Bielefeld (ots) – Andreas Krautscheid ist die Allzweckwaffe des
Jürgen Rüttgers. Der neue Generalsekretär hat seinem
Landesvorsitzenden schon an vielen Stellen gedient. Zuletzt genoss er
als Medien-, Bundesrats- und Europaminister den Vorteil von drei
Dienstsitzen und spielte im Berliner Politikbetrieb souverän die
volle Klaviatur vom harten Politikgeschäft bis zur Spezialkraft fürs
Promi-, Stars- und Sternchenfach.
Das ist jetzt vorbei. Die NRW-CDU ist in höchster Bedrängnis. Selbst
wenn Krautscheid jetzt 79 Tage mal 24 Stunden ohne Pause ackern
könnte, er allein wird die sicher geglaubte Wiederwahl nicht
herbeizwingen können. Mit Hinweisen, die Anderen seien auch nicht
besser, ist diese Affäre kaum aus der Welt zu schaffen.
Mehr noch. Der Generalsekretär muss vor allem die eigenen
Partei-Soldaten bei der Stange halten. Aber welches
Ortsvereinsmitglied hat jetzt noch Lust auf Straßenwahlkampf? Die
üblichen Stände in den Fußgängerzonen laden doch gerade zu Hohn und
Spott ein – ganz nach der Devise: »Was kostet bei euch das
Schwätzchen für den einfachen Wähler?«
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
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