June 19, 2013

Daten und Fakten zu sozialen Netzwerken

  • Zwei Drittel der Internetnutzer sind in einem Netzwerk aktiv
  • Onliner verbringen die meiste Zeit bei Facebook
  • Auch Unternehmen nutzen die sozialen Netzwerke

Soziale Online-Netzwerke wie Facebook, Google+, Xing oder die VZ-Netze sind in den vergangenen Jahren fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen geworden. Die Netzwerke ermöglichen es, auf einfache Weise zu kommunizieren und eigene Inhalte im Web zu verbreiten. Am Freitag geht mit Facebook das weltweit größte soziale Netzwerk an die Börse. Der Hightech-Verband BITKOM nennt vor diesem Hintergrund zentrale Daten zur Nutzung sozialer Medien in Deutschland:
Fast drei Viertel (74 Prozent) aller Internetnutzer in Deutschland sind in einem sozialen Netzwerk angemeldet, zwei Drittel nutzen sie auch aktiv. Starke Unterschiede gibt es nach Alter: 85 Prozent der 14 bis 29-Jährigen nutzen die Netzwerke aktiv, 65 Prozent der 30 bis 49-Jährigen und 46 Prozent in der Generation 50-plus. (Quelle: BITKOM-Umfrage unter 1.023 Internetnutzern)
Das am häufigsten genutzte soziale Netzwerk ist Facebook. 45 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind dort aktiv. Es folgen Stayfriends mit 17 Prozent, Wer-kennt-wen mit 12 Prozent und StudiVZ mit 6 Prozent. (Quelle: BITKOM-Umfrage unter 1.023 Internetnutzern)
Die deutschen Internetnutzer verbringen inzwischen 16 Prozent ihrer Onlinezeit bei Facebook. Das hat eine Erhebung der Marktforschungsfirma comScore für den BITKOM Ende 2011 ergeben. Ein Jahr zuvor waren es erst 4 Prozent. Auf Rang zwei liegt Google mit einem Anteil von 12 Prozent der Onlinezeit. Neben der Suchmaschine wurde dabei auch der Aufenthalt bei weiteren Google-Diensten wie E-Mail, YouTube und Google+ erfasst. Microsoft liegt auf dem dritten Platz und kommt mit seinen Internetangeboten (Bing, MSN, Hotmail u.a.) auf einen Anteil von 5 Prozent an der Onlinezeit.
Knapp die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Dazu zählen neben sozialen Netzwerken auch Blogs, Kurznachrichtendienste oder Content-Plattformen für Videos und Fotos. Fast ein Drittel (32 Prozent) aller Unternehmen ist bereits mit eigenen Seiten auf Facebook aktiv. (Quelle: BITKOM-Umfrage unter 723 Unternehmen)

Zwei aktuelle BITKOM-Studien zum Thema Social Media stehen im Internet zum Download bereit unter:

http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_72124.aspx

http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_70897.aspx

Drei Viertel aller Internetnutzer fühlen sich im Web bedroht

  • Jeder Zweite ist bereits Opfer von IT-Kriminalität geworden
  • Angst vor Datenmissbrauch ist aber zurückgegangen

