Düsseldorf (ots) – Die Äußerungen des Ex-Finanzsenators von
Berlin, Thilo Sarrazin (SPD), der mittlerweile als Vorstandsmitglied
bei der Bundesbank arbeitet, sorgen für immer mehr Empörung. Sarrazin
äußerte sich abfällig über die in Berlin lebenden Türken und Araber
und behauptete, 20 Prozent der Berliner Bevölkerung könne man,
ökonomisch gesprochen, nicht gebrauchen, darunter eine große Zahl an
Arabern und Türken.
In der Sendung “Aktuelle Stunde” (WDR Fernsehen, 18.50 bis 19.30
Uhr)kritisiert der bundesweit bekannte Unternehmer (Öger-Tours) und
SPD-Politiker Vural Öger die Äußerungen von Sarrazin:
“Also ich bin entsetzt. Seine Worte sind beschämend, widerlich und
skandalös. Und die Art und Weise wie er über die sozial
benachteiligten spricht – so ein Mensch kann nicht ein SPD-Mitglied
sein. Insofern finde ich das Ganze wirklich widerlich skandalös und
ich hoffe, dass das Konsequenzen haben wird.”
Vural Öger, der sich als Europa-Parlamentarier für die SPD mit
Fragen der Zuwanderung beschäftigt hat, empört sich über die
Sarrazin-Äußerungen und fordert dessen Parteiausschluss:
“Ich werde mich sehr dafür einsetzen. Ich werde noch heute an den
Parteivorstand schreiben, dass so ein Mensch mit seinen Äußerungen
gerade über die Schicht, von der die Partei so viele Stimmen bekommt,
nicht mehr tragbar ist.”
Die Worte von Vural Öger haben besonderes Gewicht. Er ist Träger
des Bundesverdienstkreuzes, das ihm der damalige Bundespräsident Rau
für sein interkulturelles Engagement und seine Verdienste für die
Integration verliehen hat. Er ist Mitbegründer des Deutsch-Türkischen
Forums und Träger der Verdienstmedaille der Türkei.
Das komplette Interview wird heute in der Sendung Aktuelle Stunde
ab 18.50 Uhr im WDR Fernsehen zu sehen sein.
Redaktion Norbert Dohn, Stefan Brandenburg
Pressekontakt:
Sonja Steinborn, WDR-Pressestelle, Funkhaus Düsseldorf
0211 8900 506 sonja.steinborn@wdr.de
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