Bonn (ots) – Zum Weltfrauentag am 8. März ruft die
Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe zu mehr Solidarität
mit den Frauen in der Welt auf. “Gerade in den Entwicklungsländern
sind es die Frauen, die die größte Last bei der Entwicklung ihrer
Gemeinwesen tragen. Gleichzeitig werden weltweit Frauen weiterhin
massiv in ihrer persönlichen Entwicklung behindert. Ob es eine
kulturell bedingte Behinderung von Ausbildungschancen ist, die
Ernährungssicherung bei Schwangerschaften und in der Stillzeit oder
aber auch die besondere Sicherheitsproblematik von Frauen in
Flüchtlingslagern, dies sind einige wenige Beispiele für die
besonderen Probleme, mit denen Frauen überall auf der Welt zu kämpfen
haben.”, so Karin Settele, Geschäftsführerin von Help.
Help – Hilfe zur Selbsthilfe arbeitet derzeit in 17 Ländern in der
Not- und Entwicklungshilfe. Dabei legt Help in all seinen Projekten
ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen.
Seit 29 Jahren arbeitet Help in Afghanistan. Dabei hat über die
Jahre die Förderung von Mädchen und Frauen in vielen Projekten
besondere Beachtung gefunden. Seit Juli 2005 ermöglicht Help
kriegsgeschädigten Kindern und Jugendlichen in den afghanischen
Provinzen Herat und Farah den Einstieg in eine solide
Berufsausbildung. Allein im Jahr 2007 konnten 800 Mädchen speziell
gefördert werden: Parallel zum Schulunterricht sind sie beruflich so
gut ausgebildet worden, dass sie sofort eine gute Anstellung fanden
oder sich selbstständig machten.
Ein anderes Beispiel sind die Gesundheitsprojekte für Mütter und
Kinder in den westafrikanischen Ländern Niger und Burkina Faso. In
den Departements Mayahi und Tera in Niger sowie Dori und Sebba in
Burkina Faso erhalten 450.000 Kinder unter fünf Jahren sowie
schwangere und stillende Mütter kostenlose Behandlung, Geburtshilfe
und Nachsorge. In den von Help betreuten Gebieten sinken die Mütter-
und Kindersterblichkeit kontinuierlich und die Behandlungsrate in den
Gesundheitszentren steigt.
Das Frauen zuverlässige Projektpartner sind, zeigt sich gerade
auch bei Nothilfe-Einsätzen wie derzeit in Haiti: Da die Versorgung
mit Lebensmitteln auch einen Monat nach dem Erdbeben noch immer
schlecht ist, hat Help Ende Februar dreißig Tonnen Lebensmittel in
einem Lager in Port-au-Prince verteilt. Die Distribution von
Hilfsgütern ist üblicherweise mit hohen Sicherheitsmaßnahmen
verbunden, da es nicht selten zu Übergriffen und Plünderungen kommt.
Doch in diesem Fall konnte darauf verzichtet werden und die
Verteilung verlief trotzdem ausgesprochen ruhig und geordnet, weil
die Lebensmittelpakete ausschließlich an Frauen verteilt wurden.
“All diese Projektbeispiele zeigen, wie wichtig und sinnvoll die
Zusammenarbeit mit Frauen ist. Wir wählen deshalb in unseren
Hilfsprojekten gerade Frauen als zuverlässige Partner aus. Ich möchte
daher zu mehr Solidarität mit den Frauen in der Welt aufrufen.”, so
Karin Settele.
Interviews mit unseren Projektkoordinatoren in Afghanistan, Haiti
und Westafrika oder unserer Geschäftsführerin Karin Settele können
wir gerne vermitteln. Auch entsprechendes Bildmaterial stellen wir
Ihnen gerne zur Verfügung.
Für unsere weltweiten Projekte für Frauen benötigen wir dringend
Spenden:
Konto 2 4000 3000
BLZ 370 800 40
Dresdner Bank Bonn
Pressekontakt:
Berthold Engelmann
Pressesprecher
HELP – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
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