May 19, 2013

Mit Shopping-Clubs bei Markenware sparen

  • 4,4 Millionen Internetnutzer sind Mitglied in Shopping-Clubs
  • Zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen für hochwertige Produkte
  • Trotz hoher Rabatte sollten Verbraucher die Preise vergleichen

Berlin – Wer beim Kauf von Markenprodukten Geld sparen möchte, dem bieten Online-Shopping-Clubs eine Alternative zu herkömmlichen Versandhändlern im Web. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM waren im Jahr 2012 in Deutschland rund 4,4 Millionen Verbraucher bei einem Shopping-Club angemeldet. Das entspricht 8 Prozent aller Internetnutzer. Besonders beliebt sind Shopping-Clubs wie brands4friends, limango, vente privee oder Zalando Lounge bei den Jüngeren: 16 Prozent der 18- bis 29-jährigen Internetnutzer waren 2012 Mitglied bei einer Shopping-Community. Zudem waren etwas mehr Frauen (9 Prozent der Onliner) als Männer (7 Prozent) bei den Clubs registriert. „Mitglieder von Shopping-Clubs erhalten auf den Online-Plattformen Markenware zu vergünstigten Preisen“, sagt Tobias Arns, E-Commerce-Experte des BITKOM. „Wer die aktuellen Verkaufsaktionen im Blick hat und Preise vergleicht, kann in den Clubs erfolgreich auf Schnäppchenjagd gehen.“ Dabei sollten Verbraucher aber Alternativangebote im Blick behalten.

Das Sortiment von Online-Shopping-Clubs besteht zum größten Teil aus Markenprodukten. Die Artikel stammen überwiegend aus den Bereichen Mode, Elektronik sowie Möbel und Wohnen, bisweilen werden auch Reisen und Events angeboten. Die Betreiber arbeiten mit bekannten Herstellern und Designern zusammen, die auf diesem Weg Überschuss- oder Saisonware vertreiben können. Zudem haben die Verkäufe Aktionscharakter, die Angebote sind also zeitlich oder mengenmäßig begrenzt. Nur wer sich zunächst online registriert, hat Zugang zu den Angeboten. Die Registrierung ist unverbindlich und kostenlos. Bei manchen Portalen ist eine Mitgliedschaft auch per Einladung von bereits registrierten Nutzern möglich. Wer sich per Einladung anmeldet oder selbst andere Nutzer einlädt, bekommt meist einen Shopping-Gutschein.

Die Verkaufsaktionen starten zu einem bestimmten Zeitpunkt und sind dann für wenige Tage gültig. In der Regel ist auch die Stückzahl der Aktionsware begrenzt. Die Club-Mitglieder werden per E-Mail über bevorstehende Verkaufsaktionen informiert. Je nach Shopping-Club gibt es Preisnachlässe von bis zu 80 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. „Da die UVP nur selten eine realistische Bezugsgröße für Rabatte ist, sollten sich Verbraucher im Web einen Überblick über die Preise verschaffen“, rät Arns.

Die Abwicklung des Einkaufs funktioniert genauso wie bei anderen Bestellungen im Internet. Allerdings fallen üblicherweise für jede Bestellung Versandkosten an. Mehrere Bestellungen können nur innerhalb einer Verkaufsaktion gebündelt werden, um Versandkosten zu sparen. Gefällt oder passt der Artikel nicht, kann er innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen wieder zurückgeschickt werden.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

Rekord bei App-Downloads

Rekord bei App-Downloads

  • 2012 wurden mehr als 1,7 Milliarden Apps in Deutschland heruntergeladen
  • 83 Prozent der Smartphone-Nutzer installieren zusätzliche Programme
  • Ein Drittel nutzt auch kostenpflichtige Apps

Berlin, 26. März 2013 – Der Trend zu Apps für Smartphones und Tablet Computer hat sich im Jahr 2012 weiter verstärkt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das entspricht einer Steigerung von rund 80 Prozent im Vergleich zu 2011. Damals wurden knapp eine Milliarde Apps installiert. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance. Apps sind Programme, die speziell für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet Computer entwickelt werden. Der Anwendungsbereich reicht von Navigationsdiensten über soziale Netzwerke und Spielen bis zu Nachrichten und Einkaufsmöglichkeiten. „Der Megatrend zu mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet Computern ist ungebrochen. Apps tragen maßgeblich dazu bei“, sagt Tobias Arns, Experte für mobile Dienste beim BITKOM. „Smartphone-Programme werden für Online-Dienste immer wichtiger, da die Internetnutzung zunehmend auf Mobilgeräten stattfindet.“

In Deutschland nutzen 83 Prozent der Smartphone-Besitzer Apps. Fast jeder Zweite (45 Prozent) lädt nur kostenfreie Programme herunter. „Die vielen kostenlosen Programme haben wesentlich zum Erfolg der Smartphones beigetragen, weil sie aus Handys Multifunktionsgeräte gemacht haben“, sagt Arns. Kostenlose Apps finanzieren sich in der Regel über Werbung oder die Möglichkeit, innerhalb der Anwendung Käufe zu tätigen. Jeder dritte Smartphone-Nutzer (33 Prozent) installiert hin und wieder kostenpflichtige Apps. 5 Prozent von ihnen geben regelmäßig Geld für Smartphone-Programme aus.

