(pressebox) Freiburg, 24.09.2009,
Der ehemalige Leiter des Fraunhofer IAF, Professor Dr.Günter Weimann, erhält in diesem Jahr den Rudolf- Jaeckel-Preis der Deutschen Vakuumgesellschaft DVG.Damit werden erneut seine bahnbrechenden Arbeiten als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Molekularstrahl- Epitaxie und Technologie von III-V-Halbleitern gewürdigt – sowie die erfolgreiche industrielle Umsetzung der Forschungsergebnisse. III-V-Halbleiter sind heute von großer Bedeutung: In DVD-Playern, energiesparenden LEDs oder dem TV-Satellitenempfang sind sie unverzichtbar. Die Preisverleihung erfolgt am 22. September 2009 auf dem 4th Symposium on Vacuum- based Science and Technology. Das Symposium findet in Verbindung mit der 8. Jahrestagung der DVG in Koszalin und Kolobrzeg in Polen statt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
Zum Preisträger
Nach Studium und Promotion an der TU Darmstadt war Günter Weimann zunächst für das Forschungsinstitut der Deutschen Bundespost tätig. Danach wechselte er an die TU München, die ihn 1988 als Professor für Halbleitertechnologie an das neugegründete Walter-Schottky-Institut berief.Von 1995 bis 2007 leitete Weimann das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF in Freiburg, wo er sich unter anderem mit Optoelektronik, Infrarottechnologie und Hochfrequenzelektronik beschäftigte.
Er wirkte zudem als Honorarprofessor an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Karlsruhe (TH). 2004 erhielt er den Heinrich-Hertz-Preis der EnBW-Stiftung und der Universität Karlsruhe für besondere wissenschaftliche Leistungen. Den Heinrich-Welker-Preis erhielt er 2008 für seine Pionierarbeiten zur Herstellung von Verbindungshalbleitern mittels Molekularstrahl-Epitaxie, ihrer Mikro- und Nanostrukturierung sowie der industriellen Umsetzung der Forschungsergebnisse.
Der Rudolf-Jäckel-Preis ist eine erneute Würdigung seines wissenschaftlichen Lebenswerks und seiner Erfolge in der Umsetzung der Ergebnisse aus Grundlagen- und angewandter Forschung in konkrete Produkte, die heute allgegenwärtig sind.
Die von ihm erforschten Schichtstrukturen aus III-VVerbindungshalbleitern können nur unter Ultrahochvakuum- Bedingungen in sogenannten Molekularstrahl-Epitaxie- Anlagen (MBE) mit der erforderlichen atomaren Präzision hergestellt werden.
Der Rudolf-Jaeckel-Preis
Der seit 2006 jährlich ausgelobte DVG-Preis ist nach dem 1963 verstorbenen Bonner Physiker Professor Rudolf Jaeckel benannt, der durch seine Arbeiten zur Dynamik von Gasströmungen und zur Wechselwirkung von Gasen mit Oberflächen zu den Pionieren der modernen Vakuumphysik und zu den Begründern der Oberflächenphysik zählt. Gerade die moderne Molekularstrahl-Epitaxie baut auf der Ultrahochvakuumtechnik auf.
Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich besondere Verdienste in von der DVG betreuten wissenschaftlichen und technischen Disziplinen erworben haben.
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