Werder Bremen-Presseservice: Werder stimmt beantragter Sperre für Frings nicht zu



Bremen (ots) – Werder-Kapitän Torsten Frings wartet weiter auf das
Urteil des DFB-Sportgerichts nach seinem Platzverweis im Spiel am
vergangenen Samstag gegen den 1. FC Nürnberg. Nachdem der
DFB-Kontrollausschuss am Montagvormittag in seinem Strafantrag eine
Sperre von einem Spiel für den ehemaligen Nationalspieler forderte,
stimmte Werder Bremen diesem Antrag nicht zu und begründete seine
Vorbehalte schriftlich. Jetzt muss abgewartet werden, wie das Urteil
im Einzelrichter-Verfahren ausfällt. Die Entscheidung wird am
Dienstag erwartet.

“Wir konnten diesem Strafantrag einfach nicht folgen und haben
stattdessen auf einen Freispruch gedrängt, weil alles darauf
hinweißt, dass Torsten Frings nichts getan hat, das diesen
Feldverweis in irgendeiner Form rechtfertigte. Der Schiedsrichter hat
die Situation falsch wahrgenommen und eine falsche Entscheidung
getroffen”, begründete Werders Vorsitzender der Geschäftsführung
Klaus Allofs das Vorgehen der Grün-Weißen.

Enttäuscht zeigte er sich, dass im Strafantrag überhaupt eine
Sperre gefordert wurde. “Es ist traurig, dass die
Sportgerichtsbarkeit des DFB solchen Zwängen unterworfen ist, dass
auch klare Beweise der Unschuld eines Spielers nicht dazu führen
können, dass es zu einem Freispruch kommt”, so Allofs, der weiß, dass
der DFB unter den Vorgaben der FIFA wenig Handlungsspielraum besitzt.
“Der Weltverband besteht darauf, dass die Tatsachenentscheidungen von
Schiedsrichtern bestehen bleiben. Dass jedoch keinerlei Instrumente
vorgesehen sind, um solche Ungerechtigkeiten mildern zu können, ist
nicht im Sinne des Fußballs.”

Bei Werder wird trotz der wenig erfolgversprechenden Ausgangslage
das Urteil mit Spannung erwartet. Allofs dazu: “In diesem Einzelfall
würde es uns und Torsten Frings besonders hart treffen, da er
aufgrund einer Fehleinschätzung des Schiedsrichters bei einem sehr
wichtigen Spiel im Kampf um die internationalen Startplätze nicht zur
Verfügung stehen würde. Immerhin wurden wir bereits durch den
Feldverweis im Spiel gegen Nürnberg unnötig bestraft und mussten in
Unterzahl weiterspielen.”

Torsten Frings wurde in der Partie gegen den 1. FC Nürnberg in der
83. Minute nach einer Körperdrehung bei der er den Nürnberger Thomas
Broich hinter sich versehentlich mit der Hand im Gesicht getroffen
hatte, zur Überraschung aller Augenzeugen mit der Roten Karte
bestraft. TV-Bilder belegten die Aussagen beider Spieler nach dem
Spiel, die jeweils berichteten, dass es sich nicht um eine
absichtliche Berührung handelte.

Pressekontakt:
Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Franz-Böhmert-Str. 1 c
Mediendirektor Tino Polster
tino.polster@werder.de
Telefon: 0421/434591880
Fax:0421/434591530  

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