Trend zu Musik-Streaming per Internet

  • Über 4,5 Millionen Deutsche nutzen Musik-Streaming regelmäßig
  • Nach BITKOM-Gema-Einigung: Anzahl der Streaming-Anbieter steigt rapide

Berlin, 10. Juli 2012 – Musik-Streaming aus dem Netz ist in Deutschland angekommen. Mehr als 12 Millionen Bundesbürger nutzen die Dienste, bei denen man auf Knopfdruck Musik aus dem Netz abspielen kann. Dabei greifen rund 4,5 Millionen Deutsche mehrfach pro Woche auf Angebote von Rdio, Napster, Audeo und Co. zu, die übrigen nutzen die Angebote hin und wieder. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Der Trend geht auch in der Musik immer stärker weg vom Besitz von CDs oder Dateien und hin zur reinen Nutzung. Streaming stellt für Musikliebhaber ein attraktives Angebot dar, bei dem außerdem keine urheberrechtlichen Probleme auftreten“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Bei diesen Angeboten werden Songs in der Regel nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert, sondern per Datenleitung fürs direkte Hören übertragen. In Zukunft dürfte es in Deutschland noch deutlich mehr Nutzer solcher Dienste geben. Bisher kennt nur knapp jeder dritte Internetnutzer entsprechende Musik-Streaming-Dienste.

Zu den neueren Angeboten für deutsche Internetnutzer gehören Musik-Streaming-Flatrates. Seit Jahresbeginn ist die Anzahl der Anbieter solcher Streaming-Dienste, bei denen man für einen Pauschalbetrag im Monat viele Millionen Titel hören kann, hier zu Lande stark gestiegen. Der Service kann über viele verschiedene internetfähige Geräte wie PCs, Tablet-Computer und Smartphones oder auch auf modernen Stereoanlagen direkt ohne PC genutzt werden. Viele Dienste ermöglichen die Erstellung von Offline-Playlists. Dadurch kann die Musik auch gehört werden, wenn gerade keine Internetverbindung besteht. Im vergangenen Jahr gab es nur drei entsprechende Angebote. Mittlerweile kann zwischen zehn verschiedenen Anbietern ausgewählt werden. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Einigung zwischen BITKOM und der Verwertungsgesellschaft Gema im vergangenen Dezember. Durch die Vereinbarung wurde bei der Lizenzierung von Urheberrechten für Streaming-Angebote Klarheit geschaffen. „Die Einigung zwischen BITKOM und Gema für Streaming-Angebote hat deutschen Kunden endlich auch Zugang zu vielen international bereits etablierten Anbieter verschafft“, sagte Kempf.

Zur Methodik: Basis der Angaben zur Nutzung von Musik-Streaming ist eine repräsentative Erhebung von Goldmedia für den BITKOM. Befragt wurden 2.000 Internetnutzer im Alter zwischen 15 und 64 Jahren in Deutschland. Internetradios oder Video-Plattformen wurden in dieser Umfrage nicht als Streaming-Anbieter verstanden.

Internet bei der Ärztesuche wichtiger Ratgeber

  • Fast 40 Prozent der Bundesbürger recherchiert online nach Medizinern
  • Wichtigste Informationsquelle sind persönliche Kontakte
  • BITKOM-Umfrage anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April

Berlin, 6. April 2012 – Das Internet spielt bei der Suche nach einem Arzt oder einer Klinik eine wichtige Rolle. 37 Prozent der Bundesbürger recherchieren im Internet, wenn sie einen neuen Arzt oder eine passende Einrichtung für eine Operation oder eine Reha benötigen. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. „Das Internet bringt mehr Transparenz in den unübersichtlichen Gesundheitsmarkt“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder anlässlich des Weltgesundheitstages. „Patienten können im Web nach geeigneten Medizinern und Kliniken suchen, entsprechende Bewertungen lesen und sich dazu mit anderen Personen austauschen.“ Ein Drittel (34 Prozent) der Befragten verwendet bei der Recherche Suchmaschinen, 11 Prozent informieren sich in speziellen Bewertungsportalen zu Medizinthemen und 6 Prozent nutzen Soziale Online-Netzwerke zu diesem Zweck.

Der BITKOM forderte in diesem Zusammenhang vor allem die niedergelassenen Ärzte dazu auf, die Möglichkeiten des Internets stärker zu nutzen. „Viele Ärzte haben keine oder nur sehr simple Webseiten. Interaktive Elemente werden kaum eingesetzt“, sagte Rohleder. Mit relativ einfachen Mitteln und zu geringen Kosten lasse sich insbesondere die Terminplanung vereinfachen. Dazu zählen zum Beispiel eine Online-Terminvereinbarung oder eine Erinnerungsfunktion für Termine per SMS, die das Personal in den Praxen entlasten und die Disposition verbessern.

Die BITKOM-Umfrage hat auch gezeigt, dass persönliche Kontakte bei der Auswahl von Ärzten und Kliniken die mit Abstand wichtigste Rolle spielen. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Bundesbürger setzen auf individuelle Empfehlungen von Freunden, Kollegen oder der Familie. Immerhin ein Fünftel (21 Prozent) nutzen Branchenbücher wie die Gelben Seiten und 14 Prozent informieren sich in anderen Printmedien, darunter Zeitungen, Magazine oder Ratgeberbücher.

