Bielefeld (ots) – Wenn eine Branche für eine vernetzte Welt steht,
dann ist es die Luftfahrt. Paradox, dass sich ausgerechnet ihre
Mitarbeiter gegen die Globalisierung wehren. Sie werden sie nicht
aufhalten können.
Die Piloten möchten unter anderem verhindern, dass die Lufthansa im
Ausland Tochtergesellschaften gründet und dort Piloten für weniger
Geld einstellt. Doch der Wettbewerb wird härter: Der Fluggesellschaft
setzen Billigflieger zu. Sie verliert immer mehr Marktanteile. Sie
muss deshalb handeln und darf sich dabei im Interesse des Konzerns
nicht beirren lassen.
Man stelle sich vor, ein Mitarbeiter von BMW legt die Arbeit nieder,
weil er verhindern möchte, dass der Autobauer in Polen ein Werk
eröffnet. Ein Werk, in dem niedrige Löhne gezahlt werden, die ihm
möglicherweise auch drohen. Natürlich kann sich der Mitarbeiter
wehren. Er wird nur nicht viel ausrichten können, weil ihm der Hebel
fehlt.
Wer als Pilot bei der Lufthansa angestellt ist, verfügt über einen
großen Schaltknüppel. Er hat Macht. Wenige Protestler bekommen viel
Aufmerksamkeit. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Leider.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261
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