit den Nachfolgern der DVD werden EU-weit rund 1,2 Milliarden Euro umgesetzt. In Deutschland wird der Umsatz mit diesen Geräten um rund 66 Prozent auf 347 Millionen Euro steigen.

Hinweis zur Datenquelle: Das European Information Technology Observatory (www.eito.com) liefert aktuelle Marktdaten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH. Das EITO arbeitet mit den Marktforschungsinstituten PAC, IDATE, IDC und GfK zusammen.

Titelfoto: O. Fischer / pixelio.de

TV-Jahrescharts: Fußball, Lena, Wanderhure top

König Fußball hat die TV-Jahrescharts von media control fest im Griff. Insgesamt 84 Prozent der 50 meistgesehenen Fernsehsendungen 2010 hierzulande waren Fußball-Übertragungen bzw. –Moderationen. Mit einem neuen Quotenrekord von 31,10 Millionen Zuschauern ab drei Jahren setzt sich das WM-Halbfinal-Spiel zwischen Deutschland und Spanien klar an die Spitze der Hitliste. Die ARD-Übertragung erreichte am 07. Juli unglaubliche 83 Prozent Marktanteil.

Auch die Plätze zwei und drei gehen an WM-Spiele mit deutscher Beteiligung: 29,30 Millionen Ballsportfans (Marktanteil: 79,6 Prozent im Ersten) sahen am 23. Juni das Spiel zwischen Ghana und Joachim Löws Elf. 28,03 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 74,4 Prozent im ZDF) verfolgten zehn Tage vorher die Auftaktpartie gegen Australien.

Die quotenstärkste Show taucht auf Position 17 auf: 14,73 Millionen Zuseher ließen sich Lena Meyer-Landruts Glanz-Auftritt beim “Eurovision Song Contest” am 29. Mai nicht entgehen. Der Marktanteil für Das Erste schoss auf 49,0 Prozent empor.

RTL lockte mit dem Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Shannon Briggs am 16. Oktober rund 13,45 Millionen Interessierte (Marktanteil: 57,5 Prozent) vor die Bildschirme. Es war die meistgesehene Sport-Übertragung außerhalb des Fußballs.

“Die Wanderhure” nahm am 05. Oktober insgesamt 9,87 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 31,3 Prozent) mit auf ihre Reise. Sat.1 kann sich über das erfolgreichste TV-Movie des Jahres freuen.

Bei den Spielfilmen hatte ProSieben die Nase vorn: 7,29 Millionen Fantasy-Enthusiasten sahen am 31. Januar “Harry Potter und der Orden des Phönix” (Marktanteil: 21,0 Prozent). Bei den Serien siegte “Tatort: Spargelzeit”, der am 10. Oktober für 10,60 Millionen Zuseher (Marktanteil: 29,4 Prozent) ein Grund war, Das Erste einzuschalten.

Berliner Kinder schauen am wenigsten TV

71 Minuten: So lange sitzen Kinder zwischen drei und 13 Jahren in Berlin täglich vor dem Fernseher. Wie eine media control Sonderstudie zeigt, ist das im Bundesländervergleich die niedrigste Sehdauer innerhalb der Altersgruppe. Neben den Hauptstadt-Kids schalten auch die kleinen Fernsehzuschauer in Rheinland-Pfalz (77 Minuten), Hamburg und Bayern (jeweils 80 Minuten) insgesamt seltener ein.

Hohe Werte gibt es dagegen in Thüringen: Hier investieren die Kleinen [Read more...]

Gute Jubiläumsquoten für Hart aber fair

Moderator Frank Plasberg hatte am Mittwochabend Grund zum Feiern: Sein Polittalk “Hart aber fair” ging zum 100. Mal im Ersten auf Sendung. Durchschnittlich 2,85 Millionen Zuschauer ab drei Jahren ließen sich die Jubiläumsausgabe nicht entgehen und holten einen soliden Marktanteil von 12,4 Prozent.

Wie eine media control Sonderauswertung zeigt, erreicht die Talkshow seit Oktober 2007 durchgängig gute Quoten. Im Anfangsjahr 2007 schalteten im Schnitt 3,29 Millionen Gesamtzuschauer ein (Marktanteil 12,6 Prozent). Nur die 2010er Folgen waren mit 3,68 Millionen Interessierten und 14,7 Prozent Marktanteil besser.

