Düsseldorf (ots) – Nein, da ist kein Staatsmann gestorben, auch wenn die weltweiten Reaktionen das glauben machen könnten. Steve Jobs war Unternehmer, ein sehr guter sogar. Er hat aus der von ihm mitbegründeten Firma Apple den wertvollsten Konzern der Welt gemacht. Das ist außergewöhnlich, aber es ist nicht das, was Steve Jobs so sehr von anderen Unternehmern unterscheidet. Bei Jobs kam zu einem ausgeprägten Erfindergeist Einfühlungsvermögen. Die Produkte von Apple sind vermutlich deshalb so erfolgreich, weil Jobs vom Ende her gedacht hat. Wie würde ein normaler Mensch dieses Gerät anfassen, einschalten, benutzen? Jobs hat die Antworten gewusst und sie mit Macintosh, iPhone, iPod und iPad gegeben. Er machte seine Computer zum Ausdruck von Lebensgefühl. Deshalb berührt sein Tod normale Menschen in aller Welt. Steve Jobs war kein Held, er war auch kein Gutmensch, der wie etwa Bill Gates vernehmbar Milliarden spendete. Es gibt sogar Leute, die ihm diktatorische Anwandlungen nachsagten. Das mag sein. Aber auf jeden Fall war er die Verkörperung des amerikanischen Traums. Er kam von unten und erreichte die Spitze. Von seiner Art gibt es auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr viele. All das ist kein Grund, ihn zu überhöhen. Aber es erklärt, warum viele Steve Jobs vermissen werden.
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