Hinweis zur Datenquelle: Im Auftrag des BITKOM hat das Marktforschungsinstitut Forsa 503 Personen ab 14 Jahre befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.

Internet überholt die Bewerbungsmappe auf Papier

  • Umfrage: Erstmals favorisiert Mehrheit der Personalchefs Online-Bewerbung
  • Zwei Drittel der Großunternehmen bevorzugen den digitalen Weg
  • Bewerber sollten Unterlagen auch elektronisch vorliegen haben

Erstmals bevorzugt eine knappe Mehrheit der Unternehmen eine Bewerbung per Internet als auf Papier. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben, bei der 1.500 Personalverantwortliche aller Branchen befragt wurden. Danach verlangen in Deutschland 41 Prozent der Unternehmen Bewerbungen per Internet. Im Gegensatz dazu wünschen 40 Prozent der Unternehmen eine schriftliche Bewerbungsmappe. 17 Prozent der befragten Personalchefs hatten keine Präferenz. Im Vorjahr war das Verhältnis noch umgekehrt, als eine Mehrheit von 43 Prozent den traditionellen Bewerbungsweg favorisierte und 39 Prozent die Online-Bewerbung. „In der Wirtschaft hat das Internet die schriftliche Bewerbungsmappe überholt“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Da aber immer noch viele Unternehmen traditionelle Bewerbungen wünschen, sollten Bewerber zweigleisig fahren und flexibel auf die Wünsche der Personalabteilung reagieren.“

Bewerbungen per Internet erfolgen auf zwei Wegen: 28 Prozent der Unternehmen verlangen Unterlagen per E-Mail. Weitere 13 Prozent setzen auf ihren Webseiten Online-Formulare ein, die von den Job-Kandidaten ausgefüllt werden müssen. Für Bewerber heißt das: Persönliche Unterlagen wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Fotos sollten sowohl auf Papier als auch in elektronischer Form vorliegen. Gerade bei größeren Unternehmen laufen die Bewerbungsprozesse inzwischen in der Regel digital. Unter den befragten Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro verlangen 65 Prozent eine elektronische Bewerbung, im Vorjahr waren es 61 Prozent. Bei mittelständischen und kleinen Unternehmen bis 1 Millionen Euro Umsatz, die den Großteil der Firmen ausmachen, sind es dagegen erst 36 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent).

Eine starke Präferenz für Online-Bewerbungen haben die ITK-Branche mit einem Anteil von 51 Prozent der befragten Firmen und das verarbeitende Gewerbe mit 48 Prozent. Eher zurückhaltend sind Dienstleister mit 31 Prozent und die Bauwirtschaft mit 35 Prozent.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Marktforschungsinstitut Aris Personalverantwortliche und Geschäftsführer von 1.500 Unternehmen verschiedener Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Kauf von Eintrittskarten im Internet setzt sich durch

  • Über 20 Millionen Deutsche kaufen Veranstaltungstickets im Netz
  • Online-Ticketkauf inzwischen in allen Altersgruppen verbreitet

Berlin, 6. November 2011 – Der Online-Kauf von Eintrittskarten ist populär: Über 20 Millionen Bundesbürger haben schon Tickets für Theater, Konzerte oder andere Veranstaltungen im Internet gekauft. Das entspricht 40 Prozent aller Internetnutzer, wie aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervorgeht. „Das Internet ist als Vertriebskanal für Veranstaltungstickets äußerst erfolgreich“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Die Eintrittskarten können oft selbst ausgedruckt werden oder werden online übersandt und stehen damit unmittelbar zur Verfügung. Das gilt nicht nur für Konzerte und Theater, sondern auch für Sportveranstaltungen und Kinobesuche.Der Online-Ticketkauf ist inzwischen in allen Altersgruppen verbreitet. Zwar gibt es Unterschiede, diese fallen aber nicht sehr hoch aus. Die 14- bis 49-jährigen Internetnutzer haben zu 42 Prozent schon Eintrittskarten im Netz gekauft, die über 50-Jährigen zu 34 Prozent. Frauen sind dabei mit 41 Prozent etwas aktiver als Männer (38 Prozent).

Zur Methodik: Basis der Angaben ist eine repräsentative Erhebung des Instituts Aris für den BITKOM. Es wurden mehr als 1.000 Einwohner in Deutschland ab 14 Jahren befragt, darunter 714 Internetnutzer.

Die Zukunft des Internet entscheidet sich in Kenia

Die Zukunft des Internet entscheidet sich in Kenia

Heute beginnt in Nairobi, Kenia, das Internet Governance Forum 2011. Auf dieser Konferenz der Vereinten Nationen erarbeiten Vertreter verschiedenster Interessengruppen aus aller Welt neue Perspektiven für die Weiterentwicklung des Internets. Die deutsche Internetwirtschaft repräsentiert Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco e. V.

