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Deutschland holt bei Breitband auf

    Monday, May 19th, 2008

Deutschland holt bei Breitband auf

  • Ende 2008 haben 58 Prozent aller Haushalte einen schnellen Internetzugang
  • Tipps: Was muss beim Breitband-Anschluss beachtet werden

Berlin, 19. Mai 2008 - Deutschland ist im Breitband-Boom. Nachdem deutsche Haushalte zuletzt unterdurchschnittlich mit Breitband versorgt warten, holt man international nun zügig auf. Inzwischen verfügt jeder zweite Haushalt über einen schnellen Internet-Zugang. Damit hat sich die Zahl der Breitband-Anschlüsse seit 2003 vervierfacht und Deutschland liegt erstmals klar über dem europäischen Schnitt, auf Rang 8. Dies gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute bekannt. Basis sind neue Zahlen von Eurostat. „Die Netzbetreiber investieren Milliarden in die Infrastruktur und fördern damit Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. Scheer. Nach BITKOM-Berechnungen werden Ende 2008 rund 23 Millionen Haushalte (58 Prozent) über einen Breitband-Anschluss verfügen.
 
Rund 96 Prozent aller Breitband-Zugänge basierten Ende 2007 auf DSL. Allerdings haben 2007 auch die Kabelnetzbetreiber kräftig bei den Breitbandkunden zugelegt und zudem ihre Netze in vielen Regionen für den breitbandigen Internetzugang aufgerüstet. „Für Zuwachs sorgen außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, so Scheer. Nach dem Erfolg von DSL setzen sich schnelle Internetverbindungen auch im Mobilfunk durch. Zum Jahreswechsel gab es nach BITKOM-Schätzungen erstmals mehr als 10 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland. In diesem Jahr soll die Zahl um 60 Prozent auf fast 16 Millionen steigen.
In Deutschland gibt es allerdings noch rund 800 Kommunen, in denen Breitband nur über Satellit verfügbar ist. „Wenn wir eine generelle Lösung wollen, mit der ein Großteil der ländlichen Regionen preiswert mit schnellen Internetzugängen versorgt werden kann, brauchen wir zusätzliche Frequenzen“, sagte Scheer. Nach BITKOM-Angaben werden dafür Frequenzen unterhalb von 1 GHz benötigt. Nur dieser Bereich ermöglicht eine kostengünstige Versorgung großer ländlicher Gebiete. Entsprechende Frequenzen sind derzeit ungenutzt, werden aber von den Rundfunksendern reklamiert.

Der BITKOM gibt Tipps, wie der Umstieg oder Einstieg in die breitbandige Internetwelt funktioniert:

1. Welcher Zugang ist der beste?

In welchen Gegenden welche Zugänge angeboten werden, steht unter www.breitbandatlas.de

Bei DSL und Breitband via Kabel sind Flatrate-Tarife inzwischen Standard. Diese Angebote sind besonders allen Vielsurfern und Nutzern mit sehr hohem Datenaufkommen – etwa für Internet-Telefonie, Web-TV, Internet-Radio – zu empfehlen.

Auch UMTS-Tarife sind erheblich günstiger geworden und können für viele Nutzer das optimale Angebot sein. UMTS eignet sich zum einen für Regionen, in denen DSL oder Breitband-Kabel nicht zur Verfügung stehen, zum anderen auch als günstige Alternative für Surfer mit eher geringem Datenvolumen. Für Nutzer, die viel unterwegs sind, gibt es kaum eine Alternative zu UMTS.

2. Welche Geräte braucht man für die einzelnen Zugangsarten?

DSL: Für DSL braucht man neben dem Telefonanschluss ein DSL-Modem. Heute enthält das Modem in der Regel einen Router. Mit ihm können auch mehrere PCs über den DSL-Anschluss gleichzeitig surfen. Außerdem ist vielfach ein WLAN-Access-Point eingebaut. Mit ihm können die PCs drahtlos mit dem DSL-Modem/Router vernetzt werden. Damit entfällt eine  Netzwerkverkabelung.

