Essen (ots) – Zwischen dem Autohersteller Ford und der
NRW-Landesregierung ist ein offener Konflikt ausgebrochen. Das
Wirtschaftsministerium reagierte äußerst ungehalten über Vorwürfe von
Ford, wonach sich die Regierung für die Opel-Bürgschaft deutlich
stärker einsetze als für eine gleichartige Bürgschaft für Ford. “Wir
warten seit Monaten auf die erforderlichen Unterlagen und sind sehr
irritiert, dass sie uns von Ford nicht zur Verfügung gestellt werden.
Vor diesem Hintergrund helfen öffentliche Beschuldigungen überhaupt
nicht weiter, wir brauchen die Unterlagen”, sagte der Sprecher der
Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) den Zeitungen der
WAZ-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).
Wolfgang Schneider, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten
bei Ford Europa, hatte sich in der FAZ über eine “krasse
Ungleichbehandlung” beklagt. Ford habe bereits vor einem Jahr eine
Bürgschaft über 160 Millionen Euro beantragt, um damit am
Deutschland-Sitz in Köln eine Fabrik für Ein-Liter-Motoren zu bauen.
Ford, so der Ministeriumssprecher weiter, bekomme dieselben
Bürgschaftsbedingungen wie alle anderen Unternehmen auch.
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