Mit 7,52 Millionen Fernsehzuschauern und überragenden 28,4 Prozent Marktanteil lief die mit Abstand erfolgreichste Ausgabe am 31.03.2010 zum Thema “Sekten, Gurus und Gehirnwäsche”.

Markt für digitale Unterhaltungselektronik wächst deutlich

  • Neue Prognose: Anstieg um 2,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro
  • Markttreiber Flachbildfernseher, Set-Top-Boxen und Blu-ray-Player

Der deutsche Markt für digitale Unterhaltungselektronik entwickelt sich besser als erwartet. Die Umsätze werden bis Jahresende voraussichtlich um 2,5 Prozent wachsen und ein Volumen von 12,7 Milliarden Euro erreichen. Das gab der Hightech-Verband BITKOM in Berlin bekannt. Basis ist eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). „Der Boom bei hochauflösenden Flachbildfernsehern und neue Technologien wie 3D oder Blu-ray treiben den Geräteverkauf an“, erklärte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg die guten Zahlen. Die Nachfrage nach analogen Geräten, also etwa Radios und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen abermals um 5 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro. [Read more...]

Fast 26 Millionen sahen DFB-Sensationsspiel

Überragender 4:0-Sieg der deutschen Elf, überragende Quoten für das ZDF: Rund 25,95 Millionen Fußball-Fans ab drei Jahren strömten am Samstagnachmittag zum WM-Viertelfinalspiel zwischen Argentinien und Deutschland vor den Fernsehern zusammen. Die Live-Übertragung ab 16 Uhr holte einen Marktanteil von 89,2 Prozent – der beste Marktanteil für ein Spiel im laufenden Turnier.

Wie die media control Auswertung weiter ergab, war die Begegnung am Samstag besonders bei den jungen Jogi-Anhängern zwischen 14 und 49 Jahren das Maß der Dinge. Insgesamt 10,78 Millionen Jüngere schalteten ein, der Marktanteil stieg auf 90,4 Prozent an.

Am Abend stand mit Spanien auch Deutschlands Gegner für das Halbfinale fest. Die Iberer gewannen 1:0 gegen Paraguay und qualifizierten sich als letzte Mannschaft für die Runde der besten Vier. Rund 11,84 Millionen Gesamtzuschauer (Marktanteil: 46,0 Prozent) begeisterten sich für die Partie, die RTL live ab 20.30 Uhr übertrug.

Bei den Werberelevanten lief es noch besser: 5,32 Millionen 14- bis 49-Jährige zappten rein, der Marktanteil lag bei 54,0 Prozent.

Unkaputtbar: Starke 24,9 Prozent MA für “Schlag den Raab”

Schlag den Raab: Unfallchirurg Hans Martin besiegt Stefan Raab und gewinnt zwei Millionen Euro

Köln/Unterföhring, 11. April 2010. Unfallchirurg Hans Martin besiegt Stefan Raab in einer denkwürdigen Ausgabe von “Schlag den Raab”. Der 29-Jährige aus Stolpe auf Usedom gewinnt zwei Millionen Euro. Hervorragende 24,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen und bis zu 5,71 Millionen beim Gesamtpublikum sehen die knappe Niederlage Raabs – und einen folgenschweren Rad-Unfall des Entertainers.

