Essen (ots) – Wieder fällt ein Schatten auf den Namen Schickedanz.
Diesmal geht es nicht um Karstadt, Quelle oder Arcandor, sondern
ausgerechnet um die Kinderkrebs-Stiftung von Madeleine Schickedanz.
Der böse Verdacht, von den Spendengeldern komme zu wenig bei den
Kindern an, ist mehr als unangenehm für die verarmte Milliardärin,
die verzweifelt um ihren guten Ruf kämpft.
Die Quelle-Erbin hat viel verloren in den vergangenen Wochen und
Monaten. Häme musste sie ertragen, nachdem sie gesagt hatte, sie lebe
derzeit von 600 Euro im Monat und kaufe bevorzugt beim Discounter
ein. Der Vorwurf gegen die Großaktionärin, die abgeschirmt in Villen
in St. Moritz oder im fränkischen Hersbruck lebt, lautete:
Unglaubwürdigkeit. Wütende Quelle-Mitarbeiter stellten in einem
Nürnberger Büro eine Spendenbüchse für Schickedanz auf, um ihrer
Verbitterung Ausdruck zu verleihen.
Was dies mit der Kinderkrebs-Stiftung zu tun hat? Die Vorgänge
zeigen, wie wenig Vertrauen Madeleine Schickedanz noch genießt. Zudem
nähren die Vorwürfe gegen die Stiftung den Verdacht, dass die
Quelle-Erbin zu oft auf die falschen Führungskräfte gesetzt hat. Die
Folge war Missmanagement – offenbar in vielen Fällen.
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