Essen (ots) – Wunder werden auch erbitterte Optimisten unter den
Sozialdemokraten von dem “Team Steinmeier” nicht erwarten. Die
Botschaft, die der Kanzlerkandidat von Potsdam aus in die Republik
senden wollte, ist dennoch wichtig. Für die SPD.
Die Partei besinnt sich wieder auf ihre alte Kernkompetenz, die
Gesellschaftspolitik: Bildung und Integration, Familienpolitik und
Gleichstellung.
In den Verhandlungen für die Große Koalition hatte die SPD vor allem
auf die vermeintlich “harten” Ressorts wie Finanzen und Arbeit
gesetzt, um zu beweisen, dass Union und FDP die Wirtschaftskompetenz
nicht für sich gepachtet hätten. Lernen m ussten die
Sozialdemokraten, dass die Union auf einmal mit der
Familienministerin Ursula von der Leyen auch eine moderne
Gesellschaftspolitik für sich pachten konnte.
Ob die Überzahl von Frauen und vermeintlich “weichen” Themengebieten
im Team reicht, um den Fehler noch im Wahlkampf zu korrigieren, ist
mehr als fraglich. Für eine mögliche nächste Regierungsbeteiligung
aber hat die SPD mit der Zusammenstellung des Teams zumindest
Besserung gelobt.
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