Bielefeld (ots) – In den USA reiben sich die Anwaltskanzleien die
Hände. Das große Geld winkt. Toyota soll als Goldesel herhalten. Bei
Sammelklagen nach tödlichen Unfällen stehen riesige Summen im Raum –
Schadensersatz, Schmerzensgeld und Strafzahlungen. Ford und auch Audi
wissen ein Lied davon zu singen.
Der Geldverlust – es könnten Milliarden werden – ist das eine.
Weitaus schlimmer ist jedoch, dass der über Jahre aufgebaute gute Ruf
ramponiert ist. Was auch immer Toyota nun tut, es wird Jahrzehnte
dauern, um das verlorene Vertrauen in den USA zurückzugewinnen.
Der Obama-Regierung kann das nur recht sein. Schließlich haben sie
mit Krediten und Bürgschaften kräftig in die heimische Autoindustrie
investiert, um drohende Pleiten abzuwenden. Daher kommt der Sturz des
Marktführers und der damit durchaus denkbare Aufwärtstrend für Ford,
General Motors und Chrysler nicht gerade ungelegen.
Zudem muss Toyota von der kommenden Woche an in Washington Rede und
Antwort zu den Vorfällen stehen. Auf den Ausgang der Befragung darf
man angesichts dieser Vorzeichen sehr gespannt sein.
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Westfalen-Blatt
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Andreas Kolesch
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