Es ist ein Duell zweier Kampfnaturen: Stefan Raab lobt seinen Kontrahenten nach der Show: “Hans Martin war nicht nur ein starker, sondern auch sympathischer Kandidat. Er hat bis zum Ende gekämpft und verdient gewonnen.” Auch Raab gibt bis zum Schluss alles und verblüfft seinen Herausforderer. “Es war ein hartes Stück Arbeit. Stefan Raab ist nicht klein zu kriegen”, staunt der glückliche, frisch gebackene Doppelmillionär nach rund viereinhalb Stunden Zweikampf. Um 0.40 Uhr und nach 14 Spielen schlägt Hans Martin einen gehandicapten Raab. Denn zwei Stunden und sieben Spiele früher am Abend verletzt sich der Entertainer: Beim Mountainbikefahren stürzen Stefan Raab und Hans Martin fast zeitgleich vom Rad. Während der Herausforderer schnell wieder auf die Beine kommt, muss Raab ärztlich behandelt werden. Mit bösen Schrammen im Gesicht steigt er wieder aufs Rad und stürzt erneut. Die Diagnose: Gehirnerschütterung. Stefan Raab kämpft trotzdem weiter. Nur beim zehnten Spiel, Hochsprung, muss er passen: Der Arzt rät ab, Raab beugt sich widerwillig. Die “Schlag den Raab”-Regeln besagen: Hans Martin bekommt die Punkte für das nicht absolvierte Spiel. Der Neu-Millionär ist sich sicher, dass er auch einen unverletzten Raab geschlagen hätte: “Ich hatte den ganzen Abend über ein gutes Gefühl. Meine Stärke war am Ende vor allem ein solides Allgemeinwissen.” Was er mit dem Gewinn anstellt, weiß er noch nicht: “Ich lass das auf mich zukommen. Vielleicht gibt’s ein neues Auto.”


Foto: © ProSieben/Willi Weber

Das Spieleprotokoll:

Spiel 1: LEITERRENNEN Wer legt 50 Meter auf einer herkömmlichen Haushaltsklappleiter schneller zurück? Der erste Punkt für Hans Martin, 1:0.

Spiel 2: FEHLERBILDER Zwei Punkte bekommt, wer den Fehler im rechten zweier sonst identischer Bilder schneller findet. Knapper Sieg für Stefan Raab, 2:1.

Spiel 3: MOTORSÄGEN Zehn Holzscheiben müssen von einem Stamm möglichst schnell abgesägt werden. Stefan Raab schafft es in 1:03 Minuten und geht mit 5:1 in Führung.

Spiel 4: WÜRFELN Es wird abwechselnd gewürfelt, bis einer der Duellanten 50 Punkte erreicht. Der Würfelnde bestimmt selbst, wie lange eine Runde dauert. So lange er würfelt, werden die Augenzahlen addiert. Bei einer sechs gehen alle Punkte der aktuellen Runde verloren. Ein Nervenspiel mit dem besseren Ende für Hans Martin. Ausgleich, 5:5.

Spiel 5: M-BALL Fußball mit Osterei: Statt herkömmlichem Spielgerät kommt ein eiförmiger Ball zum Einsatz. Hans Martin gewinnt und geht mit 10:5 in Führung.

Spiel 6: BLAMIEREN ODER KASSIEREN Den Allgemeinwissentest mit Quizmaster Elton entscheidet Stefan Raab für sich. Die Führung wechselt: 11:10 für den Entertainer.

Spiel 7: MOUNTAINBIKE Schrecksekunde auf dem Cross-Parcours: Stefan Raab stürzt vom Mountainbike und fällt aufs Gesicht. Trotz blutiger Schrammen steigt er wieder aufs Rad, stürzt noch einmal – und fährt erneut weiter! Raab wird ärztlich behandelt. Hans Martin bekommt die Punkte: 17:11 für den Herausforderer.

Spiel 8: GABELSTAPLER Wer stapelt fünf Kisten mit Hilfe eines Gabelstaplers schneller aufeinander? Stefan Raab ist wieder fit und holt sich die Führung zurück: 19:17.

Spiel 9: WO IST DAS? Die Spieler erraten anhand einer Fotostrecke welche Stadt gesucht wird. Stefan Raab holt die Punkte. Es steht 28:17.

Spiel 10: HOCHSPRUNG Kampfloser Sieg für Hans Martin: Der Arzt empfiehlt Stefan Raab, nicht zu springen. Er hält sich dran. Damit gehen die Punkte an den Herausforderer. Nur noch 28:27 für Raab.

Spiel 11: DER FLIEGENDE HASE 25 Ostereier liegen in einem Nest an einem Heliumballon. Abwechselnd nehmen die Duellanten Eier aus dem Nest. Eine Arretierung hält das Nest so lange, bis einer der beiden Spieler beschließt, es sei leicht genug, vom Ballon getragen zu werden. Hans Martin schätzt besser und geht mit 38:28 in Führung.