Bis zum 30. September entwickeln die Teilnehmer in der kenianischen Hauptstadt Perspektiven und Empfehlungen, um die Weiterentwicklung des Netzes für neue Anforderungen und Möglichkeiten sicher zu stellen, etwa zur besseren Breitband-Netzanbindung in Entwicklungsländern. Eine zentrale Aufgabe sieht die deutsche Internetwirtschaft zudem darin, weltweit das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit auf modernen Kommunikationsplattformen abzuwägen und Angebote entsprechend der Ergebnisse zu gestalten. Eine große Chance für die Internetentwicklung liegt darin, dass Politiker sich vor Entscheidungen zum Internet besser informieren als noch vor wenigen Jahren – die deutsche Enquetekommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ dient dabei als erfolgreiches Vorbild.

Die deutschen Standpunkte wurden im April 2011 im Rahmen des Internet Governance Forum Deutschland für die aktuelle Tagung in Nairobi vorbereitet. Diese „Messages from Berlin“ stehen unter www.igf-d.de allen Interessierten zur Verfügung. Harald Summa, Geschäftsführer von eco, sieht in der Tagung eine große Chance: „Fragen, die das Internet betreffen, können nur durch das Zusammenwirken vieler betroffener Interessengruppen aus der ganzen Welt gelöst werden. Dieses Verfahren hat die Erfolgsgeschichte Internet erst ermöglicht. Und die ist noch lange nicht abgeschlossen – in Nairobi gehen wir nun den nächsten Schritt auf diesem Weg.“

BITKOM zu Datenschutz im Internet

BITKOM zu Datenschutz im Internet

  • Prof. Kempf: „Datenschutz braucht Differenzierung“

Berlin, 4. Oktober 2011 – Zu einer Kampagne des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. für restriktive Voreinstellungen bei der Dateneingabe im Internet äußert sich der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dieter Kempf:

„Meist braucht es einen Mindestumfang von Angaben, damit ein Online-Service überhaupt funktioniert und nutzerfreundlich zu handhaben ist. Das ist von Plattform zu Plattform verschieden. Die Verbraucherzentralen wählen mit ihrer heute gestarteten Kampagne einen radikalen Ansatz und verzichten auf die notwendige Differenzierung.

Die Voreinstellungen zum Datenschutz sollten sich am jeweiligen Schutzbedarf der Nutzergruppen und der Sensibilität der zu erfassenden Daten orientieren. Kinder haben nun einmal ein anderes Schutzbedürfnis als Erwachsene, Gesundheitsdaten sind anders zu bewerten als die Schuhgröße. Ein neues Gesetz, das alle Nutzer und Dienste über einen Kamm schert, wird dem nicht gerecht. Datenschutz braucht Differenzierung.

Viele Dienste wären nur noch kostenpflichtig und einige überhaupt nicht mehr möglich, wenn die Vorschläge der Verbraucherzentralen umgesetzt würden. Dies sollte man bei ihrer Bewertung berücksichtigen.

Übergeordnetes Ziel aller entsprechenden Vorhaben muss sein, die schützenswerte Freiheit des Internet mit der schützenswerten Privatsphäre der Nutzer in Einklang zu bringen.

Jeder Zweite geht während der Arbeit privat ins Internet

Jeder Zweite geht während der Arbeit privat ins Internet

  • Frauen etwas häufiger als Männer
  • Die meisten checken private E-Mails
  • BITKOM gibt Tipps für Mitarbeiter und Arbeitgeber

Berlin, 1. August 2011 – Jeder zweite Berufstätige verwendet das Web während der Arbeit für private Zwecke. Das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Weibliche Mitarbeiter machen von dieser Möglichkeit etwas häufiger Gebrauch als männliche (55 gegenüber 48 Prozent). Jede dritte Frau nutzt den Webzugang ihres Arbeitgebers mindestens einmal täglich, bei den Männern ist es lediglich jeder vierte. Am häufigsten werden dabei private E-Mails gecheckt. Knapp die Hälfte derer, die das Internet am Arbeitsplatz privat nutzen, tut dies zum Mailing. Jeder vierte sucht Informationen für private Zwecke. Jeweils ein Fünftel kauft online ein oder führt Buchungen durch. Jeder achte besucht Online-Communitys, acht Prozent spielen Online-Spiele.

Ob die private Internet-Nutzung im Job erlaubt ist, regelt in Deutschland kein spezielles Gesetz. Die meisten der folgenden Tipps leiten sich aus allgemeinen Gesetzen und der Rechtsprechung ab.

1. Wer entscheidet über die private Nutzung des Internets?
Allein der Arbeitgeber. Er ist nicht verpflichtet, das private Surfen zuzulassen. Entscheidet er sich dafür, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann es generell erlauben oder auf bestimmte Zeiten oder Seiten begrenzen.

2. Was gilt, wenn es keine Regelung gibt?
Ohne konkrete Vereinbarung spricht vieles dafür, dass die private Internetnutzung vom Arbeitgeber geduldet wird, wodurch eine betriebliche Übung begründet werden könnte. Das kann für Arbeitnehmer von Vorteil sein, falls es zum Streit kommt.