BITKOM ist in diesem Jahr zum ersten Mal Kooperationspartner der Droidcon. Die Entwicklerkonferenz befasst sich mit dem Mobilbetriebssystem Android. Einer der Schwerpunkte ist die Programmierung von Smartphone-Apps für dieses System. Die Veranstaltung findet vom 7. bis 10. April 2013 in Berlin statt

Drogerien wandern ins Web

Drogerien wandern ins Web

  • Jeder fünfte Internetnutzer hat bereits Drogerie-Artikel online gekauft
  • Online-Drogerien bieten Einkaufs-Abos

Nicht nur Medien oder Kleidung werden immer häufiger im Internet bestellt. Auch Artikel des täglichen Bedarfs werden zunehmend online gekauft statt in Drogerie oder Supermarkt vor Ort. Jeder fünfte Internetnutzer (21 Prozent) hat bereits Drogerieartikel, Parfüm oder Kosmetik im Web bestellt. Das entspricht mehr als 11 Millionen Deutschen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab. Am häufigsten kaufen die 30- bis 49-Jährigen und die 50- bis 64-Jährigen Drogerieartikel im Web. Jeder vierte Online-Shopper in diesen Altersgruppen (25 Prozent) hat im Internet bereits Drogerieprodukte bestellt. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist es jeder Vierte (19 Prozent). „Geringe Versandkosten, schnelle Lieferung und komfortable Bestellmöglichkeiten auch von unterwegs machen den Online-Kauf von Drogerie-Artikeln attraktiv“, sagt Tobias Arns, E-Commerce-Experte beim BITKOM.
Viele Online-Shops haben inzwischen ihre Websites an Mobilgeräte wie Smartphones angepasst. Einige Online-Shops bieten darüber hinaus einen besonderen Einkaufsservice an, das Einkaufs-Abo: Der Kunde kann selbst Zeitabstände festlegen, in denen er Produkte, die er immer wieder braucht, automatisch zugeschickt bekommt. Damit reagieren die Onlinehändler auf den Umstand, dass gerade Dinge des täglichen Bedarfs regelmäßig nachgekauft werden müssen und viele Verbraucher dabei immer wieder ein bestimmtes Produkt einer bestimmten Marke wählen. Unterstützung beim Online-Einkauf bieten zudem digitale Einkaufszettel.

Der Trend zum Online-Shopping erfasst nicht nur immer mehr alltägliche Produkte aus der Drogerie oder dem Supermarkt. Auch große und teure Anschaffungen werden immer häufiger im Web bestellt. So hat bereits knapp jeder vierte Internetnutzer in Deutschland (23 Prozent) Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände online gekauft. Arns: „E-Commerce wird in nahezu allen Bereichen des privaten Konsums zum Standard.“

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ

Nachfrage nach Netbooks halbiert

  • In Deutschland werden noch knapp 200.000 Geräte verkauft
  • Trend zu Tablet-PCs und großen Smartphones

Berlin, 11. März 2013 – Wie schnell sich Produktzyklen in der IT-Branche ändern, zeigen aktuell die Netbooks. Diese Geräteklasse kam in Deutschland erst 2008 mit dem Asus EeePC 700 auf den Markt. Jetzt werden Netbooks offenbar zum Nischenprodukt. Hauptgrund dafür ist der Boom bei Tablet-PCs und Smartphones. 2009 wurden hierzulande noch fast 2 Millionen Netbooks verkauft, seitdem ging es von Jahr zu Jahr zweistellig nach unten. 2013 wird der Absatz um die Hälfte (52 Prozent) auf rund 190.000 Geräte schrumpfen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO.

Netbooks sind kleiner, leichter, weniger leistungsstark und günstiger als herkömmliche Notebooks, besitzen aber weitgehend deren Funktionalität. Der Umsatz geht in Deutschland dieses Jahr voraussichtlich um 54 Prozent auf nur noch 39 Millionen Euro zurück. 2009 betrug er mit rund 564 Millionen Euro noch fast fünfzehn Mal so viel. Der Durchschnittspreis geht geringfügig (2,4 Prozent) auf 205 Euro zurück.

Auf dem Computer-Markt verschmelzen die früher strikt getrennten Segmente PC und Handy zusehends. Der neueste Konvergenztrend sind so genannte „Phablets“, als eine Kombination von Smartphones und Tablet-PCs.

