Bremen (ots) – Bremen. Die neuen Entschädigungsforderungen von
Opfern des Luftangriffs von Kundus haben zu einer Kleinen Anfrage der
Grünen-Fraktion im Bundestag geführt. Der “Weser-Kurier” berichtet in
seiner Dienstagsausgabe, dass die Grünen von der Bundesregierung in
15 Punkten Antworten zur Opferentschädigung verlangen.
Die Bremer Abgeordnete Marieluise Beck, die Katalog maßgeblich
formuliert hat, will vor allem sicherstellen, “dass wirklich alle
Opfer zu ihrem Recht kommen”. Deshalb fragt sie, wie die
Bundesregierung mit den Ansprüchen jener 30 Familien umgehen will,
die sich nun gemeldet haben. Und wie man sicherstellen will, dass
auch “tatsächlich die Hinterbliebenen des Luftschlags profitieren”.
Mit Spannung erwartet man auch Antwort auf die Frage, ob nun von
einer deutlich höheren Opferzahl als im Bericht der NATO auszugehen
ist – also mehr als 142 Toten. Der Bremer Anwalt Karim Popal sagte
bislang, er würde Hinterbliebene von allen 137 getöteten Zivilisten
vertreten; die übrigen fünf seien Taliban gewesen. Doch die 30
Familien sprechen von 66 Todesopfern allein aus ihrem Kreis. Die
Bundesregierung muss die Kleine Anfrage nun innerhalb der nächsten 14
Tage durch das zuständige Ressort beantworten.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Joerg Helge Wagner
Ressortleiter Politik
Telefon: +49(0)421 3671 3405
joerg-helge.wagner@weser-kurier.de
No Comments on "Weser-Kurier: Grüne befragen Bundesregierung zu Kundus-Entschädigung"