Mehr Lehrstellen für IT-Azubis
June 4, 2008 by Web Internet · Leave a Comment
Mehr Lehrstellen für IT-Azubis
Berlin, 4. Juni 2008 - Die IT- und Telekommunikationsbranche bildet verstärkt aus. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den IT-Berufen ist im Jahr 2007 um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 14.856 gestiegen, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit. Das stärkste Wachstum verzeichnen die Fachinformatiker mit einem Plus von 15 Prozent auf 8.674 Neuverträge und Systemelektroniker mit einem Zuwachs von 4 Prozent auf 2.463. Die Zahl der neuen Azubis in den kaufmännischen IT-Berufen hat sich mit 3.719 im Vergleich zum Vorjahr dagegen kaum verändert. Grundlage der Angaben sind Daten des DIHK. „Die Hightech-Branche bietet jungen Leuten beste Perspektiven für ihr Berufsleben“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die IT-Berufe sind abwechslungsreich, anspruchsvoll und bieten die Chance auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz.“ Derzeit gibt es nach Erhebungen des BITKOM in der deutschen Wirtschaft mehr als 40.000 offene Stellen für IT-Experten.
Alarmierend ist laut Scheer die sinkende Zahl von Mädchen in den IT-Berufen. Der Frauenanteil unter den Ausbildungsanfängern ist seit dem Jahr 2002 von 14 Prozent auf nur noch 9,1 Prozent im Jahr 2007 gesunken. „IT-Berufe bieten den Mädchen viele interessante Aufgabengebiete“, sagte Scheer. „Daher müssen wir noch mehr unternehmen, um sie für diese Tätigkeiten zu begeistern.“
Der BITKOM gibt Tipps, was man für einen IT-Beruf mitbringen muss und wie man den richtigen Job findet.
- Welche Berufe es gibt: Bei den IT-Berufen wird zwischen den eher technischen und den eher kaufmännisch geprägten Berufsbildern unterschieden. Fachinformatiker und Systemintegratoren entwickeln Software-Lösungen, führen IT-Systeme bei Anwendern ein und administrieren diese. IT-Kaufleute unterstützen den Vertrieb von IT-Systemen oder sind auf der Anwenderseite für die Auswahl geeigneter Hard- und Software zuständig. Übrigens sind 50 Prozent der Ausbildungsinhalte für alle Ausbildungsberufe gleich. Technisches und betriebswirtschaftliches Wissen ist in den IT-Berufen untrennbar miteinander verknüpft.
- Was Bewerber mitbringen müssen: Die meisten Unternehmen suchen keine „PC-Freaks“. Wichtig sind gute mathematische Kenntnisse mindestens auf dem Niveau der mittleren Reife, logisches Denken und eine strukturierte Herangehensweise an komplexe Aufgaben. Wer Spaß an Mathe und Physik hat und sein Wissen in einem Gespräch gut darstellen kann, ist in einer IT-Ausbildung richtig. Ordentliche Englisch-Kenntnisse sind von Vorteil.
- Wo man sich bewerben kann: Erster Anlaufpunkt ist die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (http://www.arbeitsagentur.de/). Viele Unternehmen schreiben ihre Azubi-Stellen aber heute ausschließlich auf der eigenen Website oder in privaten Online-Jobbörsen wie Stepstone, Monster oder JobScout aus. Wichtigster Ansprechpartner in allen Ausbildungsfragen ist die örtliche Industrie- und Handelskammer.
- Wie man sich bewirbt: IT-Unternehmen und viele größere Betriebe aus anderen Wirtschaftsbereichen bevorzugen inzwischen elektronische Bewerbungen. Wer einen IT-Ausbildungsplatz sucht, sollte elektronische Unterlagen bereit halten. Wichtig: Elektronisch ist nicht gleichbedeutend mit formlos. Die ordentliche Formulierung und Gestaltung von Anschreiben und Lebenslauf ist hier ebenso wichtig wie bei Bewerbungen in Papierform.