Hinweis zur Methodik: Den Marktprognosen liegen neueste Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. EITO liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

Online-Medikamentenkauf in Deutschland immer beliebter

  • Fast jeder dritte Internet-Nutzer hat im Web Medikamente bestellt
  • Rund 3.000 zugelassene Online-Apotheken in Deutschland
  • Tipps für den Online-Kauf von Arzneimitteln

Berlin, 8. Februar 2013 – Deutsche Verbraucher kaufen zunehmend Medikamente im Internet. Mehr als 16 Millionen Bundesbürger haben bereits frei verkäufliche oder apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel im Web bestellt. Das sind 30 Prozent aller Internetnutzer. Anfang 2011 waren es erst 9 Millionen. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Vor allem Frauen nutzen Versandapotheken: Jede dritte Internetnutzerin (33 Prozent) hat bereits Medikamente im Web bestellt, bei den Männern sind es hingegen nur 27 Prozent. „Die Bestellung von Medikamenten im Internet ist mittlerweile für viele ähnlich selbstverständlich wie von Büchern oder Kleidung“, sagt Dr. Pablo Mentzinis, E-Health-Experte beim BITKOM. „Online-Apotheken bieten wichtige Vorteile: in der Regel sind sie bei frei verkäuflichen Medikamenten günstiger, zudem können Arzneimittel zeit- und ortsunabhängig bestellt werden. Damit sind sie insbesondere für Arbeitnehmer und auch ältere Menschen eine wichtige Alternative zu Präsenz-Apotheken.“

Online-Apotheken sind häufig aufgrund der niedrigen Preise von rezeptfreien Medikamenten attraktiv. Hauptgrund dafür sind die im Vergleich zu Präsenz-Apotheken geringeren Fixkosten im Online-Versandhandel. Einzelne rezeptfreie Medikamente können um mehr als 50 Prozent günstiger sein. Die Versanddauer bei inländischen Apotheken beträgt zwischen zwei und drei Tagen, bei ausländischen Versandapotheken meist etwas länger.

Der Versandhandel von apothekenpflichtigen Arzneimitteln via Internet ist seit Anfang 2004 erlaubt. Seitdem ist die Anzahl zugelassener Online-Apotheken kontinuierlich gestiegen. Aktuell sind insgesamt 3.000 Versandapotheken registriert, von denen ungefähr 80 Prozent eine Website besitzen. Alle zugelassenen Web-Apotheken sind in einem Versandapothekenregister eingetragen – darunter auch viele Präsenz-Apotheken, die das Online-Geschäft zusätzlich betreiben. Eine Zulassung wird von der zuständigen Landesbehörde erteilt.

Alle zugelassenen Versandapotheken listet das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) unter www.dimdi.de/static/de/amg/var/index.htm auf. Es gibt auch ausländische Apotheken mit einer Versanderlaubnis für Deutschland. Zugelassen werden jedoch nur Apotheken aus bestimmten europäischen Ländern. Online-Apotheken aus dem Ausland müssen sich hierfür an die deutsche Arzneimittelpreisverordnung halten. Die Regelung wurde im Rahmen der Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG) im Jahr 2012 beschlossen. Kernziel der AMG-Novelle waren die Stärkung der Arzneimittelsicherheit, insbesondere der Schutz vor gefälschten Arzneimitteln.

Beim Medikamentenkauf im Web ist auch Vorsicht geboten. Unseriöse Anbieter verkaufen gefälschte und nicht zugelassene Ware. BITKOM gibt Tipps für den sicheren Online-Medikamentenkauf:

1. Woran erkennt man seriöse Versandapotheken im Internet?
Zunächst lohnt sich ein Blick in das Impressum der Online-Apotheke. Hier sollten alle wichtigen Informationen aufgelistet sein: Adresse, Name des verantwortlichen Apothekers, Telefonnummer, Aufsichtsbehörde und die zuständige Apothekenkammer. Die Apotheken dürfen auf ihrer Website mit einem Sicherheitslogo des DIMDI auf den Eintrag im Versandapothekenregister hinweisen. Durch den Klick auf das Logo gelangt der Verbraucher zum Registereintrag der Apotheke. Bei der Bestellung von rezeptpflichtigen Medikamenten verlangen seriöse Versandapotheken die postalische Zusendung des Rezepts. Weiterhin sind Versandapotheken zu einer telefonischen Beratung des Kunden gesetzlich verpflichtet. Die Beratungshotline muss dabei mit deutschsprachigem pharmazeutischem Fachpersonal besetzt sein.

2. Welche Medikamente können online bestellt werden?
Online-Apotheken verkaufen sowohl frei verkäufliche als auch verschreibungspflichtige Medikamente. Erstere sind im Web oft günstiger als bei Präsenzapotheken. Sie unterliegen keiner gesetzlichen Preisbindung. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel sind Preisunterschiede von über 50 Prozent gegenüber dem Herstellerpreis per Gesetz verboten.

3. Wie bestellt man freiverkäufliche und verschreibungspflichtige Medikamente im Internet?
Der Erwerb von freiverkäuflichen und apothekenpflichtigen Medikamenten im Internet funktioniert wie eine normale Online-Bestellung: Produkt aussuchen, in den Warenkorb legen und den Kauf anschließend bestätigen. Die Bestellung ist oft auch telefonisch, per E-Mail oder Fax möglich. Verschreibungspflichtige Medikamente können neben dem Produktnamen auch anhand der Pharmazentralnummer auf der Website der Versandapotheke gesucht werden. Durch die siebenstellige Nummer sind Arzneimittel eindeutig gekennzeichnet. Für den Postversand des Rezepts bieten viele Apotheken ihren Kunden eine Gutschrift der Portokosten an. Oft erhalten Kunden auch Freiumschläge für die kostenlose Zusendung.