Spiel 12: MERKEN Sechs Damen verraten Wohnort, Beruf, Lieblingsmusik, -essen und -urlaubsort. Matthias Opdenhövel fragt die Duellanten ab. Wer sich an mehr erinnert, bekommt die Punkte. Das ist Hans Martin! 50:28. Beim nächsten Spiel hat der Herausforderer Matchball.

Spiel 13: PUTTEN Wer hat den besseren Golf-Put? Stefan Raab wehrt den Matchball ab. Nur noch 50:41 für Hans Martin.

Spiel 14: WANN WAR WAS? Ereignisse eines Jahres werden nacheinander genannt. Wer errät zuerst das gesuchte Jahr? Hans Martin nutzt den zweiten Matchball und gewinnt zwei Millionen Euro.

Basis: Alle Fernsehhaushalte, Fernsehpanel D+EU, Stand: 11.04.2010 (vorläufig gewichtet 10.04.2010) Quelle: AGF/GfK Fernsehforschung / pc#tv aktuell/TV Scope / SevenOne Media Audience Research Alle Marktanteile, sofern nicht anders angegeben, für Zuschauer 14 bis 49 Jahre

Olympia-TV-Charts: Biathlon am beliebtesten

Deutschland ist Biathlon-Land: Wie eine Sonderstudie von media control ergab, waren sechs der zehn meistgesehenen Olympia-Übertragungen 2010 Biathlon-Veranstaltungen. Die meisten Fernsehzuschauer versammelten sich vergangenen Dienstag vor den Bildschirmen. So sahen insgesamt 10,03 Millionen Sportfans ab drei Jahren das 4 x 6 Kilometer-Staffelrennen der Frauen, das mit einer Goldmedaille für die deutschen Starterinnen endete. Der Marktanteil für das Erste lag bei 29,3 Prozent.

Zweitbeliebteste Olympia-Sendung war die Übertragung des 12,5 Kilometer-Massenstartrennens der Damen, bei dem Magdalena Neuner die Nase vorne behielt. Rund 9,75 Millionen Zuseher waren am Sonntag, 21.02.2010 im Ersten dabei. Der Marktanteil kletterte auf beachtliche 31,4 Prozent.

Das Slalomrennen der Damen schafft es als erste Nicht-Biathlon-Sendung auf Platz vier des Rankings. 8,50 Millionen Fans (Marktanteil: 34,1 Prozent) schalteten vergangenen Freitag im Ersten ein und verfolgten Maria Rieschs Sieg.

Bereits die Übertragung des Viererbob-Rennens zuvor, bei dem André Lange, Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Martin Putze für ihre Leistungen mit Silber belohnt wurden, war ein voller Erfolg: 8,43 Millionen Fernsehzuschauer fieberten mit. Der Marktanteil erreichte 28,9 Prozent.


Sehdauer steigt um rund 13 Minuten

Insgesamt fanden sich während der 16 Wettkampftage mehr Menschen vor dem Fernseher ein als im olympialosen Vorjahreszeitraum. So stieg die tägliche Sehdauer im Zeitraum zwischen dem 12. und 28. Februar von 238 Minuten (2009) auf 251 Minuten (2010) an.

Den höchsten Anstieg von allen Altersgruppen gab es in der Zielgruppe der Über-50-Jährigen. Hier kletterten die Werte um 15 Minuten auf rund 333 Minuten.

TV: Rund 6,45 Millionen Zuschauer legen “Nachtschicht” ein

Respektabler Erfolg des ZDF gegen die RTL-Zuschauervorherrschaft am Montagabend: Der Film “Nachtschicht: Wir sind die Polizei” hielt zur Primetime durchschnittlich 6,45 Millionen Zuschauer ab drei Jahren bei Laune. Die neueste Folge der Krimireihe lockte mit einem Staraufgebot (Barbara Auer, Armin Rohde, Cosma Shiva Hagen) und erreichte einen Marktanteil von 18,7 Prozent.

Bessere Quoten erzielte nur Quizmaster Günther Jauch auf RTL. “Wer wird Millionär?” erreichte ab 20.15 Uhr insgesamt 7,02 Millionen Zuseher (Marktanteil: 20,4 Prozent). Die Rate-Show war die meistgesehene Sendung des Tages.

