Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Frührente



Bielefeld (ots) – Geld ist nicht alles: Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland geht so früh wie möglich in den Ruhestand, wenn sie es sich leisten kann. Denn das bleibt entscheidend: Wie hoch sind die Einnahmen im Rentenalter, wie hoch die Ausgaben? Wer es in der Hand hat, über das Ende der bezahlten Beschäftigung mit entscheiden zu können, darf sich glücklich schätzen. Denn die Jungen von heute können sich nicht mehr darauf verlassen, mit der gesetzlichen Rente allein auszukommen. Wenn Schul- und Ausbildungszeiten sich verlängern, wenn unbezahlte Praktika und befristete Jobs zur Regel werden, schaffen es nur wenige, 45 Jahre lang in die Beitragskasse einzuzahlen. All das drückt die Höhe der Rente. Grund zur Klage haben auch die Arbeitnehmer, die aufgrund hoher Belastungen oder Erkrankungen zwangsweise vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden. Denn sie haben sich ein Leben lang krumm gelegt, können die Früchte ihrer Arbeit aber nicht ernten. Sie sind auf die Hilfe des Staates angewiesen. Hätten sie die Wahl, würden sie gern bis 67 arbeiten. Wenn sie denn könnten.

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Westfalen-Blatt
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