Drei Viertel aller deutschen Internetnutzer fühlen sich im Web bedroht, beispielsweise durch Viren, Betrug oder Datenmissbrauch. Im vergangenen Jahr waren es noch 85 Prozent. Rund die Hälfte der Onliner hat tatsächlich Erfahrungen mit IT-Kriminalität gemacht. Dies ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. „Das Vertrauen der Nutzer in die Internet-Sicherheit hat sich leicht erhöht. Doch die Schadensfälle zeigen, dass ein gesundes Maß an Vorsicht, aktuelle Virenschutzprogramme, Firewalls und Software-Updates sowie eine regelmäßige Änderung der wichtigsten Passwörter unerlässlich bleiben“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Die meisten Internetnutzer (62 Prozent) fürchten eine Infizierung ihres Rechners mit Schadprogrammen. Vor Betrug beim Online-Einkauf oder einer Online-Auktion hat fast jeder dritte User Angst (31 Prozent). Relativ stark gesunken ist die gefühlte Bedrohung durch das Ausspähen und den Missbrauch persönlicher Daten: 2011 hatten 59 Prozent entsprechende Sorgen, jetzt sind es 45 Prozent.
Tatsächlich schlechte Erfahrungen hat erst jeder Zweite gemacht. Bei rund 36 Prozent der Nutzer wurde der Rechner von Viren befallen. Jeder achte User (6,5 Millionen) ist beim Online-Shopping oder bei Auktionen von seinem Geschäftspartner betrogen worden. Jeder Zehnte (5 Millionen) gab an, dass in seinem Namen unerwünschte Mails verschickt wurden. Der Missbrauch von Zugangsdaten ist ebenfalls ein Problem: 7 Prozent der Nutzer klagten, dass Unbekannte sich mit ihren Zugangsdaten in einen Internet-Shop oder Auktionshaus eingeloggt hatten. 6 Prozent der Nutzer von Sozialen Netzwerken und Online-Foren sind ebenfalls betroffen. „Wer die digitale Identität eines Nutzers stiehlt, kann in fremden Namen und auf fremde Rechnung online einkaufen oder Gegenstände ersteigern und damit einen direkten finanziellen Schaden erzeugen“, sagt Kempf.

Besonders ältere Internet-Nutzer sind ängstlich. So fühlt sich jeder zweite Nutzer über 65 Jahren durch einen Betrug beim Online-Banking bedroht, tatsächlich ist in der Altersgruppe allerdings nur knapp 1 Prozent betroffen. Jüngere zwischen 14 und 29 Jahren fürchten sich insbesondere vor Beleidigungen und Belästigungen: 18 Prozent der jungen Nutzer fühlen sich dadurch bedroht, 9 Prozent haben bereits entsprechende Erfahrungen machen müssen.

Jedem siebten Internetnutzer ist egal, was mit seinen Daten geschieht

  • BITKOM veröffentlicht Studie zum Datenschutz im Internet
  • Jedem Zweiten fehlen Informationen zum Schutz seiner Daten
  • Kempf: Datenschutz im Web Kernaufgabe von Politik, Wirtschaft und Verbraucherschutz

Die einen sind fahrlässig und leichtsinnig, die anderen übervorsichtig im Internet. Viele deutsche Web-Nutzer haben eine extreme Einstellung zur Datensicherheit. So ist jedem siebten User egal, was mit seinen Daten im Web geschieht. Auf der anderen Seite verzichtet jeder Sechste aus Sicherheitsgründen komplett auf Online-Transaktionen. Das zeigt die Studie „Datenschutz im Internet“, die der Hightech-Verband BITKOM veröffentlicht hat. „Zahlreiche Internet-Nutzer haben eine Schwarz-Weiß-Sicht auf die Datensicherheit im Internet. Eine vernünftige Balance zwischen Chancen und Risiken müssen viele erst noch finden. Dabei sollten Politik, Wirtschaft und Verbraucherschützer helfen“, sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“. Der hohe Anteil extremer Nutzertypen zeige, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Aufklärung bei Internet- und Datensicherheit ist. Offenbar kann und muss die Aufklärung der User noch verbessert werden: Laut Studie fehlen fast der Hälfte (47 Prozent) der Internet-Nutzer Informationen, was sie selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet tun können.

Nur 40 Prozent aller User glauben, ihre persönlichen Daten seien im Web grundsätzlich sicher. 55 Prozent sind hingegen skeptisch. Dazu gehören insbesondere die jugendlichen Surfer sowie User mit hohem formalem Bildungsabschluss. Fast 40 Prozent aller Internet-Nutzer senden deshalb vertrauliche Informationen und Dokumente per Post statt per Mail. Gut jeder Vierte (28 Prozent) verzichtet aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking, jeder achte (13 Prozent) auf Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken.

Die meisten Internet-Nutzer sprechen sich für eine stärkere Vorbeugung und Verfolg von Straftaten im Web aus. Vier von fünf wünschen sich im Internet mehr Schutz vom Staat, insbesondere gegen Terror und Straftaten. Kempf: „Die Studie zeigt: Der Schutz der persönlichen Daten im Internet ist eine Kernaufgabe von Politik und Wirtschaft geworden. Sie kann nur gemeistert werden, wenn die Verbraucher sensibilisiert sind und mitziehen.“

Die Studie kann kostenlos herunterladen werden unter http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_68303.aspx.