Kabel: Für den Breitbandzugang via TV-Kabel braucht man neben einem rückkanalfähigen Kabelanschluss ein Kabelmodem. Das Modem enthält meist einen Router, um gleichzeitig mit mehreren PCs surfen zu können. Oft ist ein WLAN-Access-Point für die drahtlose Vernetzung integriert.

UMTS: UMTS-Modems werden entweder als Einschubkarte (PC-Card) für Notebooks oder als USB-Adapter angeboten. Für den gleichzeitigen Zugriff mehrerer PCs sind auch UMTS-Router erhältlich, die meist einen WLAN-Access-Point integriert haben. Natürlich können auch die meisten UMTS-Handys als Modem genutzt werden. Dazu wird die Verbindung zwischen Handy und Notebook per USB-Kabel, Bluetooth oder WLAN hergestellt.


Breitband wird in Unternehmen Standard

    Thursday, May 1st, 2008

Breitband wird in Unternehmen Standard

  • 80 Prozent aller deutschen Unternehmen haben schnellen Internet-Zugang
  • Spanien nach Finnland überraschend auf Rang 2
  • Telekommunikationsanbieter brauchen Frequenzen zur Versorgung ländlicher Regionen

Berlin, 1. Mai 2008 - Ein Breitband-Anschluss ans Internet ist für Unternehmen zum Standard geworden. 80 Prozent aller deutschen Firmen verfügten 2007 über einen schnellen Zugang zum Netz. Ein Jahr zuvor betrug die Quote 73 Prozent, 2005 erst 62 Prozent. Derzeit liegt Deutschland knapp über dem EU-Durchschnitt von 78 Prozent. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. „Ein schneller Internet-Zugang ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden, um mit Lieferanten, Partnern und Kunden schnell und komfortabel zu kommunizieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
 
Die meisten Breitband-Anschlüsse gibt es in Finnland mit 91 pro hundert Unternehmen, es folgt Spanien mit 90. In den großen Volkswirtschaften Großbritannien und Italien lag die Quote bei 78 und 76 Prozent, in vielen östlichen EU-Ländern erst zwischen 50 und 60 Prozent. Innerhalb Osteuropas liegt allein Slowenien knapp über EU-Schnitt.
Auch die meisten kleinen und mittleren Unternehmen verfügen inzwischen über einen Breitband-Anschluss. Die Quote bei den Unternehmen mit zehn bis 249 Mitarbeitern liegt in Deutschland bei 79 Prozent, in der EU im Schnitt bei 77 Prozent. Selbst unter den Kleinstunternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten liegt der Wert in Deutschland immer noch bei 77 Prozent, in der EU bei 75 Prozent.

Einen Computer nutzen mittlerweile nahezu alle Unternehmen. In Deutschland, und der EU sind es über 97 Prozent. Einziges Land mit einer hundertprozentigen Computerverbreitung sind die Niederlande. Mit der Verfügbarkeit von PCs und Breibandanschlüssen steigt auch die Bedeutung der elektronischen Post im Job. In Deutschland haben inzwischen 48 Prozent der Erwerbstätigen eine berufliche Email-Adresse. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM.

Derzeit können insbesondere einige ländliche Regionen von den Netzbetreibern nicht kostendeckend mit günstigen Breitbandanschlüssen versorgt werden. Hierfür sind zusätzliche Frequenzen im Bereich unterhalb von 1 GHz erforderlich, die von der Weltfunkkonferenz Ende vergangenen Jahres grundsätzlich freigegeben wurden. Scheer: „Die zuständigen Stellen in Bund und Ländern sollten diese Frequenzen so schnell wie möglich zur Verfügung stellen.“

Zur Methodik: Die Berechnungen zur Verbreitung von Breitband-Anschlüssen in Unternehmen in den einzelnen EU-Staaten (Ranking) basieren auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Berücksichtigt sind Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten, ausgenommen ist der Bankensektor.