Essen (ots) – Für Eltern ist es ein traumatischer Moment, wenn sie
erfahren, dass ihr ungeborenes Kind nicht gesund auf die Welt kommen
wird.
Immer mehr Eltern entscheiden sich nach der Diagnose “behindert” für
eine Abtreibung. Mit der Begründung, dass der Mutter schwerer
seelischer Schaden drohe, kann der Abbruch bis kurz vor der Geburt
erfolgen.
Nach Schätzungen werden 90 Prozent der Föten mit dem Down-Syndrom
heute abgetrieben. Viele betroffene Frauen leiden später darunter,
wenn sie erleben, wie viel Glück behinderte Kinder empfinden und
ihren Familien geben können.
Drei Tage Bedenkzeit und psychosoziale Beratung werden nun
vorgeschrieben. Man fragt sich, warum erst jetzt? Weil viele
Abgeordnete von SPD, Grünen und Linkspartei fürchteten, mit einer
Neuregelung der Spätabtreibungen werde die Debatte um den Paragrafen
218 wieder aufbranden. Eine Gruppe um Kerstin Griese (SPD) und Katrin
Göring-Eckardt (Grüne) hat mutig für eine Mehrheit mit Union und FDP
gekämpft. Ihnen gebührt Respekt.
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