Zur Methodik: Basis ist eine repräsentative Erhebung des Instituts Aris für BITKOM. Befragt wurden im Frühjahr 1.003 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, darunter mehr als 700 Internetnutzer.

Jeder sechste Internetnutzer schreibt Blog-Artikel

Jeder sechste Internetnutzer schreibt Blog-Artikel

  • Und jeder zweite besucht die Online-Tagebücher
  • Neues BITKOM-Blog „Digitale Welt“ startet heute

Jeder sechste Internetnutzer veröffentlicht zumindest hin und wieder eigene Beiträge in Weblogs. Darauf weist der Hightech-Verband BITKOM mit Bezug auf eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß Consulting hin. Sieben Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Monat Blog-Artikel zu schreiben oder zu aktualisieren. „Ein erfolgreiches Blog zu führen, ist eine echte Herausforderung. Um die Leser zu erreichen, müssen Internet-Tagebücher über einen längeren Zeitraum einen Mehrwert bieten – am besten eine Mischung aus guter Unterhaltung und nützlichen Informationen“, sagte Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Denn jeder zweite Internetnutzer besucht nach eigenen Angaben Weblogs. „Gerade auch Unternehmen sollten daher die Potenziale von Online-Tagebüchern in Betracht ziehen“, so Scheer. Was dabei zu beachten ist, erklärt der Social Media-Leitfaden von BITKOM.

BITKOM selbst startet heute sein neues Blog „Digitale Welt“. Ziel ist es, die klassische Pressearbeit und Twitter-Kommunikation zu erweitern und den direkten Dialog mit ITK-Interessierten zu fördern. Bislang ist der Hightech-Verband Ansprechpartner für Medien und Politik, wenn es um Daten, Projekte und politische Forderungen der Branche geht. „Für viele Aspekte braucht es darüber hinaus die direkte, offene Diskussion zwischen interessierten Nutzern. Unser Blog will dafür eine Plattform bieten“, sagt Scheer.

Methodik: Fittkau & Maaß Consulting befragte für seine aktuelle W3B-Studie „Web 2.0-Kompendium“ mehr als 100.000 Internetnutzer per Online-Befragung auf mindestens 200 Websites.

Viele Internetnutzer surfen ohne Schutzmaßnahmen

Viele Internetnutzer surfen ohne Schutzmaßnahmen

  • Umgekehrt verzichten manche aus Angst auf Online-Dienste
  • Kempf: „Weder Ablehnung noch blindes Vertrauen sinnvoll“
  • IT-Sicherheitsmesse it-sa beginnt in Nürnberg

Berlin/Nürnberg, 19. Oktober 2010 – Viele Internetnutzer bewegen sich im Netz völlig ohne Sicherheitsvorkehrungen. Jeder fünfte surft ohne Virenschutz-Programm und ein Drittel ohne eine Firewall, die den Datenverkehr überwacht und nach festen Regeln kontrolliert. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM zum Beginn der IT-Sicherheitsmesse it-sa in [Read more...]

Internetnutzer surfen im Schnitt 135 Minuten pro Tag

Internetnutzer surfen im Schnitt 135 Minuten pro Tag

  • Jeder elfte User täglich länger als 5 Stunden im Web aktiv
  • Digitaler Graben zwischen Altersklassen und Bildungsschichten

Berlin, 5. September 2010 – Im Schnitt sind die deutschen Internet-Nutzer täglich 135 Minuten im Web aktiv. Die Dauer der täglichen Internet-Nutzung steigt dabei mit dem formalen Bildungsabschluss. Fast jeder zweite User mit Abitur (48 Prozent) nutzt das Web im Schnitt zwei Stunden am Tag oder länger. Bei den Internet-Nutzern mit Hauptschulabschluss ist es nur jeder vierte (25 Prozent). Unterschiede bei der täglichen Web-Nutzung gibt es zudem zwischen jung und alt: [Read more...]