“Rach, der Restauranttester” kam im Anschluss auf 6,25 Millionen Gesamtzuschauer und einen Marktanteil von 19,0 Prozent. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war der Koch-Profi das Maß aller Dinge: 2,88 Millionen Werberelevante generierten einen Marktanteil von 20,5 Prozent.

Sat.1 setzte auf leichte Primetime-Comedy und schickte den US-Film “Zum Ausziehen verführt” mit Sarah Jessica Parker und Matthew McConaughey ins Rennen. Insgesamt 2,03 Millionen junge Zuschauer (Marktanteil: 14,6 Prozent) fühlten sich angezogen.

Auf zahlreiche Unterstützung konnten auch die Ermittler von “CSI: NY” auf VOX bauen. Die Krimiserie war um 20.15 Uhr für durchschnittlich 2,08 Millionen Jüngere (Marktanteil: 14,9 Prozent) ein Grund, einzuschalten.

Yvo Antoni gewinnt mit seinem Hund PrimaDonna “Das Supertalent 2009″

Bis zu 9,37 Millionen Zuschauer sahen das große Finale der RTL-Talent-Showreihe

Wer hätte das gedacht? Beim Supertalent 2009 gewinnt ein Hund die Herzen der Zuschauer und den Titel “Supertalent 2009″. Hundedresseur Yvo Antoni (30) aus Köln und der 3-jährige Jack Russel Terrier PrimaDonna erzielten in der knappsten Entscheidung, die es jemals gab, 13,5 Prozent aller Zuschaueranrufe. 13,4 Prozent bekam die Opernsängerin Vanessa Calcagno (24), die “Oh Mio Babbino Caro” aus der Oper “Gianni Schicci” von Giacomo Puccini sang.

9,37 Millionen Zuschauer in der Spitze verfolgten das spannende und emotionale Finale der Erfolgsshowreihe. Im Durchschnitt sahen 7,36 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre zu. In der Zielgruppe der 14-49-Jährigen betrug der Marktanteil hervorragende 31,8 Prozent (4,09 Mio.)!

Aus den 37 000 Bewerbern, die sich diese Staffel beworben haben, traten am gestrigen Samstagabend noch einmal die zwölf besten und beeindruckendsten Acts im dramatischen Finale an und stellten sich der Wahl der Zuschauer, die per Telefon oder per SMS abstimmen konnten, wer “Das Supertalent 2009″ wird und die 100.000 Euro Gewinnsumme bekommt.

In der spannenden Entscheidungsshow gewann letztlich Yvo Antonini mit seinem Hund PrimaDonna mit 0,1 Prozent Vorsprung vor Opernsängerin Vanessa Calcagno, die mit so einem knappen Ergebnis als zweite Siegerin des Supertalents gilt. Während sich PrimaDonna über den Sieg tierisch erschreckte und schnurstracks aus dem Studio rannte, freute sich Yvo Antoni über den Titel “Supertalent 2009″ und die Siegprämie von 100.000 Euro. “Nie im Leben habe ich damit gerechnet, dass ich gewinne. Hundelieb sind die Deutschen auf jeden Fall!”, so der 30-Jährige. Mit seiner Siegprämie will er sein Haus abbezahlen, dass er sich gerade gekauft hat.

Die Entscheidungshow ab 00.41 Uhr sahen 4,88 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre (34,0 % MA) und hervorragende 41 Prozent des jungen Publikums (2,99 Mio.).

Und hier die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer in Prozent: Yvo & PrimaDonna 13,5 % – Vanessa Calcagno 13,4 % – Petruta Küpper 11,5 % – Davy Kaufmann 10,8 % – Richard Istel 9,8 % – Fabienne Bender 9,3 % - Oliver Roemer 8,1 % – Karin Andreev 7,3 % – Hannes Schwarz 5,4 % – Tamina Geuting 5,0 % – Carlotta Truman 4,6 % – Sven & Sebastian 1,3 %

Nach dem Finale geht es jetzt nochmals richtig los! Ab Ende Januar geht “Das Supertalent live auf Tour”. Und bringt die zwölf Finalisten aus dem TV-Studio nun direkt zu den Menschen, die beim Wettbewerb mit ihnen gefiebert und mit ihrer Wahl ausgezeichnet haben. Vom 26. Januar bis 9. Februar 2010 kommen die großen Unterhaltungstalente mit ihren beeindruckenden, atemberaubenden und genialen Darbietungen nach Ludwigsburg, Kempten, Mannheim, Erfurt, Berlin, Köln, Hamburg, Oberhausen, Hannover, Halle/Westf., Zwickau und Dresden.