3. Wie können sich Arbeitnehmer absichern?
Arbeitnehmer sollten in der Personalabteilung nach geltenden Regelungen fragen. Arbeitgebern rät der BITKOM, eine klare Regelung zum privaten Surfen zu treffen – durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, eine Richtlinie oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

4. Welche Kontrollmöglichkeiten hat der Arbeitgeber?
Ist die private Internet-Nutzung erlaubt, darf die Firma das Surfverhalten nur in Ausnahmefällen ohne Zustimmung des Mitarbeiters kontrollieren. Selbst bei einem Verbot der privaten Nutzung sind keine unbegrenzten Kontrollen gestattet. Der Arbeitgeber darf dann stichprobenartig prüfen, ob das Surfen dienstlich bedingt ist. Er muss den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und darf Internet- und E-Mail-Verbindungsdaten nicht verwenden, um Mitarbeiter systematisch zu kontrollieren. Eine Vorratsdatenspeicherung von persönlichen Nutzungsdaten ist innerhalb von Firmen nicht erlaubt.

5. Droht im Zweifelsfall die Kündigung?
Die intensive private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit ohne Erlaubnis kann eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten darstellen. Doch vor einer Kündigung muss der Arbeitgeber einen Mitarbeiter in der Regel zunächst einmal abmahnen.

Zur Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Aris deutschlandweit 538 berufstätige Personen ab 14 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

Geld sparen per Internet

  • Auch Senioren machen sich im Web über Preise schlau
  • 40 Millionen Deutsche haben schon einmal im Internet eingekauft

Berlin, 18. Juli 2011 – Über die Hälfte aller Internetnutzer hat dank des Internets schon einmal Geld gespart. Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. 55 Prozent der Bundesbürger geben an, durch das Internet schon einmal Geld bei Einkäufen und Anschaffungen gespart zu haben. „Das Internet als größter Marktplatz der Welt bietet beste Möglichkeiten, Preise zu vergleichen und ein günstiges Angebot zu wählen“, sagte Heinz-Paul Bonn, Vizepräsident des BITKOM. Dabei ist es nicht nur die jüngere Generation, die von Online-Shopping und Preisvergleichen im Web profitiert. Auch jeder zweite Rentner (50  Prozent), der das Internet nutzt, hat so schon Geld gespart.

Mehr als 40 Millionen Deutsche haben schon einmal im Internet eingekauft. Bezahlt wird dabei meist noch traditionell per Rechnung (42 Prozent). Generell lassen sich Online-Shopping und stationärer Handel immer weniger voneinander trennen. Vor einem Kauf in einem Geschäft informieren sich 79 Prozent der Internetnutzer häufig oder gelegentlich im Internet über Produkte und Preise. Umgekehrt informieren sich 68 Prozent der Internetnutzer regelmäßig zunächst im Geschäft, kaufen dann aber im Internet.

Zur Methodik: Das Meinungsforschungsinstitut Aris hat im Auftrag des BITKOM 1.003 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 721 Internetnutzer. Die Umfrage ist repräsentativ.

BITKOM zu Top-Level-Domains

  • Kempf: „Internet wird vielseitiger und individueller.“

Die Webverwaltung ICANN bietet ab Januar 2012 die Möglichkeit, noch individuellere URL-Endungen, die so genannten Top-Level-Domains, zu nutzen. Zunächst können sich Unternehmen und Initiativen um einzelne Domainendungen bewerben. Ab Anfang 2013 können dann voraussichtlich Domains unterhalb dieser Endungen registriert werden. „Nach jahrelangem Warten ist es nun endlich soweit: Mit den zusätzlichen Top-Level-Domains wird das Internet individueller und vielseitiger“, sagt Prof. Dieter Kempf, Präsident des Hightech-Verbands BITKOM. In Deutschland gibt es unter anderem Initiativen für die Adressen .berlin, .hamburg und .köln. Auch Regionen und Bundesländer können künftig unter einer eigenen Endung erreichbar sein. Branchen-Domains wie .film oder .hotel sind ebenfalls geplant.

BITKOM beantwortet die wichtigsten Fragen für interessierte Unternehmen und Organisationen:

1. Wer kann eine „Top Level Domain“ beantragen?
Neben Städten und Regionen kommt dies für Branchen, Firmen und Marken in Frage. Privatleute können keine Homepage-Endung nach dem Muster „www.homepage.meier“ beantragen. Der Grund ist, dass ICANN den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internet-Unternehmens. Dafür sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein entsprechend hohes Startkapital nötig.

2. Wie teuer wird eine eigene Domain-Endung?
Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Zusätzlich sind bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement, Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu 200.000 Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr.

3. Wie werden einzelne Homepages mit neuen Endungen vergeben?
Die einzelnen Homepages mit neuen Endungen – etwa www.meier.berlin – sollen nach einem fairen, transparenten Verfahren vergeben werden. In der Startphase soll verhindert werden, dass große Mengen an Webseiten zu Spekulationszwecken reserviert werden.

