Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Steuersegen



Bielefeld (ots) – Die Lage der öffentlichen Haushalte ist besser als gedacht – sprudelnden Steuern sei Dank. Wer jedoch glaubt, das große Sparen sei die Konsequenz, der irrt. Es heißt in NRW zwar, die Neuverschuldung solle erst 2020 bei Null liegen. Doch niemand hat verboten, dass diese Ziellinie schon früher erreicht wird. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um Vorsorge zu treffen. Doch Geld horten steht nicht ganz oben auf der Agenda des Fiskus’. Das muss sich schleunigst ändern. Die Verantwortlichen müssten eigentlich längst dazu gelernt haben. Kurz vor der Pleite von Lehman Brothers, die bekanntlich die Bankenkrise lostrat, gab es Überschüsse. Ans Zurücklegen für schlechtere Zeiten dachten die wenigsten. Um so härter schlugen die Auswirkungen der Krise zu. Rücklagen hätten das Chaos gemildert. Es fällt der öffentlichen Hand schwer, Begehrlichkeiten von unterschiedlichen Seiten auszubremsen und das ständige Auf und Ab der Steuereinnahmen sinnvoll zu nutzen. Der Verwaltungsapparat wirkt zu sperrig, zu unflexibel. Mehr Flexibilität, Sparwille und vorausschauendes Denken können nicht schaden.

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Westfalen-Blatt
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Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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