TV-Köche: Tim Mälzer holt den goldenen Medien-Löffel

TV-Köche: Tim Mälzer holt den goldenen Medien-Löffel

Berlin, 24.06.2009

born_to_cook_feuer„Born to cook“ ist der schnell sprechende Fernsehkoch Tim Mälzer und zieht mit seiner lockeren Art die meiste Medienaufmerksamkeit auf sich. Seit Januar wurde 462 Mal über ihn berichtet. Damit stellt er seine Gourmet-Konkurrenz in den Schatten. Sogar den britischen Starkoch Jamie Oliver (421 Nennungen) und das öffentlich-rechtliche Urgestein Johann Lafer (419 Nennungen) verwies er auf die Plätze. Das ergibt das aktuelle „Promi-Barometer“ der Landau Media AG. Dazu wurde die Berichterstattung von 145 meinungsführenden deutschen Zeitungen und Zeitschriften analysiert.

Zumindest in den Printmedien schafft es Tim Mälzer an die Spitze. Im TV kann der Norddeutsche bisher noch nicht an seine Erfolge wie „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ anknüpfen. Sein kürzliches Pfingst-Special „Deutschland isst… mit Tim Mälzer“ lockte nur 1,79 Millionen Zuschauer vor den Fernseher.

Den zweiten Platz sicherte sich Jamie Oliver. „The Naked Chef“, der sich mit Vorliebe für gesunde Ernährung einsetzt und bereits in Großbritannien einige Küchen auf den Kopf gestellt hat, plant jetzt auch den Sprung nach Amerika. Ab Herbst soll in den USA eine neue Kochshow mit ihm ausgestrahlt werden, in der er jeweils einer ganzen Stadt beibringt, wie man ausgewogen kocht.

Johann Lafer setzt sich ebenfalls für ausgewogene Ernährung in der Öffentlichkeit ein. So gab er beispielsweise Kindern und Jugendlichen Ernährungs- und Geschmackserziehung. Im Promi-Barometer hat der Österreicher mit dem prägnanten Schnauzbart den zweiten Platz nur um zwei Beiträge verfehlt.

Aber auch eine Frau hat es in die Top 10 geschafft: Sarah Wiener. 407 Artikel (vierter Platz) beschäftigten sich mit der Fernsehköchin, die es selbst ohne Kochausbildung zu Rang und Namen geschafft hat. Sogar Restaurant-Tester Christian Rach, der mit seiner Show fast immer zu den Quotengewinnern gehörte, kann das Ergebnis nicht überbieten. Er erreichte mit 315 Medienberichten den achten Rang.

Besonders überraschend: Ralf Zacherl landet weit abgeschlagen auf dem 16. Platz. Er konnte die Medienwelt in den letzten Monaten nicht für sich gewinnen und wurde lediglich 92 Mal erwähnt. Schlusslicht ist Kim Sohyi, Jurymitglied bei der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“. Als einzige von den 42 Fernsehköchen hat sie nur eine Nennung erreicht.

 
Top 10 der Star-TV-Köche

Rang Name Treffer Gesamt
1 Tim Mälzer 462
2 Jamie Oliver 421
3 Johann Lafer 419
4 Sarah Wiener 407
5 Horst Lichter 404
6 Alfred Biolek 361
7 Alfons Schuhbeck 339
8 Christian Rach 315
9 Heinz Winkler 246
10 Alexander Herrmann 243

 

© Landau Media (Untersuchungszeitraum 01.01.2009 – 08.06.2009) – Foto: VOX/Markus Hertrich