Zehn Millionen Bürger kaufen PC-Spiele im Internet

Zehn Millionen Bürger kaufen PC-Spiele im Internet

  • Am häufigsten bestellen Schüler und Studenten
  • Männer liegen deutlich vor Frauen
  • Umsatz mit Spielkonsolen erholt sich ab 2012

Berlin, 15. Juni 2011 – Zehn Millionen Bundesbürger haben schon PC- oder Videospiele im Internet gekauft. Das entspricht jedem fünften Internetnutzer, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightechverbands BITKOM zeigt. „Gamer sind naturgemäß besonders internetaffin. Viele Spiele werden online verkauft“, sagte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM.

Am häufigsten bestellen erwartungsgemäß Schüler und Studenten Computerspiele online. Jeder vierte von ihnen hat das bereits getan. Aber auch schon jede sechste Hausfrau. Differenziert nach Altersgruppen gibt es aber keine großen Unterschiede. 30- bis 49-jährigen Befragten liegen mit 24 Prozent etwa gleichauf mit den unter 30-Jährigen (23 Prozent). Männer sind mit rund einem Viertel dagegen deutlich eifrigere Online-Besteller als Frauen mit etwa einem Sechstel.

Der Umsatz mit Spielkonsolen wird 2011 voraussichtlich noch einmal um neun Prozent auf 755 Millionen sinken. 2012 aber könnte er sich nach einer Prognose des European Information Technology Observatory (EITO) erstmals nach Jahren erholen und um etwa ein Prozent auf 765 Millionen wachsen. Der BITKOM wird im Vorfeld der Spielemesse GamesCom im August eine umfassende Studie zu Computerspielen vorstellen.

Methodik: Das Meinungsforschungsinstitut Aris befragte im Auftrag des BITKOM telefonisch 1.003 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. Basis der Ergebnisse sind die dabei erfassten 721 Internetnutzer. Bestellungen im Internet schließen sowohl Downloads als auch in Online-Shops bestellte Spiele auf Datenträgern ein. Die Untersuchung ist repräsentativ.

Volkssport Internet-Dating

  • Jeder vierte Internetnutzer hat Erfahrungen mit Online-Dating
  • Unter jüngeren Internetnutzern ist es sogar jeder zweite

Berlin, 5. Juni 2011 – Jeder vierte Internetnutzer hat schon einmal Erfahrungen mit Online-Dating gemacht, bei den Unter-30-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightechverbands BITKOM. Jeder achte hat sich bereits mit jemandem zum Rendezvous verabredet, den er über das Internet kennenlernte. Und jeder Vierzehnte (7 Prozent) lernte sogar seinen jetzigen Lebenspartner im Internet kennen. Allerdings hat Online-Dating auch seine Schattenseiten: Vier Prozent aller Surfer wurden dabei schon einmal von anderen Menschen getäuscht.Männer und Frauen sind in Sachen Dating über das Internet in etwa gleich aktiv. Allerdings flirten Männer häufiger als Frauen (22 gegenüber 16 Prozent). Dafür geben Frauen öfter an, bereits getäuscht worden zu sein (sechs gegenüber zwei Prozent bei Männern). Ansonsten gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Geflirtet und gedatet wird meist über spezielle Singlebörsen oder Plattformen. Aber auch soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ werden entsprechend genutzt.

Methodik: Das Meinungsforschungsinstitut Aris befragte im Auftrag des BITKOM telefonisch 1.003 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. Basis der Ergebnisse sind die dabei erfassten 740 Internetnutzer. Die Untersuchung ist repräsentativ.

ELSTER: 8,6 Millionen Steuererklärungen per Internet

  • Weiterer Anstieg der Nutzerzahl im Jahr 2010
  • Tipp: So verwenden Sie die elektronische Steuererklärung ELSTER

Die Nutzerzahl der Elektronischen Einkommensteuerklärung (ELSTER) ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. 2010 wurden 8,6 Millionen Einkommensteuerklärungen online abgegeben. Das waren 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies teilt der Hightech-Verband BITKOM mit. „Gut ein Viertel aller Steuererklärungen wird von den Steuerpflichtigen oder ihren Steuerberatern elektronisch erstellt und übermittelt. Hier ist noch Luft nach oben“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Die Nutzung ließe sich erhöhen, wenn die Bedienung der amtlichen Steuer-Software vereinfacht würde.Die elektronische Steuererklärung bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der Abgabe auf Papier. Das kostenlose Programm „ElsterFormular“ der Finanzverwaltung ermöglicht eine Probeberechnung der Steuernachzahlung bzw. Steuererstattung. Vorher führt es eine Plausibilitätsprüfung der Daten durch und weist den Steuerzahler auf widersprüchliche Eingaben hin. „Diese Prüfung hat durchaus Tücken, da der Nutzer nicht immer auf Anhieb erkennt, warum eine Eingabe abgelehnt wird“, sagte Kempf. Wer sich in der steuerrechtlichen Terminologie (Sonderausgaben, Werbungskosten etc.) nicht auskennt, wird nicht bei allen Feldern sofort wissen, was dort einzutragen ist. Hier muss das Programm aus Sicht des BITKOM mehr Informationen liefern. ElsterFormular kann deshalb kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder die fachkundige Beratung eines steuerlichen Beraters sein.

