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Weshalb die Deutschen Internet-Fernsehen wollen

August 6, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Weshalb die Deutschen Internet-Fernsehen wollen

  •  Jeder zweite Internet-Nutzer will zeitversetztes Fernsehen
  •  Mitmachen statt nur zuschauen wünscht jeder Fünfte
  •  Derzeit 70 TV-Kanäle im deutschen Internet

Berlin, 6. August  2008 - Fernsehen über das Internet – sogenanntes IPTV – ist einer der großen aktuellen Medientrends. Damit sind die Zeiten des rein passiven TV-Konsums vorbei. Der Zuschauer kann beim IPTV selbst entscheiden, wann er welche Sendung anschaut oder ob er die laufende Übertragung für eine kurze Pause unterbricht. Das zeitversetzte Fernsehen ist für die deutschen Internet-Nutzer der wichtigste Vorteil der multimedialen Welt des Internet-Fernsehens: Mehr als die Hälfte der Onliner (52,6 Prozent) haben hohes oder sehr hohes Interesse am selbstgewählten Sendetermin. „IPTV ist dem traditionellen Fernsehen in vielen Bereichen überlegen“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Aus reinen Zuschauern werden Akteure, die sich ihr Programm selbst gestalten und durch die zahlreichen Angebote des Internet ergänzen können.“ Derzeit gibt es in Deutschland eine viertel Million IPTV-Kunden.“

Sehr wichtig für die Zuschauer sind außerdem eine überdurchschnittliche Bildqualität (48,6 Prozent) und die Möglichkeit, ein individuelles Archiv von TV-Sendungen, Spielfilmen und Videos anlegen zu können (31,6 Prozent). Das teilte der Hightech-Verband BITKOM auf Basis einer repräsentativen Studie der GfK Panel Services mit.

Einzigartig am IPTV ist seine hohe Interaktivität. Jeder Fünfte (20,5 Prozent) will diese Möglichkeiten nutzen und wünscht sich das Mitmach-Fernsehen. Messenger-Dienste sind ebenfalls möglich, wodurch man sich beispielsweise mit Bekannten über das laufende Fußballspiel austauschen kann.

Derzeit gibt es in Deutschland drei IPTV-Anbieter: Die Deutsche Telekom (T-Home Entertain), HanseNet/Alice (Alice homeTV) und Arcor (Arcor Digi-tal TV). Für die Zuschauer ist ein Breitbandzugang zum Internet Voraussetzung für IPTV. Um die rund 70 frei empfangbaren TV-Kanäle und individuell wählbaren Pay-TV-Kanäle auf den Bildschirm zu bringen, ist außer-dem ein Receiver nötig. Dieser ist als Leihgerät Teil des Angebots oder kann für rund 50 Euro gekauft werden.

Internet-Fernsehen kommt in Schwung

June 17, 2008 by Web Internet · Leave a Comment 

Internet-Fernsehen kommt in Schwung

  • Eine viertel Million IPTV-Kunden in Deutschland
  • Markt wächst 33 Prozent in drei Monaten
  • BITKOM veranstaltet erstes Treffen der IPTV-Branche

Berlin, 17. Juni 2008 - Immer mehr Menschen sehen Fernsehen per Internet, das so genannte IPTV. Derzeit gibt es hierzulande 240.000 IPTV-Kunden, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Hightech-Verbands BITKOM bei den drei IPTV-Anbietern Deutsche Telekom, HanseNet/Alice und Arcor. Ende ver-gangenen Jahres waren es erst 180.000 Kunden. „Der Markt ist im ersten Quartal 2008 um ein Drittel gewachsen, obwohl die IPTV-Angebote noch nicht breitflächig beworben wurden“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Die Perspektiven des Internet-Fernsehens diskutiert die Branche am 18. Juni in Berlin beim 1. IPTV-Summit (www.iptv-summit.org).

Rund 40 Prozent der deutschen Internetnutzer können sich vorstellen, über das Web auch fernzusehen. „Damit öffnet sich ein Massenmarkt von bis zu 10 Millionen Kunden“, kommentiert Berg. Die neuen Daten sind das Ergebnis einer Studie der GfK Panel Services. Die technischen Vorausset-zungen für IPTV sind schon heute weitgehend vorhanden, weil die Netzbetreiber Milliarden in die Infrastruktur investiert haben. Nach Berechnungen des BITKOM werden Ende 2008 rund 23 Millionen Haushalte (58 Prozent) über einen Breitband-Anschluss verfügen. Breitbandzugang ist eine wesentliche Voraussetzung für den Fernsehempfang per Internet. Aus dem Weg geräumt werden müssten allerdings noch rechtliche Hürden, um diesen zukunftsträchtigen Massenmarkt entstehen zu lassen. „Wir warnen davor, die enormen Potenziale von Internet-Fernsehen durch Überregulierung zu ersticken“, sagte BITKOM-Vizepräsident Berg. 

 

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