4. Gibt es einen Schutz vor gefälschten Medikamenten?
Medikamente lassen sich auf unterschiedlichste Art und Weise fälschen: Beispiele sind falsche Dosierungen, gefälschte Beipackzettel, absichtlich verlängerte Verfallsdaten oder gar eine falsche Zusammensetzung des Medikaments selbst. Auch deshalb sollte man nur bei registrierten Versandapotheken bestellen. Beipackzettel müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Verbraucher sollten skeptisch werden, wenn verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Vorlage eines Rezeptes angeboten werden.

Breitband-Anschlüsse: Breitband-Boom in Deutschland

  • Fast 80 Prozent aller Haushalte nutzen einen schnellen Internet-Zugang
  • Verfügbarkeit liegt bei über 99,5 Prozent
  • Breitband-Strategie zeigt Erfolge

Der Breitband-Boom in Deutschland setzt sich fort. Lange Zeit haben deutsche Haushalte schnelle Internet-Zugänge im internationalen Vergleich nur mäßig genutzt. Nun ist man in der Spitzengruppe angekommen. Inzwischen nutzen fast vier von fünf Haushalten (78 Prozent) einen schnellen Breitband-Zugang ins Netz. Damit hat sich die Zahl dieser Anschlüsse seit 2004 mehr als vervierfacht und beträgt nun 31 Millionen. Deutschland liegt klar über dem europäischen Schnitt, auf Rang 6. Dies gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute bekannt. Basis sind neue Zahlen von Eurostat. „Die Breitband-Strategie des Bundes und die Milliarden-Investitionen der Netzbetreiber haben es ermöglicht, dass Deutschland bei der Breitband-Nutzung inzwischen vorne dabei ist“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Schnelle Internet-Zugänge mit mindestens 1Mbit/s sind in Deutschland für über 99 Prozent der Haushalte verfügbar. Nur jeder fünfte Haushalt nutzt dieses Angebot nicht.

„Für Zuwachs bei der Nutzung sorgten außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, so Rohleder. Immer höhere Geschwindigkeiten und die Kombination von Fernsehanschluss, Internetzugang sowie Telefonie machen die Paketangebote für immer mehr Kunden attraktiv.

Laut Bundesnetzagentur haben die TK-Unternehmen zwischen 1998 und 2010 über 93 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert. „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Rohleder. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen.

Die Bundesregierung will durch Breitbandstrategie den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen. Mit dem Ausbau der Mobilfunknetze mit dem neuen Standard LTE (Long Term Evolution) werden auch die letzten „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung geschlossen. In einem zweiten Schritt wird die Entwicklung zu deutlich höheren Geschwindigkeiten forciert. Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte Zugang zu Anschlüssen mit mindestens 50 MBit/s haben.

Zur Methodik: Eurostat führt jährliche Erhebungen zur ITK-Nutzung in Haushalten und in Unternehmen durch. EU-weit liegt die Stichprobe für die Befragung bei über 200.000 Personen. Breitband richtet sich laut Eurostat nach der Art der Internet-Verbindung, nicht nach der Geschwindigkeit. Zu den Breitband-Technologien gehören beispielsweise DSL, ADSL, VDSL, Kabel, Satellit sowie UMTS, falls mobiles Breitband vor Ort verfügbar ist und die zur Nutzung notwendigen Voraussetzungen (entsprechendes Gerät, Vertrag mit Haushaltsmitglied) vorliegen.

Mehr Bandbreite im Breitband

Mehr Bandbreite im Breitband

  • Netzausbau kostet bis zu 40 Milliarden Euro´
  • OECD: Deutschland hat Nachholbedarf
  • BITKOM: TKG-Novelle muss Investitionsbedingungen verbessern

Berlin, 19. Juli 2011 – Breitband-Zugänge werden immer schneller. 2010 besaß fast jeder dritte deutsche Haushalt einen Anschluss mit einer vermarkteten Downloadgeschwindigkeit von über 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Im Jahr zuvor war es erst jeder vierte. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten der Bundesnetzagentur mit. „Erst mit Bandbreiten im zweistelligen Megabit-Bereich kann man viele Web-Angebote richtig nutzen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Derzeit sind für etwa 40 Prozent der deutschen Haushalte hohe Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde verfügbar. Doch weniger als ein Prozent der Haushalte nutzt diese Anschlüsse, trotz deutlich gefallener Preise.

Laut Bundesnetzagentur besaß Ende 2010 rund jeder achte Haushalt in Deutschland einen Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit zwischen 144 Kbit/s und 2 Mbit/s. Ebenso viele nutzten einen Anschluss mit genau 2Mbit/s. Mit fast 45 Prozent waren Internetzugänge mit einer Geschwindigkeit zwischen 2 und 10 Mbit/s am stärksten verbreitet. Schnellere Verbindungen mit Downloadraten zwischen 10 und 30 Mbit/s nutzte ungefähr jeder vierte Haushalt. Lediglich fünf Prozent der Haushalte besaßen Anschlüsse mit 30 bis 100 Mbit/s. Internetverbindungen mit vermarkteten Datenraten von 100 Mbit/s und mehr hatten lediglich 0,2 Prozent der Haushalte.

