Essen (ots) – Die Diskussion ist fast so alt wie das duale System
bei den elektronischen Medien. Seit rund 25 Jahren wird um die
Finanzierung der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender
gestritten. Also auf der einen Seite die Finanzierung durch Gebühren
an die GEZ, auf der anderen Seite die Finanzierung durch Werbung, die
jeder Zuschauer an der Ladenkasse bezahlt.
Die Wirtschaftskrise lässt die Diskussion wieder hochkochen. Und
vielleicht bekommen die zuständigen Politiker diesmal den Dreh: ARD
und ZDF völlig werbefrei – das wär eine feine Sache. Dann könnte
endlich das ewige Schielen auf die Quote aufhören, das die
öffentlich-rechtlichen Programme zunehmend seichter werden lässt. Das
würde das Profil von ARD und ZDF stärken. Denn sie laufen zunehmend
Gefahr, mit Programmen, die auch bei den Privaten gut laufen könnten
oder gar schon gelaufen sind, ihre Gebührenfinanzierung infrage zu
stellen. Die Privatsender Sollten sich aber nicht zu sehr freuen.
Dass die von ARD und ZDF nicht mehr kassierten Werbemillionen einfach
so in ihre KLassen fließen würden, ist kaum zu erwarten. Denn die
Attraktivität der TV-Programme mit immer aufdringlicheren
Werbeunterbrechungen dürfte weiter sinken. Der Fernsehmarkt ist schon
lange im Umbruch. Die Krise verstärkt den Druck zu einem schnelleren
Wandel.
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