Ein weiterer Vorteil der Abgabe der Steuererklärung auf elektronischem Weg ist die kurze Wartezeit. In der Regel kommt der Bescheid innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Einreichung, da die Finanzämter die ELSTER-Anträge bevorzugt bearbeiten. Auf Wunsch versendet die Behörde zusätzlich einen elektronischen Steuerbescheid, der anzeigt, an welchen Punkten das Finanzamt von der Erklärung abgewichen ist.

Die Abgabefrist für Steuererklärungen, die ohne Unterstützung eines Steuerberaters abgebeben werden, endet am 31. Mai 2011. Der BITKOM gibt folgende Hinweise zur Nutzung von ELSTER.

Das Programm ElsterFormular: Für die Abgabe der Steuererklärung per Internet stellt die Finanzverwaltung die kostenlose Software „ElsterFormular“ zur Verfügung. Das Programm enthält die elektronischen Steuerformulare und eine Funktion zum Versenden der Steuererklärung. ElsterFormular steht auf der Website www.elster.de als Download bereit oder kann bei den Finanzämtern als CD-Rom abgeholt werden. Zudem sind Elster-Komponenten in der Regel Bestandteil marktüblicher Software zur Erstellung einer Steuererklärung. Achtung: Man sollte darauf achten, jeweils die aktuellste Version der Elster-Software zu nutzen. Denn zum einen ändert sich das Steuerrecht von Jahr zu Jahr und zum anderen wird das Programm für die Datenübermittlung ständig verbessert. Die Nutzung einer älteren Version ist daher meist nicht möglich.

Technische Voraussetzungen: Voraussetzung für die Nutzung von ElsterFormular ist ein Computer mit mindestens 250 MB freiem Speicherplatz auf der Festplatte, mindestens 512 MB Arbeitsspeicher und einem Prozessor mit einer Leistung ab 500 Megahertz. Unterstützt werden die Betriebssysteme Windows 7, Windows Vista und  Windows XP. Apple-Besitzer benötigen das Betriebssystem Mac OS X und die Spezial-Software MS Virtual PC. Für die Übermittlung der Daten wird ein schneller Internetzugang empfohlen. Zudem ist ein Drucker für den Ausdruck von Steuererklärung und Übertragungsprotokoll erforderlich.

Ausfüllen der Steuererklärung: Bei der elektronischen Steuererklärung gibt man die steuerlichen Daten am Bildschirm in Masken ein, die den herkömmlichen Steuerformularen auf Papier entsprechen. Die Software der Finanzverwaltung gibt Erläuterungen beim Ausfüllen der Datenfelder und macht darauf aufmerksam, wenn Eingaben fehlen. Sie gibt aber keine Tipps, wie Steuern gespart werden können.

Übermittlung der Daten: Die Daten werden von ElsterFormular verschlüsselt und mit Hilfe einer gesicherten Internetverbindung übertragen. Für die notwendige Authentifizierung des Antragstellers gibt es zwei Wege. Erstens: Per Unterschrift und Post. Nach der elektronischen Übermittlung der Daten mit ElsterFormular druckt der Anwender die „Komprimierte Steuererklärung“ aus. Diesen Ausdruck sendet er unterschrieben an das zuständige Finanzamt. Der zweite Weg ist das elektronische Zertifikat, mit dem die Steuererklärung papierlos und ohne Unterschrift abgegeben werden kann. Das persönliche Zertifikat erhalten Steuerpflichtige kostenlos nach der Registrierung unter www.elsteronline.de. Hierfür ist neben den persönlichen Daten nur die Eingabe der Steuernummer erforderlich. Beide Verfahren gelten als sicher.

Übrigens:  Belege  müssen die Antragsteller nur dann beim Finanzamt einreichen, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ist zum Beispiel für Spendenbescheinigungen oder Mitteilungen der Bank über gezahlte Kapitalertragsteuer  der Fall. Sämtliche Belege müssen aber für eventuelle Rückfragen des Finanzamtes bereit gehalten werden.

Hinweis zur Datenquelle: Die Daten zur Nutzung von ELSTER basieren auf Angaben der Finanzverwaltungen.

Steuern sparen mit Computer, Internet und Telefon

Steuern sparen mit Computer, Internet und Telefon

  • Berufstätige können die Kosten für Geräte und Software von der Steuer absetzen, wenn sie diese für ihre Arbeit nutzen
  • Auch PC- und Software-Schulungen können angesetzt werden
  • Frist zur Abgabe der Steuerklärung für 2010 endet am 31. Mai

Arbeitnehmer können Steuern sparen, wenn sie privat angeschaffte Computer, Handys, Software und andere IT-Geräte auch beruflich nutzen. Das gleiche gilt für Telefon- und Internetgebühren. Darauf weist der Hightech-Verband BITKOM hin. Hierfür müssen die Ausgaben in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Am 31. Mai 2011 läuft die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 ab. Der BITKOM zeigt, unter welchen Voraussetzungen Arbeitnehmer Telefon-, Internet- und PC-Kosten von der Steuer absetzen können.