Hohe Bandbreiten von über 20 Mbit/s können nur mit modernen Anschlusstechnologien erreicht werden. Für schnelle Internetverbindungen über die Telefonleitung wird dabei hauptsächlich VDSL genutzt. Für ungefähr 30 Prozent der Haushalte mit einem klassischen DSL-Anschluss ist auch VDSL verfügbar. Damit werden Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s erreicht. Ein Song kann dann in einer Sekunde heruntergeladen werden. Als Alternative zum DSL-Anschluss hat sich in den vergangenen Jahren das TV-Kabel entwickelt: Durch Aufrüstung der Netze auf den Übertragungsstandard Docsis 3.0 sind heute für rund 13 Millionen Haushalte Downloadraten von bis zu 100 Mbit/s verfügbar, Ende 2012 werden es nach BITKOM-Schätzungen rund 24 Millionen sein. Ähnlich schnelle Glasfaseranschlüsse sind bisher nur regional verfügbar. Mit einem Ausbau dieser Anschlusstechnologie wird in diesem Jahr begonnen.

Die Investitionen in das Breitbandnetz stabilisierten sich 2010 auf hohem Niveau. So wurden laut Bundesnetzagentur fast 4 Milliarden Euro in den Ausbau des Fest- und Kabelnetzes investiert, seit 1998 sind es über 93 Milliarden Euro. Der Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen wird in den kommenden Jahren nach BITKOM-Berechnungen weitere 30 bis 40 Milliarden Euro kosten. „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von superschnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Kempf. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen.

Laut einer OECD-Studie liegt die durchschnittliche maximale Bandbreite von Internetanschlüssen in Deutschland bei 17 Mbit/s. Der OECD-Durchschnitt beträgt 37 Mbit/s. Deutschland belegt einen Platz im hinteren Mittelfeld. „Die Rahmenbedingungen für den Ausbau des Breitbandnetzes müssen im Zuge der aktuellen Novellierung des Telekommunikationsgesetzes weiter verbessert werden“, fordert Kempf angesichts dieser Zahlen. Beispielsweise sollten aus BITKOM-Sicht Gas- und Stromversorger verpflichtet werden, unter bestimmten Bedingungen Leerrohre für Internetkabel zur Verfügung zu stellen. So würden zusätzliche Baustellen und doppelte Kosten vermieden. Gleiches gelte für die sehr kostenträchtige Verkabelung innerhalb von Gebäuden. Zudem seien Planungs- und Rechtssicherheit für investierende Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Auch in diesem Punkt bleibe die Novelle hinter ihren Möglichkeiten.

Die Bundesregierung will durch die Breitbandstrategie den Ausbau der Breitbandinfrastruktur beschleunigen. Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte einen Anschluss von mindestens 50 Mbit/s erhalten können.

Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken

Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken

  • 76 Prozent der Internetnutzer sind in Online-Communitys aktiv
  • Bei unter 30-Jährigen sind es sogar 96 Prozent
  • Junge Frauen nutzen soziale Netzwerke am intensivsten

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. „Soziale Netzwerke haben sich in kürzester Zeit von einem Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt“, kommentiert Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM, die neuen Zahlen. „Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken.“Bei den unter 30-Jährigen Internetnutzern sind sogar 96 Prozent Mitglied einer Social Community –ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. „Community-Abstinenzler sind in dieser Altersgruppe die absolute Ausnahme. Ohne Internet-Profil sind Jugendliche schnell out“, so Berg. Aber auch 80 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und immerhin jeder Zweite über 50 haben ein Profil in mindestens einem Netzwerk. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Drittnetzwerk.

Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communitys angemeldet. Sie unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte. Jüngere Nutzer sind dabei kontaktfreudiger. Fast jeder Dritte unter 30 hat über 200 Personen in seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit weniger als 30 Freunden. Die Nutzungsdauer variiert sehr stark. 11 Prozent ordnet BITKOM als Heavy User ein – sie verbringen täglich mehr als 2 Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-Nutzung mit 80 zu 74 Prozent recht deutlich vor Männern. „Die Pioniere der sozialen Netzwerke sind tendenziell jung und weiblich“, sagte Berg.

Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Jeder dritte fand über Social Communitys neue Freunde, sechs Prozent lernten so ihren Lebenspartner kennen, fünf Prozent machten erotische Bekanntschaften. Auch für das Berufsleben steigt die Bedeutung der sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre Allgemeinbildung verbessert.

Die meisten Menschen machen ausschließlich gute Erfahrungen in den Netzwerken, nur jeder dritte weiß auch einmal Negatives zu berichten. Am störendsten werden unangenehme Kontaktanfragen empfunden. Jeder vierte Community-Nutzer beschwert sich darüber. Insbesondere Frauen haben auch schon anzügliche Nachrichten erhalten. 15 Prozent der Frauen berichten von solchen Erfahrungen, gegenüber lediglich 4 Prozent der Männer.

