May 20, 2013

Vor 30 Jahren kam die PC-Welt in Schwung

  • Im August 1981 kam der erste PC mit IBM-Standard auf den Markt
  • Startschuss für den Aufstieg von Microsoft und Intel
  • 2011: Absatz von 406 Millionen PCs weltweit und fast 15 Millionen in Deutschland erwartet

Vor 30 Jahren kam der PC-Markt in Schwung. Am 12. August 1981 brachte IBM den ersten Personal Computer mit der Typenbezeichnung 5150 auf den Markt. Damit wurde erstmals ein Standard gesetzt, der die rasante Verbreitung von PCs in Unternehmen und Privathaushalten initiierte und den Grundstein für den Aufstieg von Microsoft und Intel legte. Eine Besonderheit dieses Rechners war sein modularer Aufbau: Neue Funktionen oder leistungsfähigere Komponenten konnten durch Steckkarten nachgerüstet werden. Zur starken Verbreitung trug auch das offene Konzept bei: Andere Hersteller durften die grundlegende Architektur ohne Lizenzabgaben nachbauen. Durch den modularen Aufbau und das offene Konzept entwickelte sich der IBM-PC schnell zu einem Standard.

Auch 30 Jahre und zahlreiche Geräte-Generationen später verkaufen sich PCs sehr gut. 2010 wurden nach Angaben von IDC weltweit 346,2 Millionen PCs abgesetzt. Das European Information Technology Observatory (EITO) kommt für Deutschland auf 13,7 Millionen verkaufte PCs, so viele wie nie zuvor. Auch für 2011 werden weitere Steigerungen vorausgesagt: Der weltweite PC-Absatz soll 2011 auf 405,9 Millionen PCs ansteigen. Für Deutschland prognostiziert EITO mit 15,4 Millionen verkauften PCs in diesem Jahr ebenfalls eine weitere Zunahme.

Während Commodore, Apple und Hewlett-Packard bereits seit Mitte der 70er Jahre kleinere Rechner im Markt hatten, startete IBM erst 1981, brachte damit aber den ganzen Markt in Schwung. Die Ingenieure griffen auf Standardbauteile zurück und benötigten für den 5150 nur wenige Monate Entwicklungszeit. Das Betriebssystem kaufte man von einem noch jungen Unternehmen zu: Microsoft. Dieses hatte zwar auch keine passende Software vorrätig, Bill Gates und Paul Allan erkannten jedoch die Bedeutung des IBM-Auftrags. Die beiden Microsoft-Gründer kauften Systemsoftware von anderen Entwicklern ein und lizensierten diese als PC-DOS 1.0 an IBM. Den Prozessor für den 5150 lieferte Intel. Diese Kombination wurde später als „Wintel“ bezeichnet. Der Grundstein für den Erfolg von Microsoft und Intel war damit gelegt. Bis heute wird ein Großteil der Personal Computer mit einem Betriebssystem von Microsoft und einem Prozessor von Intel ausgeliefert.

Aus heutiger Sicht erscheinen die Spezifikationen des 5150 spärlich: Der Anwender konnte auf eine Intel-CPU mit 4,7 MHz zurückgreifen. Als Arbeitsspeicher dienten, je nach Ausstattung, 16 oder 64 KB. Die Daten wurden auf 5,25 Zoll großen Disketten gespeichert. Das Betriebssystem lag nur auf einer Diskette vor, erst das Nachfolgemodell verfügte über eine Festplatte. Zwar war die technische Ausstattung durchschnittlich. Da es aber Office-Software wie die Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 für die neue Plattform gab, verbreitete sich der 5150 schnell in der Arbeitswelt. Personal Computer, denen das Attribut „IBM-kompatibel“ fehlte, ließen sich nach dem 5150 für lange Jahre nur noch mit Mühe verkaufen.

Hinweis zur Datenquelle: Das European Information Technology Observatory (www.eito.com) liefert aktuelle Marktdaten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH. Das EITO arbeitet mit den Marktforschungsinstituten IDC, IDATE und GfK zusammen.

Immer mehr Senioren online

Immer mehr Senioren online

  • Jeder dritte Deutsche von 65 bis 74 Jahren nutzt das Internet
  • Prof. Scheer: „Gerade Senioren kann das Netz viel bieten“
  • BITKOM gibt Tipps für ältere Internet-Einsteiger

Berlin, 30. September 2009 – Das Internet wird für immer mehr Senioren zum festen Bestandteil des Lebens. 30 Prozent der Deutschen von 65 bis 74 nutzen es zumindest gelegentlich. In der Altersgruppe von 55 bis 64 sind bereits 60 Prozent online. Damit nutzt unter dem Strich fast jeder zweite Bundesbürger im Alter von 55 bis 74 Jahren das Internet (45 Prozent) [Read more...]

Vor 50 Jahren wurde der Mikrochip erfunden

Vor 50 Jahren wurde der Mikrochip erfunden

  •  Jack Kilby hat die Grundlage der Computerindustrie geschaffen
  •  Weltmarkt für Mikrochips erreicht heute ein Volumen von 227 Milliarden Dollar

Berlin, 9. September 2008 – Vor 50 Jahren hat der amerikanische Ingenieur Jack Kilby den integrierten Schaltkreis erfunden und damit die Grundlage für die Entwicklung des Mikrochips gelegt. „Ohne Mikrochips wären Computer, Handys und viele andere Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik heute nicht mehr denkbar“, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Hightech-Verbands BITKOM. Wie bei vielen Innovationen rankt sich auch um diese Erfindung eine Geschichte. Im Jahr 1958 trat Kilby einen Job in der Entwicklungsabteilung des amerikanischen Technologie-Konzerns Texas Instruments an. Als Neueinsteiger durfte er im Sommer keinen Urlaub nehmen. Während seine Kollegen in den Ferien waren, hatte er das Labor für sich allein und die Muße, sich der Lösung eines technischen Problems zu widmen: der „Tyrannei der großen Zahl“. Damit war gemeint, dass neue Computer immer mehr Komponenten aufnehmen mussten. Die Geräte waren in den 1950er Jahren so groß wie Kleiderschränke, hatten aber kaum die Leistung eines heutigen Taschenrechners. Kilby gelang es, Transistoren, Widerstände und Kondensatoren auf einem winzigen Bauteil zusammenzufügen. Am 12. September 1958 präsentierte er seine Erfindung der Öffentlichkeit.
 
