Wiesbaden (ots) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, haben im Jahr 2009 nach vorläufigen Ergebnissen rund 447
200 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder
Fachhochschulreife erworben. Das waren 1,2% (+ 5 200) mehr als im
Vorjahr.
Aufgrund der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre erwarben
im Saarland im Jahr 2009 zwei Schuljahrgänge die Hochschulreife. Dies
führte dort zu einer starken Zunahme der Anzahl der
Studienberechtigten um 47,0%. Dem stand in Mecklenburg-Vorpommern ein
Rückgang um 46,2% gegenüber. Dort waren bereits im Jahr 2008 zwei
Schuljahrgänge aufgrund der Verkürzung der Schulzeit aus den
Gymnasien entlassen worden. In Sachsen-Anhalt, wo bereits 2007
gleichzeitig Absolventinnen und Absolventen der 12. und 13.
Jahrgangsstufe das Gymnasium verlassen hatten, war der Rückgang mit -
17,4% im Jahr 2009 gegenüber 2008 noch immer spürbar.
In den Ländern, die keine doppelten Entlassungsjahrgänge in den
Jahren 2007 bis 2009 hatten, lag die Zahl der Studienberechtigten um
2,6% (+ 10 700) über der des Vorjahres. Dabei verlief die Entwicklung
unterschiedlich: Während in Thüringen (- 9,1%) und Sachsen (- 7,2%)
die Studienberechtigtenzahlen deutlich zurück gingen, stiegen sie vor
allem in Hamburg (+ 9,0%), Baden-Württemberg (+ 7,3%) und
Rheinland-Pfalz (+ 7,0%) stark an.
Mit einem Anteil von 70,0% erwarb die Mehrheit der
Studienberechtigten die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
(313 300); 133 900 Absolventen und Absolventinnen erlangten die
Fachhochschulreife. Von den Studienberechtigten des Jahres 2009 waren
53,1% Frauen und 46,9% Männer. Vor allem bei den Absolventen mit
allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife war der Männeranteil
mit 44,9% gering; bei den Absolventen mit Fachhochschulreife stellten
die Männer hingegen mit 51,6% die Mehrheit.
Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.
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