In puncto Datenschutz scheiden sich auch in den Communitys die Geister. Die eine Hälfte der Nutzer macht ihre Daten prinzipiell für alle zugänglich, die andere Hälfte schränkt den Zugriff bewusst ein. „Der Sinn von sozialen Netzwerken liegt in der Kommunikation und im Informationsaustausch. Wer nichts von sich erzählt, wird schwerlich Kontakte finden. Dabei sollte jeder Nutzer verantwortungsvoll mit seinen eigenen Daten umgehen und sich auf das beschränken, was für das jeweilige Netzwerk wirklich wichtig ist“, sagt Berg. BITKOM empfiehlt, bei der Wahl eines sozialen Netzwerks vorher genau dessen Datenschutzbestimmungen durchzulesen und die möglichen Datenschutzeinstellungen gezielt einzurichten.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa deutschlandweit 1.001 deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

Deutschland nimmt ab

Der Winterspeck muss weg! Getreu dieser Devise greifen viele Leser hierzulande auf Schlankheits-Ratgeber zurück. Aktuell tummeln sich gleich sieben solcher Titel in den Ratgeber-Charts von media control. Am höchsten hinaus geht es für den Dauer-(Kalorien)brenner “Schlank im Schlaf” von Detlef Pape, Rudolf Schwarz, Helmut Gillessen, und Elmar Trunz-Carlisi. Er sichert sich wie vor 14 Tagen den zweiten Platz.

Als wäre eine Top-Platzierung nicht genug, halten sich Detlef Pape & Co. noch drei weitere Male in der Hitliste auf. “Schlank im Schlaf – 20-Minuten-Küche” rangiert an fünfter (vorher: vier), “Schlank im Schlaf für Berufstätige” unverändert an sechster Stelle. Für “Schlank im Schlaf – Das Kochbuch” geht es von der Neun hoch auf acht.

Nicht “Ich bin dann mal weg”, sondern „Ich bin dann mal schlank. Das Erfolgsprogramm” heißt es an dritter Stelle. Patric Heizmanns Motivationsbuch fällt zwei Positionen nach unten.

Auch wer sich für “Kochen mit Weight Watchers” entscheidet, hat gute Aussichten auf ein paar Pfunde weniger. Die Weight Watchers Deutschland schauen neu auf Rang vier vorbei.

An die Spitze der Ratgeber-Charts schafft es Walter Kohl. Der Sohn von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl beschreitet mit “Leben oder gelebt werden” wichtige Schritte auf dem Weg zur Versöhnung.

Deutschland im Adele-Fieber

Mit gerade einmal 22 Jahren steht Adele da, wo andere ihr Leben lang hinwollen: Das britische Ausnahmetalent, das Pop, Soul und Jazz zu einem einzigartigen Sounderlebnis mixt, erobert die media control Charts gleich doppelt. In der Single-Hitliste klettert sie mit “Rolling In The Deep” von drei auf eins. Bei den Alben stürmt ihre zweite Platte “21″ aus dem Stand auf den Goldrang.

Nicht nur der junge Shootingstar macht in dieser Woche von sich reden: Schriftsteller, Sänger und Liedermacher Heinz Rudolf Kunze nutzt “Die Gunst der Stunde” und schaut in den Album-Charts auf Platz acht vorbei.

Celtic Woman hat den Sprung von der Eisenzeit ins 21. Jahrhundert gut überstanden: Das irische Quartett berührt mit “Songs From The Heart” an neunter Stelle.

Nach vier äußerst erfolgreichen LPs legen Wir Sind Helden nun ihr erstes “Best Of” vor. “Tausend wirre Worte – Lieblingslieder 2002 – 2010″ ist auf Rang zwölf neu dabei.

Weiter oben im Ranking halten sich Unheilig und Bruno Mars auf. Die Aachener kosten ihre “Große Freiheit” weiterhin auf Position zwei aus, während der gebürtige Hawaiianer mit “Doo-Wops & Hooligans” von eins auf drei rutscht.

R’n'B-Fans können sich in den Single-Charts über zwei große Geschenke freuen: Rapstar Sean “Diddy” Combs und seine Band Diddy-Dirty Money bringen ihr “Coming Home” auf der Zehn unter. Rihanna feat. Drake fragt auf der Zwölf: “What’s My Name?”.

Einiges Durchhaltevermögen beweisen Empire Of The Sun: Ihr Hit “We Are The People” ist weiterhin gut dabei und verteidigt den Silberrang. Bruno Mars wirft seine “Grenade” von Platz acht bis auf drei.

Alle Infos zu Künstlern, Singles und Alben gibt es auf www.charts.de.

Gigantischer Anstieg der TV-Sehdauer

Große Zunahme bei der TV-Sehdauer in Deutschland: Im vergangenen Jahr schalteten die Fernsehzuschauer hierzulande im Schnitt 223 Minuten täglich ein. Das sind rund elf Minuten länger als 2009 (212 Minuten) und 16 Minuten mehr als 2008 (207 Minuten). Insgesamt war es die höchste Sehdauer seit dem Start der Einschaltquotenvermarktung durch media control im Jahr 1992.

