Essen (ots) – Es tut nicht nur Schneefreunden gut, wenn sie sich
einige Tage in die Schweizer Alpen zurückziehen können. Auch
Bankenmanager profitieren davon, einige Tage zusammen in den Bergen
fern ihrer normalen Welt zu verbringen. Das zeigen die Diskussionen
beim nun beendeten Weltwirtschaftsforum in Davos.
Selbstverständlich waren sich die Banker nicht einig. Sollen sie
sich selbst in ihrem Handeln beschränken, damit der Staat sich nicht
einmischt? Oder sollen sie warten, ob und wie ihnen die Regierungen -
nicht nur die der USA – Regeln setzen?
Keine Regierung aber sollte auf die Selbstbeschränkungskräfte der
Banken vertrauen. Das zeigen allein schon die jüngsten Monate:
Krisenbanken kamen an den Staatstropf, ihre Risiken wurden
vergesellschaftet und somit der Weg frei für neues Spekulieren am
Finanzmarkt. Und: Manche Banken noch größer als früher. Taumeln sie,
wären die Folgen noch verheerender als die Lehman-Pleite.
Krisenbewältigung sieht anders aus. Das wissen auch die Banker.
Doch solange sie Risiken eingehen können und wissen, der Staat wird’s
richten, machen sie – Davos-Diskussionen hin oder her – weiter wie
bisher . Das wäre fatal.
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