WAZ: Sozialarbeit im Stadion. Kommentar von Ralf Birkhan



Essen (ots) – Die Düsseldorfer Altstadt und das Stadion in Düsseldorf werden auch am Samstag noch stehen, wenn die Problemfans des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden längst wieder vom Auswärtsspiel bei der Fortuna zurück in Sachsen sind. Die Polizei ist vorbereitet auf mögliche Krawalle und weiß, wie sie reagieren muss.

Mehr als ärgerlich ist allerdings, dass solch massive und kostenintensive Einsätze überhaupt nötig sind. Ein geringer Prozentsatz von Krawallbrüdern unter den normalen Fans von Dynamo diskreditiert einen gesamten Verein.

Politiker und Fußball-Funktionäre schießen unter dem Eindruck der wüsten Bilder weit übers Ziel hinaus und fordern drastische Verbote. In der Wunschliste der Verbote tauchte sogar der Gedanke auf, Gästefans komplett aus fremden Stadien zu verbannen.

Etwas mehr Besonnenheit kann der überhitzten Diskussion nicht schaden. Natürlich müssen Kriminelle bestraft werden. Aber Dynamo zeigt, was zudem nötig ist. Der Verein will einen zweiten Sozialarbeiter anstellen, der sich hauptamtlich um die Fans kümmert. Eine langfristige Lösung, und eine gute.

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