Top-Juroren: Model-Mama Heidi Klum schnappt Dieter Bohlen Medienkrone weg

Top-Juroren: Model-Mama Heidi Klum schnappt Dieter Bohlen Medienkrone weg

Berlin, 06.05.2009 – Deutschlands erfolgreichster Werbe-Export Heidi Klum ist die gefragteste Jurorin in der deutschen Medienwelt. 629 Mal kreiste die Berichterstattung seit Februar dieses Jahres um ihre Person. Die Gründe: Erst kürzlich plauderte Schmusesänger Seal aus, dass seine Frau zum vierten Mal Mutter wird. Auch ihre Castingshow „Germany’s next Topmodel“ sorgte für zahlreiche Diskussionen in der Presse. Pop-Titan Dieter Bohlen verfehlte knapp den ersten Platz. Selbst die Skandale um „Deutschland sucht den Superstar“ konnten Klums Berichterstattung nicht übertreffen. Das ergibt das aktuelle „Promi-Barometer“ der Landau Media AG. Dazu wurde die Berichterstattung von 146 meinungsführenden deutschen Zeitungen und Zeitschriften analysiert.

Nicht immer wird sich Heidi Klum über die hohe Aufmerksamkeit in den Medien gefreut haben. Denn ihre Modelshow erntete auch viel Kritik. Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zeichnete beispielsweise die 35-Jährige in ihrer Zeitschrift Emma mit dem „Pascha des Monats“ aus und strafte das Verhalten der Jurorin gegenüber ihren Kandidatinnen ab. Damit ging der Titel erstmalig nicht an einen Mann.

Platz zwei belegt „Deutschland sucht den Superstar“-Juror Dieter Bohlen. Mit 606 Nennungen landet er nur knapp hinter der Model-Mama. Er machte sich in letzter Zeit mit seinen teilweise ungebührlichen Bemerkungen über DSDS-Kandidatin Annemarie Eilfeld wenig beliebt. Besonders die Bild-Zeitung schlachtete die Streitigkeiten großzügig aus. Mit seiner Show schaffte es der Musikproduzent sogar, die SPD in Nordrhein-Westfalen in die Flucht zu schlagen. Diese wollte ihren Landesparteitag ursprünglich in Köln abhalten, wich wegen der wöchentlichen DSDS-Show aber in die Provinz aus.

Insgesamt zeigt sich im aktuellen Promi-Barometer, dass „Germany’s next Topmodel“ und „Deutschland sucht den Superstar“ nicht nur im Fernsehen die Quotenbringer sind. Die ersten sechs Plätze des Promi-Barometers belegen die Juroren beider Shows. So sicherte sich beispielsweise Volker Neumüller von DSDS den dritten Platz. Der Musikmanager, der schon seit drei Jahren bei der Show hinter den Kulissen mitwirkt, sprang nun vor die Kamera. 126 Mal wurde über ihn berichtet. Modelagent Peyman Amin schaffte es mit 116 Beiträgen auf den vierten Platz, unter anderem mit zweifelhaften Äußerungen wie „Eine dicke Frau kommt mir nicht ins Bett“.

Ab dem siebten Platz sind die Medienberichte allerdings wesentlich rarer gesät. Die Jurys der Shows „Top Cut“ sowie „Kocharena“, darunter Boris Beckers Ex, Sandy Meyer-Wölden, und Fußballmanager Reiner Callmund, ziehen mit weniger als 20 Beiträgen kaum mediale Aufmerksamkeit auf sich.

Promi-Barometer der großen TV-Juroren

Rang

Name

Treffer Gesamt

1

Heidi Klum

629

2

Dieter Bohlen

606

3

Volker Neumüller

126

4

Peyman Amin

116

5

Rolf Scheider

101

6

Nina Eichinger

97

7

Sandy Meyer-Wölden

16

8

Udo Walz

15

9

Carine Bartholomé

11

10

Santino Primavera

10

11

Reiner Calmund

8

12

Wolfgang Lippert

7

13

Heinz Horrmann

6

14

Katja Burghardt

2

(Landau Media, Untersuchungszeitraum 01.02.2009 – 30.04.2009)

Das Unternehmen:

Die Berliner Landau Media AG ist einer der führenden Anbieter im Bereich Medienbeobachtung und Medienresonanz-Analysen in Deutschland. Mit 200 Mitarbeitern erstellt Landau Media Analysen und Pressespiegel aus Printmedien, Internet, TV, Hörfunk und Nachrichtenagenturen. Das Unternehmen ist seit über zehn Jahren erfolgreich am Markt tätig. Weitere Informationen unter www.landaumedia.de.