Essen (ots) – Boxer haben auf dieser Welt immer wieder mal mit
Gefängnissen zu tun gehabt. So hat der frühere
Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson eine langjährige Haftstrafe
verbüßt. Ex-Champion Graciano Rocchigiani kennt den Knast ebenfalls
von innen, und auch Halbschwergewichts-Weltmeister Jürgen Brähmer hat
bereits eine jahrelange Strafe abgebrummt.
Während das Image des bösen Buben im Ring sogar verkaufsfördernd
wirkt, kann es für den Menschen dahinter schnell in einer Tragödie
enden. Sollte Brähmer erneut ins Gefängnis müssen, steht er vor den
Trümmern seiner Karriere. Ob er es in anderthalb Jahren noch einmal
zurück an die Spitze schaffen würde, ist offen.
Aber keine Frage, wenn er schuldig ist, spielt sein Beruf keine
Rolle und der Richter muss ihn verurteilen wie jeden anderen auch.
Doch der Prozess wirft Fragen auf und lässt zweifeln.
Natürlich, Brähmer ist auf der Straße mehr als einmal die Faust
ausgerutscht. Er hat die Fehler zugegeben und hat dafür bezahlt. Und
natürlich gehört es in der Box-Szene dazu, sein Recht manchmal mit
Härte zu verteidigen. Doch in dieser Szene ist es ebenfalls ein
ungeschriebenes Gesetz, Frauen nicht zu schlagen. Genau das soll
Brähmer aber getan haben. Er bestreitet das. Die Urteilsverkündung am
Dienstag wird spannend.
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