Essen (ots) – Das schreibt eine aufgeklärte Muslimin: “Wir
bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Mann und Frau in
Gesellschaft und Religion ist für uns von zentraler Bedeutung.” Das
sind Selbstverständlichkeiten für jede demokratische Gesellschaft,
die Lamya Kaddor ausspricht.
Die junge Dinslakenerin schickt sich gerade an, mit Gleichgesinnten
einen liberalen Muslimverband zu gründen. Das ist eine gute Nachricht
angesichts des Drucks, den traditionelle Islamverbände derzeit auf
die Politik ausüben. So ist der Islamrat empört darüber, dass
Innenminister de Maizière ihnen nur eine ruhende Mitgliedschaft an
der Deutschen Islamkonferenz angeboten hat. Denn unter den 30
Mitgliedern des Islamrates ist auch Milli Görüs, den der
Verfassungsschutz als islamistisch einstuft.
Gegen ihn wird wegen Steuerhinterziehung und Bildung einer
kriminellen Vereinigung ermittelt. Der dubiose Verein tut sich auch
stets mit Klagen gegen Verbote des Kopftuchtragens, des Schächtens
und gegen den gemeinsamen Schwimmunterricht hervor. De Maizière muss
hart bleiben und wie die couragierte Lamya Kaddor auf unsere
demokratischen Spielregeln verweisen. Nur wer die akzeptiert, darf
auch mitreden.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de
No Comments on "WAZ: Streit um Islamkonferenz – Hart bleiben – Leitartikel von Wilhelm Klümper"