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Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

    Sunday, June 29th, 2008

Zwei von drei E-Mail-Kunden bekommen täglich Spam

  • Mindestens 80 Prozent aller versandten Nachrichten sind Spam
  • Die meisten Anwender setzen auf Filter ihrer Provider
  • BITKOM nennt die fünf wichtigsten Tipps gegen Spam

Berlin, 29. Juni 2008 - 71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse haben, bekommen täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht. Jeden vierten E-Mail-Kunden (27 Prozent) erreichen sogar mehr als fünf dieser so genannten Spam-Mails am Tag. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. „Spam ist neben Viren eines der größten Ärgernisse für Internet-Nutzer“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Mindestens 80 Prozent aller weltweit versandten E-Mails sind Spam.

Von der tatsächlichen Anzahl der versandten Spam-E-Mails bekommt die Mehrheit der Anwender allerdings nur wenig mit. Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen E-Mail-Kunden schützen sich gegen die unerwünschten Nachrichten. Die meisten setzen dabei auf die Spam-Filter ihrer E-Mail-Anbieter (38 Prozent). 25 Prozent haben einen Filter auf dem eigenen Computer – entweder im E-Mail-Programm integriert oder als separate Software. Weitere bekannte Methoden sind, zweifelhafte Webseiten zu meiden oder spezielle Anti-Spam-Dienstleister zu nutzen.

Immerhin jeder Vierte beugt Spam überhaupt nicht vor – so das Ergebnis der BITKOM-Umfrage. „Es gibt noch großen Aufklärungsbedarf. Man muss kein Experte sein, um die Spam-Flut einzudämmen“, so Kempf. Technische Hilfen und Vorsichtsmaßnahmen seien immer noch der beste Weg gegen unerwünschte Nachrichten. Zwar droht Spam-Versendern in Deutschland seit dem vergangenen Jahr ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spam-Mails werden aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung.

Hier die wichtigsten Tipps des BITKOM gegen Spam:

1. Komplizierte E-Mail-Adresse wählen
Spam-Versender verschicken ihre Post oft nach dem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch E-Mail-Adressen und probieren diese aus. Lange oder ungewöhnliche Zeichenfolgen in der eigenen E-Mail-Adresse erschweren die Arbeit der Spammer.

2. Nicht antworten
Nicht auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist. Künftig gibt es dann nur noch mehr Post.

3. Zweit-Adresse anlegen
Die privat genutzte E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite Kennung anzulegen. Wer über diese Adresse zu viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde und Bekannte weiterhin erreichbar.

4. Spam-Filter nutzen
Mit Hilfe von Spam-Filtern gelangen weniger unerwünschte Mails in den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen sie beispielsweise in einem gesonderten Ordner ab. Spam-Filter werden als Software für den eigenen PC oder als Service der E-Mail-Provider angeboten.

5. Blindkopien verschicken
Vorsichtig mit Kontakten von Freunden und Kollegen umgehen! Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld „BCC“ eingeben. Dann sehen die Empfänger keine fremden Adressen.

 


E-Mail-Nutzung hängt vom Bildungsniveau ab

    Sunday, April 20th, 2008

E-Mail-Nutzung hängt vom Bildungsniveau ab

  • Zwei Drittel der Abiturienten versendet täglich private E-Mails
  • Anteil bei Hauptschulabsolventen nicht einmal halb so hoch
  • Scheer: „Digitale Kluft erschreckend groß“

Berlin, 20. April 2008 - Der Bildungsgrad beeinflusst die Nutzung von E-Mails weiterhin sehr stark. Nur 30 Prozent der Deutschen mit Hauptschulabschluss versenden täglich private Mails, bei Personen mit Abitur sind es mit 67 Prozent mehr als doppelt so viele, bei Personen mit Realschulabschluss 46 Prozent. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (BITKOM) heute in Berlin mit. Grundlage für die repräsentativen Angaben ist der Webmonitor von BITKOM und dem Marktforschungsinstitut Forsa. „Die digitale Kluft ist in Deutschland weiterhin erschreckend groß“, kommentierte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM, die neuen Zahlen. Bildungsferne Schichten haben zu Hause seltener einen Internet-Anschluss.
 
Die Hersteller werden laut BITKOM künftig auch in Deutschland vermehrt einfach ausgestattete und sehr preiswerte Geräte anbieten. Scheer: „So können sich die finanzschwachen Bevölkerungsgruppen die Welt des In-ternet leichter erschließen.“ Der BITKOM-Präsident sieht zudem die Politik in der Pflicht: „Die IT-Ausstattung der deutschen Schulen ist so schlecht wie in kaum einem anderen europäischen Land. Dabei sind grundlegende IT-Kenntnisse und -Erfahrungen in den meisten Berufen heute Standard.“ Scheer forderte die politisch Verantwortlichen auf, gegenzusteuern: „IT ist eine Kulturtechnologie wie Lesen und Schreiben. Sie muss in den Bildungsauftrag der Schulen voll integriert werden. Informatik sollte Pflichtfach sein, und neue Medien sollten im gesamten Fächerkanon als Lehr- und Lerninstrument standardmäßig Einsatz finden.“

Neben dem Bildungsgrad hängt die private Email-Nutzung auch vom Alter ab: Von den 14- bis 29-Jährigen nutzen täglich fast drei Viertel E-Mails für private Kontakte, bei den 45- bis 59-Jährigen ist es knapp die Hälfte, bei den über 60-Jährigen noch gut ein Viertel. Unterschiede zeigen sich zu-dem beim Geschlecht. So verschicken 59 Prozent der Männer täglich private Mails, bei den Frauen sind es 43 Prozent.

Methodik: Der Webmonitor ist eine regelmäßige Erhebung von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa zur Internetnutzung der Deutschen. Befragt werden jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren, die in Privat-haushalten leben. Die Erhebung ist repräsentativ.