  • Computer, Handy, Software usw.: Wer seinen privat angeschafften Computer „in erheblichem Umfang“ für die Arbeit nutzt, kann die Kosten von der Steuer absetzen. Für die Finanzämter ist dabei der Anteil der beruflichen Nutzung maßgeblich. Für den Nachweis ist es sinnvoll, eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers einzureichen oder drei Monate lang die Nutzung des Computers aufzuzeichnen. Ist ein Nachweis nicht möglich, gehen die Finanzämter von einer Aufteilung von 50 zu 50 (beruflich/privat) aus. Sind die Anschaffungskosten höher als 410 Euro, werden sie nicht auf einen Schlag geltend gemacht, sondern werden über drei Jahre verteilt. Dies gilt für den PC sowie für Zubehör wie Drucker, Monitor oder Modem sowie Software inklusive der Mehrwertsteuer. Für Handys beträgt der Zeitraum der Abschreibung fünf Jahre und für Faxgeräte sechs Jahre. Jedes Jahr sind zudem die Kosten für Verbrauchsmaterialien abzugsfähig, zum Beispiel Toner und Papier.
  • Internet- und Telefongebühren: Analog zum Gerätekauf können Steuerzahler die Kosten für berufliche Telefongespräche und den Internetzugang absetzen. Ohne Nachweis erkennt das Finanzamt 20 Prozent der Telekommunikationsaufwendungen, höchstens jedoch 20 Euro pro Monat, pauschal als Werbungskosten an. Wer höhere Aufwendungen absetzen will, sollte mindestens drei Monate lang den Gebrauch protokollieren. Dabei ist bei Telefongebühren ein Einzelverbindungsnachweis über ein- und ausgehende Gespräche hilfreich. Beim Internetzugang ist in der Regel kein Einzelnachweis möglich, da Pauschaltarife üblich sind. Die Rechtsprechung nimmt für alle Kosten im Zusammenhang mit einem Internetanschluss eine Aufteilung von 50 zu 50 (privat/beruflich) an.
  • Weiterbildungen: Aufwendungen eines Arbeitnehmers für Computerkurse und Software-Schulungen werden in voller Höhe als Werbungskosten anerkannt. Voraussetzung ist, dass ein Computerkurs mit der beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang steht und die erworbenen Kenntnisse im Beruf eingesetzt werden. Das muss der Kursteilnehmer nachweisen. In jedem Fall sollte er eine Teilnahmebescheinigung bei den Finanzämtern einreichen. Besser ist eine Erklärung des Arbeitgebers, die den beruflichen Anlass der Schulung deutlich macht. Neben den Kursgebühren können die Fahrtkosten (0,30 Euro pro Kilometer bei Fahrten mit dem eigenen Auto oder Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel), Übernachtungskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung geltend gemacht werden. Auch Reisekosten zu einer Computermesse können bei der Besteuerung geltend gemacht werden, soweit sie beruflich veranlasst sind.
  • Private Nutzung der IT des Arbeitgebers: Übrigens gibt es keine steuerlichen Probleme, wenn ein Arbeitnehmer unentgeltlich Computer, Festnetztelefon, Handy oder Internetzugang seines Arbeitgebers zu privaten Zwecken nutzt. Denn die Vorteile, die ein Arbeitnehmer aus dieser Nutzung zieht, unterliegen weder der Einkommen- noch der Mehrwertsteuer.

Das Internet ist keine Männerdomäne mehr

Das Internet ist keine Männerdomäne mehr

  • Frauen nutzen häufiger die kommunikativen Möglichkeiten
  • Die größten Geschlechterunterschiede gibt es weiterhin bei IT-Berufen

Berlin, 17. April 2011 – Die Zeiten, in denen Computer und Internet eher eine Männerdomäne waren, sind vorbei. Anfang 2011 haben Frauen mit 71 Prozent Internetnutzung mit Männern (73 Prozent) nahezu gleichgezogen. Dies teilt der Hightech-Verband BITKOM mit. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren nutzen erst 60 Prozent der Frauen das Web. Auch sind männliche Internetnutzer mit durchschnittlich 146 Minuten pro Tag nur unwesentlich länger online als Frauen mit etwa 130 Minuten.

Nur wenn es um den reinen Besitz von Hightechgeräten geht, liegen Männer vorne. 87 Prozent der Männer und lediglich 79 Prozent der Frauen besitzen ein Mobiltelefon. 86 Prozent der Männer nutzen einen PC gegenüber 72 Prozent der Frauen. Entsprechend ist der Anteil derer, die den Computer für ein Statussymbol halten, bei Männern mehr als doppelt so hoch (17 Prozent) wie bei Frauen (acht Prozent). Beim Nachwuchs hat sich die Situation bereits gedreht: Mädchen haben etwas häufiger als Jungs ein Mobiltelefon (92 zu 87 Prozent).Geht es um die Nutzung und hier insbesondere die neuen kommunikativen Möglichkeiten der digitalen Welt, liegen Frauen vorne. So sind vier von fünf weiblichen Usern Mitglied in mindestens einer Online-Community, bei Männern sind es erst drei Viertel. Wohin der Trend hier geht, zeigt ein Blick auf den Nachwuchs. In sozialen Netzwerken haben Mädchen Jungs deutlich hinter sich gelassen. 84 Prozent der Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren sind Mitglied eines sozialen Netzwerks, bei den Jungs sind es erst zwei Drittel. „Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Zahlen.