Vor allem das Wochenende brachte einen hohen Anstieg: Samstags kletterten die Werte im Vergleich zu 2009 von 216 auf 230 Minuten nach oben. Sonntags steigerten sie sich von 247 auf insgesamt 262 Minuten.

Im Bundesländervergleich hielten sich die Einwohner Sachsen-Anhalts am häufigsten vor der Mattscheibe auf. Sie sahen 22 Minuten länger als 2009 zu und kamen auf 276 Minuten täglich.

An zweiter Stelle folgt Thüringen (274 Minuten, ebenfalls plus 22 Minuten). Rang drei geht an Sachsen (269 Minuten), wo es mit einem Plus von 26 Minuten auch die höchsten Steigerungsraten gab.

Am wenigsten Interesse für das Fernsehprogramm zeigten die Bayern und Hessen. Sie schalteten jeweils 199 Minuten ein. Während die Hessen allerdings eine Minute weniger als 2009 zusahen, gab es in Bayern einen Anstieg von 13 Minuten. Die Einwohner Baden-Württembergs griffen 202 Minuten zur Fernbedienung und damit zwölf Minuten mehr als 2009.

Bremen verzeichnete die größten Rückgänge. Hier rutschten die Werte von 250 auf 245 Minuten ab.

Bei den Altersgruppen gab es die höchsten Zuwächse in der Zielgruppe der 30- bis 39-Jährigen: Die Sehdauer stieg von 202 auf 217 Minuten an. Spitzenreiter sind nach wie vor die Über-50-Jährigen mit einem täglichen TV-Konsum von durchschnittlich 290 Minuten (plus elf Minuten).

Bildquelle: Media-Control

Potenziale für Green IT noch längst nicht ausgeschöpft

Potenziale für Green IT noch längst nicht ausgeschöpft

  • Green IT Allianz stellt Handlungsempfehlungen vor
  • Pilotprojekte für City-Maut in Deutschland gefordert

Berlin, 9. Dezember 2010 – Die Potenziale zur Entlastung der Umwelt durch den Einsatz von IT und Telekommunikation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Um das zu ändern, hat die Green IT Allianz, eine Initiative im Rahmen des IT-Gipfels, eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet. „Green IT kann der Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele sein“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Besonderer Handlungsbedarf besteht beispielsweise im Energiebereich. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien führt in den Stromnetzen zu erheblichen Schwankungen. Abhilfe kann eine intelligente Steuerung der Netze (Smart Grids) schaffen. Dazu schlägt die Green IT Allianz unter anderem eine stärkere Forschungsförderung vor. Zudem sollte Deutschland intensiver an internationalen Aktivitäten mitwirken.

Im Verkehrsbereich befürwortet die Green IT Allianz eine City-Maut. Kommunen sollten künftig die Möglichkeit erhalten, eigenständig über deren Einführung zu entscheiden. Derzeit liegt die Gesetzgebung bei den Ländern. Pilotprojekte in diesem Bereich sollten finanziell gefördert werden. Positive Erfahrungen gibt es bereits in London und Stockholm, wo die Umwelt entlastet und die Lebensqualität für die Menschen erhöht wurde.

Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu verringern, regt die Green IT Allianz die stärkere Unterstützung von internationalen Projekten zur Festlegung von CO2-Berichtsstandards an. Unternehmen sollten bei der Einführung eines ITK-gestützten Energiemanagement-Systems steuerliche Anreize erhalten. Der öffentliche Sektor müsse hier eine Vorbildfunktion übernehmen.

Auch bei der ITK-Ausstattung lassen sich große Einsparpotenziale heben. So verbrauchen die rund 26,5 Millionen Arbeitsplatzcomputer, die in Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland im Einsatz sind, nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums jährlich 4 Terawattstunden (TWh) Strom – mehr als ein großes Kohlekraftwerk im Jahr produzieren kann. Bis 2020 wird die Zahl der Rechner auf 37 Millionen Geräte steigen. Durch den Einsatz energieeffizienter Geräte sind hier erhebliche Energie- und Materialeinsparungen möglich.

Lediglich jeder zweite Arbeitsplatzrechner gilt derzeit als energie- und materialeffizient. Dieser Anteil sollte nach Vorstellungen der Green IT Allianz bis 2020 auf 85 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig sollte der durchschnittlich Stromverbrauch von Arbeitsplatzcomputern in Deutschland von heute 150 kWh auf 60 kWh im Jahr 2020 verringert werden.

Hintergrund: Die Green IT Allianz wurde im Rahmen des 3. Nationalen IT-Gipfels eingerichtet. Ihre wichtigsten Ziele sind die Weiterentwicklung der politischen und wirtschaftlichen Agenda für Green IT, der Ausbau der Vorreiterrolle der ITK-Branche bei Green Technologies, die Verbesserung der Export-Chancen deutscher Technologieanbieter sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft. Gemeinsam will man die besten Technologien mit dem geringsten CO2-Ausstoß identifizieren und deren Entwicklung und Einführung beschleunigen.