Jeder zweite Internetnutzer schaut WebTV

Jeder zweite Internetnutzer schaut WebTV

  • Fernseh- und Video-Angebote vor allem bei Jugendlichen beliebt
  • IPTV Summit morgen in Berlin

Berlin, 22. Juni 2010 – Rund 25 Millionen Bundesbürger sehen sich Fernseh- und Videoangebote im Internet an. Knapp jeder zweite Internetnutzer (49 Prozent) nutzt entsprechende Angebote wie z.B. Internetfernsehen, das so genannte IP-TV. Das ergibt der aktuelle BITKOM-Webmonitor, eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM. Am populärsten sind dabei kurze Videoclips, die sich 40 Prozent der Internetnutzer anschauen. Jeder sechste (17 Prozent) Internetnutzer verfolgt TV-Sendungen [Read more...]

Jeder Fünfte will im Internet Produkte mitentwickeln

Jeder Fünfte will im Internet Produkte mitentwickeln

  • Konsumenten werden zu Co-Produzenten
  • Besonders junge Menschen möchten mitgestalten

Berlin, 25. Mai 2010 – Jeder fünfte Internetnutzer möchte über das Netz an der Entwicklung von Produkten beteiligt werden. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM. So sagten 21 Prozent der Internetnutzer, sie würden von Unternehmen gern in die Produktentwicklung eingebunden werden. Das Web 2.0 bietet entsprechende Möglichkeiten. „Das Internet macht Konsumenten zu Co-Produzenten [Read more...]

Etwa jeder vierte Internetnutzer surft mobil

Etwa jeder vierte Internetnutzer surft mobil

  • Männer nutzen häufiger Notebooks, Frauen liegen bei Internet-Handys vorne
  • Extreme Unterschiede zwischen Altersgruppen
  • 2010 werden mehr als 20 Millionen mobile Internet-Geräte verkauft

Berlin, 5. April 2010 – Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs das Internet. Jeder fünfte Nutzer geht mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. „Das mobile Web ist der Wachstumsmotor für die Telekommunikations- und Internetbranche“, sagt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. [Read more...]

Internetnutzer verwenden im Schnitt drei Mail-Adressen

Internetnutzer verwenden im Schnitt drei Mail-Adressen

  • Mehrheit hat eine Adresse mit Vor- und Zunamen
  • BITKOM-Tipp: Zweitadresse kann vor Spam-Mails schützen

Berlin, 17. Februar 2010 – Internetnutzer besitzen im Schnitt drei private E-Mail-Adressen. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM unter 1.003 Bundesbürgern ab 14 Jahren. Sieben Prozent der User verwenden sogar mehr als fünf private Mailadressen. Demgegenüber begnügt sich jeder dritte Nutzer mit lediglich einer einzigen Adresse. Insbesondere Senioren verzichten auf eine Zweitadresse: Von den Über-60-Jährigen verwenden mehr als die Hälfte (55 Prozent) eine einzige Adresse, unter den 14- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil nur bei 30 Prozent. „Internetnutzer verwenden für verschiedene Zwecke am besten unterschiedliche Mail-Adressen – das erhöht die Sicherheit und den Schutz vor Spam-Mails [Read more...]

Die Digitale Dekade

Die Digitale Dekade

  • Von Wikipedia bis zum iPhone
  • Internet und Handys haben das letzte Jahrzehnt geprägt
  • Ambient Technologies und intelligente Netze werden die nächsten zehn Jahre bestimmen
  • Zahl der Internetnutzer in Deutschland steigt auf 53 Millionen

Berlin, 28. Dezember 2009 – Internet und Handy haben Gesellschaft und Wirtschaft binnen zehn Jahren radikal verändert: „Die Jahre 2000 bis 2009 werden als Digitale Dekade in die Geschichtsbücher eingehen“, ist BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer überzeugt. „Viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, gab es vor zehn Jahren bestenfalls als Idee in den Köpfen der Forscher und in den Labors der Ingenieure.“

Die Liste dieser Erfindungen ist lang – und viele wirken bereits so vertraut, als gäbe es sie schon immer: die offene Enzyklopädie Wikipedia, Foto-Handys, HDTV, iTunes und iPhone, Internet-Telefonie, Podcasts, Blogs, die Datenturbos UMTS und DSL, Online-Communitys wie Facebook, StudiVZ und Xing sowie Foto- und Video-Portale wie Flickr und Youtube. Dank Blackberry und iPhone wurden multimediale Mobiltelefone mit PC-Fähigkeiten, so [Read more...]