Damit war die Basis für die Entwicklung moderner Mikrochips gelegt. Dazu zählen Mikroprozessoren, die Rechenhirne des Computers, und Speichermodule, die als Arbeitsspeicher eine Art Kurzzeitgedächtnis des PCs darstellen. Die Bauelemente kommen heute auch in Handys, MP3-Playern, elektronisch gesteuerten Maschinen oder Autos mit intelligenter Fahrzeugtechnik zum Einsatz. Kilby legte mit seiner Erfindung den Grundstein für eine boomende Industrie. Der weltweite Markt für Mikrochips wird im Jahr 2008 voraussichtlich ein Volumen von 227 Milliarden US-Dollar erreichen. Das entspricht nach Angaben der World Semiconductor Trade Statistics einem Wachstum von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 48 Prozent entfällt fast die Hälfte des Marktes auf die Region Asien-Pazifik. Es folgt Japan mit 19 Prozent, der amerikanische Raum mit 17 Prozent und Europa mit 16 Prozent. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr Halbleiter-Bauelemente im Wert von 8,8 Milliarden Euro produziert. Das entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einem Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz dieses Wachstums ist die Produktion von Mikroelektronik in Deutschland rückläufig. Zwischen 2004 und 2007 sank die Zahl der in Deutschland hergestellten Halbleiter-Bauelemente um 25 Prozent. Auch der starke Euro macht den Produzenten zu schaffen, da im Handel mit Mikrochips in der Regel in Dollar abgerechnet wird. Viele Hersteller verlagern ihre Produktion nach Asien oder Osteuropa. „Wandert die Produktion ab, besteht die Gefahr, dass wir auch das Know-how für die Entwicklung neuer Produkte der Mikroelektronik verlieren“, sagte BITKOM-Präsident Scheer. Daher dürfe die öffentliche Forschungsförderung im Hardware-Sektor nicht einseitig zugunsten anderer Projekte zurückgefahren werden.

 

Jeder Zehnte über 50 Jahren spielt digital

Jeder Zehnte über 50 Jahren spielt digital

  • Gaming ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen
  • Zwei Drittel akzeptieren Werbung in Online-Spielen

Berlin, 19. August 2008 – Computerspiele sind nicht nur ein Jugendphänomen: 28 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre spielen digitale Spiele. Auch von den über 50-Jährigen hat mehr als jeder Zehnte Spaß am Gaming. Zudem ist Gaming keine reine Männerdomaine mehr: Der Anteil der Frauen liegt derzeit bei 22 Prozent. Das teilten der Hightech-Verband BITKOM sowie das Marktforschungsunternehmen Ipsos heute in Berlin mit – zwei Tage vor Beginn der Leipziger Spielemesse Games Convention. Grundlage für die Angaben ist eine repräsentative Befragung von tausend Deutschen ab 14 Jahren. „Digitale Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.

Weiterhin ist der Anteil bei den Jüngeren allerdings deutlich höher. Von den 14- bis 29-Jährigen spielen 57 Prozent auf PC, Konsole oder Handy, bei den über 50-Jährigen sind es 11 Prozent. „Der Spieltrieb ist in den Menschen tief verwurzelt. Digitale Medien bieten neue Möglichkeiten, ihren Spieltrieb auszuleben“, sagt Berg. Dabei sei wichtig, gerade Kinder und Jugendliche mit PC und Spielkonsole nicht allein zu lassen. „Es genügt nicht, Kinder im technischen Umgang mit neuen Medien zu schulen. Medienkompetenz heißt, die Technik beherrschen und verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Hier braucht es das Engagement von Eltern, Lehrern und Unternehmen.“

Ein aktueller Trend ist das Spielen über das Internet: 36,9 Prozent der wachsenden Gruppe derjenigen, die über die technische Ausrüstung verfügt, nutzt die interaktive Unterhaltung. Online-Spiele sind besonders bei den jüngeren Zielgruppen verbreitet. Aber auch bei den über 50-Jährigen kommen sie gut an: Jeder fünfte ältere Videospieler vertreibt sich seine Zeit auch mit Internet-Games. Fast jeder Zweite (45 Prozent) würde prinzipiell für sein Vergnügen zahlen. Im Vorjahr waren es gerade einmal 16 Prozent – das ist ein Plus von 184 Prozent. Und schon gut jeder Zehnte macht das Portemonnaie bereits heute auf: 11,4 Prozent zahlen für Internet-Spiele.

Steigende Bedeutung für die Finanzierung von digitalen Spielen hat auch das sogenannte In-Game-Advertising. Diese Form der ins Spiel integrierten interaktiven Werbung wird von der überwiegenden Mehrheit der On-line-Gamer akzeptiert (66 Prozent). Damit liegt die Zustimmungsquote deutlich höher als noch vor einem Jahr. 2007 hatte lediglich knapp die Hälfte (48 Prozent) grundsätzlich nichts gegen diese Werbeform einzuwenden.