Die Green IT Allianz wird unterstützt von einigen Forschungseinrichtungen, dem CIOcolloquium als Vereinigung der wichtigsten ITK-Anwender und unter anderem folgenden Unternehmen und Organisationen: Allianz, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV), Deutsche Telekom, Fujitsu Technology Solutions, Germany Trade and Invest, Hitachi Data Systems, Hewlett-Packard, IBM, IDS Scheer, Infineon, Intel, Microsoft, Nokia Siemens Networks, Oracle, Ricoh, SAP, Software AG.

Weiterführende Informationen sind im Internet erhältlich unter: http://www.bitkom.org/de/themen/51051_66183.aspx.

Die Webseite wird 20 Jahre alt

Die Webseite wird 20 Jahre alt

  • Erste Webseite „Info.cern.ch“ am 13. November 1990 veröffentlicht
  • Heute gibt es fast 14 Millionen Homepages in Deutschland

Berlin, 5. November 2010 - Vor zwanzig Jahren wurde die erste Webseite veröffentlicht. Sie kam nicht aus den USA sondern aus der Schweiz. Der britische Physiker Tim Berners-Lee schaltete am 13. November 1990 die Domain info.cern.ch am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf frei. „Kaum eine Erfindung hat in den ersten zwei Jahrzehnten ihres Bestehens eine derartige Erfolgsgeschichte geschrieben wie die Homepage“, kommentiert Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM, das [Read more...]

Bis 2015 rund 8 Millionen 3D-Fernseher in Deutschland

Bis 2015 rund 8 Millionen 3D-Fernseher in Deutschland

  • Goldmedia-Studie bringt Licht in den 3D-Markt
  • Erste 3D-Inhalte im deutschen Fernsehen
  • BITKOM-Forum am 9. November in Berlin zu 3D-Entertainment

Berlin – 3D-Fernseher werden sich in den kommenden Jahren in Deutschland durchsetzen. 2015 soll hierzulande bereits jeder fünfte Haushalt über ein 3D-Gerät verfügen. In Summe werden dann rund 8 Millionen 3D-Fernseher in deutschen Wohnungen stehen. Das ergab eine neue Goldmedia-Studie zu „3D Home-Entertainment in Deutschland“. Die Untersuchung wurde vom BITKOM gefördert und wird am 9. November auf dem 3D-Forum des Hightech-Verbandes in Berlin vorgestellt. „3D entwickelt sich zum Markttreiber der Consumer Electronics. Neben der Internetfähigkeit wird 3D zur wichtigsten Funktion der neuen TV-Geräte-Generation“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.3D-Fernseher kamen in Deutschland in diesem März in die Regale. Bis Jahresende sollen nach Schätzungen der GfK Retail and Technology rund 150.000 Stück verkauft werden. Durchschnittlich 2.000 Euro geben die Kunden für die neuen Fernseher aus. Die Geräte verfügen meist über einen sehr großen Bildschirm und sind mit weiterer High-End-Technologie ausgestattetet.

Laut Goldmedia-Studie kann sich derzeit jeder Dritte (35 Prozent) vorstellen, 3D-Angebote auf dem Fernseher mit Hilfe der dafür benötigten Shutterbrille anzuschauen. Besonders begehrt sind Filme: Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der interessierten Befragten würden sich 3D-Spielfilme im TV anschauen, 44 Prozent von Blu-ray oder als On-Demand-Download. Fast jeder Dritte (31 Prozent) interessiert sich für Sportübertragungen in 3D.

Im Oktober startete mit Sky 3D der erste deutsche Fernsehkanal, der Filme, außergewöhnliche Events und vor allem Sport in 3D ausstrahlt, etwa das DFB-Pokalspiel Bayern München gegen Werder Bremen in dieser Woche. Seit einigen Monaten gibt es zudem 3D-Inhalte auf dem IPTV-Angebot der Deutschen Telekom zu sehen. Bis Ende 2010 sind rund 25 Blu-ray-Titel mit 3D-Filmen in Deutschland erhältlich, die meisten aktuellen 3D-Kinofilme werden  im nächsten Jahr für den Heimbereich verfügbar sein. Weit verbreitet sind dreidimensionale Bilder heute schon im Games-Sektor: Es gibt aktuell über 400 Computerspiele mit 3D-Visualisierung.

Die Studie „3D-Entertainment in Deutschland“ kann ab 9./10. November kostenlos bezogen werden über www.goldmedia.com. Nähere Informationen zum hochkarätig besetzten 3D-Forum des BITKOM gibt es hier. Die Veranstaltung ist presseoffen.

Mehr als 40 Prozent wollen mit dem Handy bezahlen

Mehr als 40 Prozent wollen mit dem Handy bezahlen

  • Vor allem junge Menschen sind offen für Handy-Payment
  • Aber zu wenig Möglichkeiten in der Praxis
  • BITKOM: Deutschland hat Nachholbedarf

Berlin, 21. Oktober 2010 – Insgesamt 43 Prozent der Handybesitzer können sich vorstellen, ihr Mobiltelefon zum Bezahlen einzusetzen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 75 Prozent, wie der Hightech-Verband BITKOM berichtet. Grundlage ist eine repräsentative Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des BITKOM. „Viele Menschen wollen komfortabel per Handy bezahlen, allerdings gibt es in der Praxis noch zu wenig Möglichkeiten [Read more...]