Hohe Zufriedenheit mit E-Government

Hohe Zufriedenheit mit E-Government

  • Jeder zweite Internetnutzer geht online ins Amt
  • 84 Prozent sind zufrieden mit Reaktionszeit der Behörden

Berlin, 5. November 2009 – Erstmals nutzt mehr als die Hälfte der Internetnutzer Online-Angebote von Behörden und Verwaltung. 26 Millionen Bundesbürger im Alter über 14 Jahren – das sind 52 Prozent der Internetnutzer – gehen bereits online ins Amt. Die meisten suchen lediglich nach Informationen, aber bereits jeder sechste nimmt per Internet Kontakt auf. Die weit überwiegende Mehrzahl von 84 Prozent ist dabei mit den Reaktionszeiten der Behörden zufrieden. Das berichtet der Hightech-Verband [Read more...]

Ein Drittel der Internetnutzer verirrt sich im Netz

Ein Drittel der Internetnutzer verirrt sich im Netz

  • Umfrage: Probleme bei der Navigation im Internet
  • 17 Prozent würden ihren PC am liebsten aus dem Fenster werfen
  • Website-Betreiber sollten auf Benutzerfreundlichkeit achten

Berlin, 9. Oktober 2009 – Viele Computernutzer verirren sich im Internet oder haben Probleme bei der Suche nach Informationen. Das geht aus einer Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Danach geben 31 Prozent der Internetnutzer an, dass sie sich häufig oder sehr häufig in der Navigation von Webseiten nicht zurechtfinden. Grund für die Probleme sind meist eine unklare Benutzerführung oder eine mangelnde Übersichtlichkeit der Webseiten. Ein Drittel der Befragten sagt, dass sie bei der Internetnutzung häufig oder sehr häufig von Bannern, Pop-ups oder blinkenden Bildern so stark abgelenkt werden, dass sie ihr eigentliches Ziel aus den Augen verlieren. Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM unter 1005 Personen durchgeführt hat. „Viele Nutzer finden sich im Internet nur schwer zurecht“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die Betreiber und Gestalter von Webseiten sollten noch stärker auf die Benutzerfreundlichkeit achten.“ Weniger sei häufig mehr. Eine klare Benutzerführung und der sparsame Einsatz von Bildern und Animationen können die Navigation erleichtern.

Nach den Ergebnissen der Umfrage ist zudem das Auffinden von Informationen für viele Internetnutzer ein Problem. 30 Prozent der Befragten finden häufig oder sehr häufig Informationen nicht, obwohl sie sicher sind, dass diese verfügbar sind. „Bei der Suche nach Informationen können Nutzer auf viele im Netz verfügbare Hilfen zurückgreifen“, sagte Scheer. Der BITKOM rät zum Beispiel, bei Google die „Erweiterte Suche“ oder bei Bing die „Hilfe“ zu nutzen. Die erweiterten Funktionen der Suchmaschinen ermöglichen unter anderem eine verfeinerte Suche nach Sprachen, Regionen, Dateiformaten oder auf bestimmten Webseiten. Letzteres ist vor allem bei Webseiten mit einem umfangreichen Informationsangebot sinnvoll.

Nicht selten führt die Nutzung des Computers sogar zu Frustration und Wut. In der Umfrage sagten 17 Prozent der PC-Nutzer, dass sie sich häufig oder sehr häufig so stark ärgern, dass sie ihren Computer am liebsten aus dem Fenster werfen würden. Bei diesem Punkt gibt es erstaunliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie Jung und Alt. Während 23 Prozent der befragten Frauen ihren Computer regelmäßig aus dem Fenster werfen wollen, sind es bei den Männern nur halb so viele. Deutlich gelassener sind auch die Älteren. Nur 10 Prozent der Internetnutzer ab 60 Jahre ärgern sich häufig sehr stark über ihren Computer. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es dagegen 29 Prozent. Scheer: „Wir empfehlen allen Nutzern dringend, von PC-Fensterwürfen Abstand zu nehmen, um Dritte nicht zu gefährden.“