Essen (ots) – Fast hat man sich schon an den Anblick gewöhnt: das
an Museen und Theater so reiche, aber zunehmend arme
kulturhauptstädtische Ruhrgebiet als Tal der Tränen. In dem hier
gespart und dort gestrichen werden muss. Wo Protestkundgebungen den
Eröffnungsfesten allmählich schon den Rang ablaufen. Wo Wuppertal als
Symbol der Krise steht. Und Moers. Und Hagen und bald vielleicht auch
Essen.
Es gibt aber auch noch das: die Eröffnung eines Theaterneubaus in
Gütersloh. 21,75 Millionen Euro hat er gekostet, Miele und
Bertelsmann haben das Projekt fast zur Hälfte gestemmt, ohne
Sponsoren geht nichts mehr. Und das Land? Ermutigt seine
kunstliebenden Kommunen. Gütersloh investiere in die Zukunft, lobte
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). “Denn es sind unsere
öffentlichen Angebote, die das Leben in unseren Städten lebenswert
machen.” Im Ruhrgebiet hört man diese Sätze des Landesvaters mit
Interesse.
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