- Welches Unternehmen: Früher galt: Große Unternehmen haben Ausbildungsabteilungen, kleine Unternehmen bilden direkt am späteren Arbeitsplatz aus. Heute hat sich die Ausbildung fast überall in die operativen Einheiten der Unternehmen verlagert und ist damit noch praxisnäher. Der Unterschied zwischen Großunternehmen und Mittelstand ist damit geringer geworden. Bewerber sollten beim Auswahlgespräch offensiv nachfragen: Wie wird ausgebildet? Kann das Unternehmen alle Ausbildungsinhalte abdecken? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
Übrigens bilden nicht nur IT- und Telekommunikationsfirmen in den IT-Berufen aus. Komplexe IT-Systeme kommen in vielen anderen Wirtschaftszweigen zum Einsatz. Daher lohnt es sich, auch bei Dienstleistungsunternehmen, Industriebetrieben, Banken und Versicherungen oder Handelskonzernen nach Ausbildungsplätzen im IT-Bereich zu suchen.
IT-Branche schafft neue Jobs
April 1, 2008 by Web Internet · Leave a Comment
IT-Branche schafft neue Jobs
Berlin, 1. April 2008 - Die ITK-Branche wird nach Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) im Jahr 2008 zum vierten Mal in Folge zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Nach einer neuen BITKOM-Schätzung steigt die Zahl der Beschäftigten im laufenden Jahr in Deutschland um bis zu 4.000 auf rund 820.000. „Der IT-Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer anlässlich der Vorstellung der neuen Zahlen in Berlin. Bei einer Erhebung des BITKOM im ersten Quartal 2008 gaben 57 Prozent der Unternehmen an, dass sie im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wollen. 34 Prozent wollen die Mitarbeiterzahl stabil halten, nur 9 Prozent müssen Stellen streichen. „Getragen wird der Aufwärtstrend von Software-Häusern und IT-Dienstleistern, die in den vergangenen fünf Jahren mehr als 60.000 neue Jobs geschaffen haben“, sagte Scheer. Allein im Vorjahr stellten diese Unternehmen 17.000 zusätzliche Mitarbeiter ein, insbesondere Programmierer, IT-Berater und Projektmanager. Scheer: „Der Arbeitsmarkt für hoch qualifizierte IT-Experten ist inzwischen leer gefegt.“ Laut BITKOM-Studie geben 65 Prozent der IT-Unternehmen an, dass der Mangel an IT-Spezialisten ihre Geschäftstätigkeit bremst. „Der Expertenmangel erreicht damit einen neuen, nicht wirklich positiven Rekordwert. Die Situation spitzt sich immer stärker zu“, sagte Scheer. „Die IT-Branche finanziert mittlerweile fast fünfzig Uni-Lehrstühle und unterstützt mehr als 20.000 Schulen – wir brauchen aber auch mehr öffentliches Engagement.“
Scheer forderte die verantwortlichen Politiker im Bund und insbesondere in den Ländern auf, die Modernisierung des Bildungswesens wieder in den Mittelpunkt ihrer Agenda zu rücken. Scheer: „Die Politik braucht drei Prioritäten. Erstens: Bildung. Zweitens: Bildung. Drittens: Bildung.“ Der Anteil der Studienanfänger in den technischen Disziplinen müsse auf international vergleichbares Niveau angehoben werden. Dazu sollten insbesondere junge Frauen verstärkt für ein einschlägiges Studium gewonnen werden. Parallel müssten die Abbrecherquoten von derzeit mehr als 50 Prozent gesenkt, die Studienzeiten verkürzt und die Betreuungsintensität für Studierende verbessert werden. Scheer: „An den Universitäten müssen mehr Praxisbezug und Realitätssinn Einzug halten. Wir können es uns nicht leisten, weiterhin mit wirklichkeitsfremden Anforderungen massenweise studierwillige und studierfähige junge Menschen herauszuprüfen. Individuelle Förderung statt überzogener Selektion sollte zum Grundprinzip werden.“




