Essen (ots) – Mit seinen Sparbeschlüssen geht der griechische
Ministerpräsident Giorgos Papandreou an die Grenze dessen, was er
seinem Land derzeit zumuten kann. Zieht er die Steuerschraube noch
weiter an und streicht die Gehälter noch stärker zusammen, riskiert
er nicht nur unabsehbare soziale Spannungen, sondern auch einen
Absturz der ohnehin schwächelnden Konjunktur. Dann wäre das
Konsolidierungsprogramm Makulatur und der Staatsbankrott kaum noch
abzuwenden.
Es ist ein Glücksfall für Griechenland und die EU, dass es Papandreou
ist, der jetzt in Athen regiert. Er hat nicht nur den Mut zu
schmerzhaften Einschnitten. Ihm ist es bisher auch gelungen, die
Mehrheit seiner Landsleute von der Notwendigkeit des Sparkurses zu
überzeugen. Aber was Griechenland jetzt braucht, ist nicht nur eine
konsequente Umsetzung der Sparbeschlüsse, sondern auch die eindeutige
politische Unterstützung der EU-Partner. Denn das Land kämpft nicht
nur mit hohen Schulden. Es steht seit Wochen im Fadenkreuz der
Spekulanten, die an den Kapitalmärkten den Staatsbankrott
Griechenlands herbeizuzocken versuchen – und damit glänzend
verdienen.
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