Essen (ots) – Noch vor kurzem geißelte Finanzminister Peer
Steinbrück das Raffgier-Gehabe von Bankmanagern. Er habe “null
Verständnis” für deren Abkassier-Mentalität, sagte er mit Blick auf
die hohen Boni für Bankchefs.
Natürlich hat Steinbrück Recht, dass in Zeiten der schwersten
Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik solche Boni
moralisch nicht zu rechtfertigen sind. Erst recht nicht bei Banken,
die von Staatshilfen profitieren. Und das ist bei der Dresdner Bank
der Fall. Schließlich wird sie von der Commerzbank übernommen, die
Milliarden vom Bund erhalten hat. Zudem ist es gänzlich
unverständlich, dass die Dresdner Bank Milliardenverluste macht und
tausende Stellen abbaut – auf der anderen Seite aber
Millionenzahlungen heraushaut.
Der Staat hat es aber in der Hand, diesen Boni-Wildwuchs einzudämmen
- zumindest bei Banken, die Staatshilfen erhalten: Für sie müssen
strikte Regeln geschaffen werden, wann Bonuszahlungen geleistet
werden dürfen. Das hätte Steinbrück auch längst machen sollen, dann
hätte er schon mal einen Grund weniger zum Lamentieren.
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[...] in vielen Fällen gleichzeitig riesige Bonussummen auszahlen”. Die Regierung plant nun feste Regeln, die solchen Entscheidungen der Banken entgegenwirken. ...