Der Motorradführerschein

Der Motorradführerschein

Für viele ist der Motorradführerschein ein Traum, den sie seit der Jugend hegen. Aber wie genau läuft alles ab und welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen?

Die Vorteile beim Motorradfahren

Einige Vorteile des Motorradfahrens liegen auf der Hand. Man braucht keinen großen Parkplatz und ist näher an der Natur als im Auto. Auch der Spaßfaktor und der geringere Spritverbrauch im Vergleich zum PKW sind Pluspunkte für das Motorradfahren. Selbst kleine Transporte sind mit speziellen Anhängern kein Problem für eingefleischte Motorradfans. Viele Biker schließen sich auch einem Club an, der an Wochenenden oder im Urlaub gemeinsame Touren anbietet.

Wie läuft der Motorradführerschein ab?

Die ersten Stunden dienen der Gewöhnung an den fahrbaren Untersatz. Der Fahrschüler soll sich mit den grundsätzlichen Eigenschaften eines Motorrads vertraut machen um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. Zu den Grundübungen gehören das Ausweichen mit und ohne Abbremsen, Slalomfahren in Schrittgeschwindigkeit, Anfahren und Stoppen, die Kreisfahrt und das Anfahren an einer Steigung. Vor allem ein sicheres Fahrgefühl auch in Gefahrensituationen muss während der Fahrstunden erlernt und wiederholt geübt werden.

Anschließend folgen die Sonderstunden. Insgesamt 12 Fahrstunden je 45 Minuten sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Davon sind fünf Stunden Überlandfahrten, drei Dämmerungs- und Nachtfahrten und die restlichen vier Stunden werden auf der Autobahn zugebracht.

Natürlich ist auch ein Theorie-Unterricht notwendig, um den Motorradführerschein zu erhalten. Insgesamt werden 10 x 90 Minuten Theorieunterricht benötigt, wenn der Führerschein der Klasse B vorliegt. Davon sind 6 Theoriestunden für den Grundstoff und 4 für die Motorradtheorie gedacht.

Vor allem die richtige Sicherheitskleidung, das Kurvenfahren, sicheres Kurvenfahren und das Fahren mit Beiwagen sind wichtige Themen in den Theoriestunden für den Motorradführerschein. Das Fahren mit einem Quad kann auch in den Theorie-Stunden näher erörtert werden da es möglich ist, einige Themen frei zu wählen. Zur Prüfung zugelassen wird man erst, wenn man das Motorrad auch in Gefahrensituationen sicher beherrschen kann.

Welche Voraussetzungen muss man für den Motorradführerschein mitbringen?

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, bereits einen anderen Führerschein zu besitzen, um den Motorradführerschein machen zu können. Mit der Führerschein-Klasse A ist man berechtigt, alle Motorräder unabhängig vom Hubraum fahren zu dürfen. Voraussetzung ist, dass man mindestens 25 Jahre alt ist und die Fahrstunden auf einer entsprechenden Maschine absolviert hat. Der Führerscheinerwerb unter einem Alter von 25 Jahren ist nur mit Beschränkungen möglich, da die schweren Maschinen noch nicht gefahren werden dürfen. Die Probezeit dauert zwei Jahre, wenn kein Führerschein einer anderen Klasse vorliegt.

Weitere Informationen

Die Klasse A beschränkt wird allen empfohlen, deren Alter zwischen 18 und 24 Jahren liegt. In dieser Klasse dürfen Motorräder gefahren werden, die bis 25KW/34PS gedrosselt sind. So ist sichergestellt, dass erst einige Jahre an Fahrpraxis zusammenkommen, bevor auf die schweren und schnellen Maschinen umgestiegen werden kann. Wer schon mit 16 Jahren ein Motorrad fahren möchte, kann in der Klasse A1 eine Prüfung ablegen, in der bis zur Vollendung der Volljährigkeit auf 80km/h gedrosselte Motorräder gefahren werden dürfen. Nach einer langen Winterpause sollte sich jeder Motorradfahrer die Zeit für ein paar Übungsstunden nehmen, um wieder ein sicheres Fahrgefühl zu entwickeln.

Bildquelle: Dennis Scheck – PIXELIO

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