Auch beim Online-Shopping liegen Frauen leicht vorne: 88 Prozent der weiblichen User haben bereits im Web eingekauft, gegenüber 83 Prozent bei den Männern. Die Vorlieben sind dabei eindeutig verteilt: Frauen kaufen häufiger Kleidung im Web (41 zu 17 Prozent), Männer erstehen eher Elektronikgeräte, Computer und Videospiele.

Unterschiede gibt es zudem beim Gaming: Frauen entscheiden sich nur halb so häufig wie Männer für Actionspiele. Egoshooter & Co. kommen lediglich bei knapp 15 Prozent der Frauen, aber bei 29 Prozent der Männer gut an. Umgekehrt begeben sich Frauen sehr viel häufiger (13 Prozent) als Männer (fünf Prozent) in virtuelle Welten oder nutzen Social Games (zehn zu sechs Prozent). Generell jedoch spielen Männer und Frauen etwa gleich häufig.

In einer Hinsicht klafft aber noch eine deutliche, traditionelle Lücke zwischen den Geschlechtern. Im Fach Informatik ist nicht einmal ein Fünftel (18,4 Prozent) aller Studierenden weiblich, im Fach Elektrotechnik ist es sogar nur ein Zehntel (9,8 Prozent). Im Jahr 2009 waren unter 40.500 Auszubildenden in den IT-Berufen nur neun Prozent Frauen.

„Deutschland sieht auf ein verlorenes Jahrzehnt in Sachen Frauenförderung zurück. Seit zehn Jahren stagniert der Anteil von Frauen bei den Studienanfängern in den Kernfächern Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik nahezu“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Es muss uns gelingen, aus dem Interesse an der neuen Internetwelt ein Interesse an der dahinterliegenden Technik zu machen – gerade auch bei Mädchen.“

Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragten die Meinungsforschungsinstitute Forsa und Aris über 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren bzw. 723 Personen zwischen zehn und 18 Jahren (Angaben zu Jugendlichen). Zahlen zu Studierenden und Azubis: Statistisches Bundesamt bzw. Dt. Industrie- und Handelskammertag.

Die Hälfte der Beschäftigten arbeitet mit dem Internet

Die Hälfte der Beschäftigten arbeitet mit dem Internet

  • Medienbranche vorne, Schlusslicht Bau
  • Im EU-Vergleich verbessert sich Deutschland auf Platz acht
  • Digitale Spaltung innerhalb der Europäischen Union

Berlin, 22. März 2011 - Das Internet ist aus dem Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken: Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Beschäftigten in Deutschland nutzt bei ihrer täglichen Arbeit das Internet. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 verwendeten erst 29 Prozent der Arbeitnehmer das Internet im Job. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. „Das Internet ist zu einem sehr wichtigen Arbeitswerkzeug geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Das Netz verbessert die Kommunikation, erleichtert den Austausch von Informationen und macht Arbeitsabläufe effizienter.“ Am weitesten verbreitet ist das Web in der Medienbranche: 94 Prozent aller Mitarbeiter von Medienunternehmen arbeiten regelmäßig mit dem Internet. In der IT-Branche sind es 88 Prozent, in der Finanzwirtschaft 86 Prozent und im Handel 53 Prozent. Selbst im Baugewerbe, Schlusslicht des Branchenvergleichs, nutzen mit 28 Prozent mehr als ein Viertel aller Beschäftigten das Internet für ihre tägliche Arbeit.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland beim Interneteinsatz im Job auf Platz acht. An der Spitze stehen die skandinavischen Länder Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen mit Nutzungsraten von mehr als 60 Prozent. „Der Abstand zur Spitzengruppe ist immer noch zu groß“, sagte Scheer. Im Durchschnitt der EU-Länder nutzen 44 Prozent der Beschäftigten das Internet bei der täglichen Arbeit. Immerhin hat Deutschland einen Sprung nach oben gemacht. Im Jahr 2004 lag Deutschland noch auf Platz 12 und damit unterhalb des EU-Durchschnitts. Die rote Laterne tragen zurzeit Bulgarien mit einer Nutzungsrate von 20 Prozent und Rumänien mit 23 Prozent. „Die digitale Spaltung verläuft mitten durch Europa“, sagte Scheer. „Eine ausgeglichene technologische Entwicklung sollte ein zentrales Ziel der europäischen Wirtschaftspolitik sein.“ Der Grad der IT-Nutzung ist heute eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Volkswirtschaften in aller Welt.

Zur Methodik: Basis der Angaben sind Erhebungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Berücksichtigt wurden Beschäftigte, die bei ihrer alltäglichen Arbeit das Internet verwenden.